Geschichte der 3. Liga

Seit Sommer 2008 gibt es die 3. Liga. Sie hat sich schnell zum Erfolgsmodell entwickelt. Die Liga bewegt sich sportlich, medial und wirtschaftlich auf Topniveau und ist Jahr für Jahr mit namhaften Traditionsvereinen gespickt. Der Zuschauerrekord datiert aus der Saison 2015/2016 und liegt bei 2,687 Millionen Stadionbesuchern. Das entspricht einem Schnitt von mehr als 7.000 Zuschauern pro Partie.

Rückblick. Die Zeit war reif im September 2006, reif für eine dritte Profiliga in Deutschland. Daher nahmen die Delegierten auf dem außerordentlichen Bundestag des DFB in Frankfurt am Main den Vorschlag der Spielklassenstruktur-Kommission an und beschlossen die Einführung der 3. Liga mit Beginn der Spielzeit 2008/2009. Die klaren Ziele: eine größere Leistungskonzentration in der Spitze, eine stärkere wirtschaftliche und mediale Aufmerksamkeit, vermehrte Fernsehpräsenz und damit verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten für die 20 Vereine.

In der Tat hat sich die höchste Spielklasse des DFB (die Bundesliga und 2. Bundesliga laufen unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga) zum Premiumprodukt entwickelt. Namhafte und ambitionierte Traditionsvereine wie der MSV Duisburg, der VfL Osnabrück, 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock, Preußen Münster oder in der Vergangenheit der Karlsruher SC, Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig, Dynamo Dresden und Fortuna Düsseldorf bestimmen das attraktive Erscheinungsbild der Liga und füllen die Stadien. Erster Meister war 2008/2009 Union Berlin.

Die sportliche Lücke zur 2. Bundesliga ist kleiner geworden. In der Relegation setzte sich in den ersten acht Vergleichen sechsmal der Drittligist gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga durch. „Das spricht für die hohe Qualität der 3. Liga“, sagt der zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth.

Darüber hinaus erweist sich die 3. Liga wie erhofft als Sprungbrett für den Nachwuchs. Die prominentesten Beispiele heißen Thomas Müller und Holger Badstuber, auch der heutige Leverkusener Bernd Leno, Karim Bellarabi oder André Hahn haben die Bühne 3. Liga für den Durchbruch genutzt. Dass die 3. Liga auch ein Sprungbrett für Trainer sein kann, haben unter anderem Markus Weinzierl, Dirk Schuster oder Maik Walpurgis gezeigt.

Auch prominente Namen mit großer Vergangenheit sind immer wieder auf den Trainerbänken der 3. Liga zu finden. Mario Basler hat hier gearbeitet, Mehmet Scholl, Klaus Augenthaler, Heiko Herrlich. Ein anderer Weltmeister von 1990, Andreas Möller, war Sportdirektor bei Kickers Offenbach.

Im europaweiten Vergleich der 3. Ligen ist Deutschland führend – sowohl was die TV-Erlöse und TV-Berichterstattung als auch was die Infrastruktur betrifft. Die ARD zeigt jeden Samstag im Rahmen der Sportschau Ausschnitte von drei Spielen, in den dritten Programmen und auf deren Internet-Plattformen wird wöchentlich live berichtet – in jährlich steigendem Umfang. Mit Beginn der Saison 2017/2018 werden alle 380 Spiele der Saison live produziert und gezeigt – über das Pay-TV-Angebot der Telekom.

Zeigt’s uns – so lautet das offizielle Motto der 3. Liga, mit dem das Markenbild geschärft worden ist. Und die 3. Liga, sie #zeigtsuns tatsächlich. „Überraschungen, Drama, Jubel, Begeisterung, Leidenschaft – all das ist fester Bestandteil der 3. Liga“, sagt DFB-Vizepräsident Frymuth: „Die Liga steht darüber hinaus für einen außergewöhnlich spannenden, ausgeglichenen Wettbewerb. Das wissen Fußballfans sehr zu schätzen.“

Den Unterbau der 3. Liga bildet die Regionalliga. Sie ist im Sommer 2012 von drei auf fünf Staffeln vergrößert worden, unterteilt in die Gruppen Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Von den fünf Meistern der Regionalliga steigen ab der Saison 2018/2019 vier in die 3. Liga auf.