3. Liga
1:0 in Leipzig: Würzburger Kickers im Vorteil

Vorteil für die Würzburger Kickers: Der Vertreter aus der Regionalliga Bayern hat sich in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga eine gute Ausgangslage erarbeitet. Die Mannschaft von Trainer Michael Schiele setzte sich im Hinspiel beim 1. FC Lokomotive Leipzig, dem Titelträger der Regionalliga Nordost, 1:0 (0:0) durch.
Vor 10.787 Zuschauer*innen im Bruno-Plache-Stadion sorgte Liam Omore (50.) nach Vorarbeit von Tarsis Bonga per Kopf für den einzigen Treffer der Begegnung. Das zweite und entscheidende Aufeinandertreffen findet am Montag, 1. Juni (ab 18.30 Uhr, live bei MagentaSport), in Würzburg statt.
Leipzig-Kapitän Ziane: "Es ist noch nichts verloren"
"In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut im Spiel drin", erklärte Leipzigs Kapitän Djamal Ziane im Interview bei MagentaSport. "Es war ein offener Schlagabtausch. Beide Teams hatten ihre kleinen Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir nach dem Gegentor den Faden verloren. Wir müssen sogar froh sein, dass Würzburg nicht das zweite Tor macht. Der volle Fokus liegt nun auf dem Rückspiel. Es ist noch nichts verloren."
Lok-Trainer Jochen Seitz meinte: "Würzburg war im zweiten Durchgang aktiver und hat im Mittelfeld mehr Zweikämpfe gewonnen, sodass die Kickers in ihr Umschaltspiel gekommen sind. Da hatten wir in der einen oder anderen Szene auch das notwendige Glück. Wir haben alles versucht, hatten aber nicht genug Durchschlagskraft nach vorne."
Würzburgs Torschütze Liam Omore sagte: "In der zweiten Halbzeit waren wir auf jeden Fall am Drücker. Wenn wir etwas klarer bei unseren Chancen sind, wäre noch mehr möglich gewesen. Ich bin absolut zuversichtlich für das Rückspiel bei uns zu Hause."
Kickers-Trainer Michael Schiele sagte: "Wir haben ein gutes Spiel vor dieser Kulisse gemacht. Wir hatten die etwas größeren Anteile und die klareren Torchancen. Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen und trotzdem auch immer wieder sehr offensiv gespielt. Es ist ein wenig ärgerlich, dass wir nicht das zweite oder dritte Tor gemacht haben. Aber so müssen unsere Antennen weiterhin ausgefahren sein. Wir wissen, dass wir im Heimspiel genauso aktiv auftreten müssen."
Munterer Auftakt
Beide Teams suchten schon in der Anfangsphase den Weg nach vorne. Die ersten Abschlüsse gehörten dabei den Leipzigern. Sowohl Farid Abderrahmane bei einem Freistoß, als auch Alexander Siebeck mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, zielten aber zu hoch. Die bis dahin beste Möglichkeit verzeichneten die Würzburger Kickers. Jermaine Nischalke setzte sich auf der linken Seite durch und war zu schnell für seine Gegenspieler. Seinen Schuss klärte Lok-Torhüter Andreas Naumann zur Ecke.
Auch die darauffolgende Standardsituation wurde gefährlich. Einen Kopfball von Tarsis Bonga lenkte Naumann an die Latte. Die Partie blieb in dieser Phase temporeich. Nach einem Konter legte Leipzigs Ayodele Adetula für Eren Öztürk ab, der am Würzburger Torhüter Johann Hipper scheiterte. Wenige Augenblicke später klärte Hipper auch nach einem langen Ball gegen Adetula. Da Würzburgs Angreifer Tarsis Bonga bei der letzten guten Chance des ersten Durchgangs vorbei köpfte, blieb es zur Pause torlos.
Würzburg in der Defensive stabil
In der zweiten Halbzeit machten die Würzburger Kickers mit den gefährlichen Aktionen weiter. Nach einer Flanke von Liam Omore köpfte Tarsis Bonga vorbei. Wenige Minuten später brachte das umgekehrte Zusammenspiel aber Erfolg. Eine Hereingabe von Bonga köpfte Omore (50.) zur Würzburger Führung ein. Die Kickers blieben danach am Drücker. Nach einem Freistoß konnte Leipzigs Torhüter Naumann eine Kopfballverlängerung abfangen. Ein Versuch von Tarsis Bonga geriet zu zentral.
Nach einer Leipziger Ecke kamen die Würzburger Kickers zur nächsten Gelegenheit. Der eingewechselte Cherif Cisse eroberte an der eigenen Strafraumgrenze den Ball und lief fast über das gesamte Spielfeld. Sein Schuss ging aber über das Tor. Die Würzburger Gegenstöße blieben auch danach gefährlich. Über Tarsis Bonga und Cherif Cisse kam der Ball zu Jermaine Nischalke, der knapp über das Tor zielte.
Der 1. FC Lokomotive Leipzig tat sich dagegen im zweiten Durchgang schwer, zu Tormöglichkeiten zu kommen. Ein Schuss aus der zweiten Reihe von Farid Abderrahmane stellte Würzburgs Torhüter Johann Hipper vor keine Probleme. Die Leipziger probierten es in der Schlussphase häufig über die Flügel, brachten damit das Tor von Hipper aber nur selten in Bedrängnis. Stattdessen verpasste Bonga auf der Gegenseite eine höhere Würzburger Führung, als er bei seinem Schuss wegrutschte. Es blieb bis zum Ende beim 1:0 für die Kickers.
Modus wie bei K.o.-Spielen in UEFA-Klubwettbewerben
Die Aufstiegsspiele zur 3. Liga folgen gemäß der DFB-Spielordnung ebenso wie die Relegation zur 2. Bundesliga und zur Bundesliga den Bestimmungen, die bei UEFA-Klubwettbewerben für K.o.-Spiele gelten. Wenn das Torverhältnis nach Hin- und Rückspiel ausgeglichen ist, geht es nach dem Rückspiel in die Verlängerung. Die Zahl der auswärts geschossenen Tore hat bei Gleichstand keine Bedeutung mehr. Erzielt in der Verlängerung keine Mannschaft mehr Tore als die andere, entscheidet das Elfmeterschießen.
Kategorien: 3. Liga
Autor: mspw

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