3. Liga

Revierderby und Spitzenspiel: RWE trifft auf MSV

03.04.2026
Kein Sieger im Hinspiel: Essen und Duisburg treffen sich erneut zum Revierderby Foto: IMAGO

Der 31. Spieltag der 3. Liga verspricht weitere Hochspannung im Rennen um die Spitzenplätze. Ein Derby und gleichzeitiges Duell zweier Aufstiegsanwärter steht besonders im Fokus. Der Tabellenzweite Rot-Weiss Essen bekommt es am Karsamstag (ab 16.30 Uhr, live bei MagentaSport) mit dem auf Rang vier nur einen Zähler entfernten MSV Duisburg zu tun. DFB.de mit den wichtigsten Fakten zum Topspiel.

Die Ausgangslage

Fünf Teams innerhalb von nur zwei Punkten: Das Spitzenfeld in der dritthöchsten deutschen Spielklasse geht dicht gedrängt in die verbleibenden acht Spieltage der laufenden Saison 2025/2026. Während sich Tabellenführer VfL Osnabrück (61 Punkte) mit sechs Zählern bereits ein kleines Polster erarbeitet hat, sind die Abstände dahinter deutlich kleiner. 55 Punkte bedeuten für Rot-Weiss Essen - erstmals seit der Zugehörigkeit zur 3. Liga (ab 2022) - einen direkten Aufstiegsplatz. Der MSV Duisburg (54 Zähler) befindet sich ebenso in unmittelbarer Lauerstellung wie auch der drittplatzierte SC Verl (54), der FC Energie Cottbus (54) und der FC Hansa Rostock (53). Auch eine Aufholjagd des TSV 1860 München (49) und SV Wehen Wiesbaden (48) scheint im Saisonendspurt nicht unmöglich.

Ex-Bundesligisten unter sich

Rot-Weiss Essen und der MSV Duisburg bestreiten nicht nur das Spitzenspiel der 31. Runde. Mit den beiden Traditionsvereinen aus dem Ruhrgebiet stehen sich auch langjährige Rivalen gegenüber. Bereits in neun Spielzeiten (18 Aufeinandertreffen) der damals noch erstklassigen Oberliga West waren RWE und der MSV Ligakonkurrenten. Nach Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/1964 dauerte es noch einige Jahre, bis es 1966/1967 zum Wiedersehen in der höchsten deutschen Spielklasse kam (14 Duelle) kam. Insgesamt bestreiten die Essener und die Duisburger nun ihr bereits 50. Meisterschaftsduell. Mit 18 Erfolgen, 16 Unentschieden und 15 Niederlagen spricht die Bilanz bei einem Torverhältnis von 73:69 leicht für die Duisburger.

MSV ohne Derbysieg in der 3. Liga 

Wirft man einen Blick auf die zurückliegenden Duelle, hat Rot-Weiss Essen die Nase vorne. Seitdem RWE im Sommer 2022 in die 3. Liga aufgestiegen ist, gab es fünf Ligavergleiche mit dem MSV Duisburg. Endeten die ersten beiden Vergleiche in der 3. Liga (2:2 und 1:1) noch jeweils ohne Sieger, gab es in der Saison 2023/2024 die ersten beiden Essener Erfolge (2:1 und 4:1). Es folgte nach der sofortigen Rückkehr der "Zebras" aus der Regionalliga West in die 3. Liga - ein 1:1 in der Hinrunde der laufenden Spielzeit in Duisburg. Dabei glich Ramien Safi (25.) vor 27.719 Fans die MSV-Führung durch Florian Krüger (23.) nur wenig später aus.

Joker-Qualitäten auf beiden Seiten

Beim erneuten Aufeinandertreffen stehen die Chancen gut, dass die beiden Trainer Uwe Koschinat und Dietmar Hirsch wesentlichen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen werden. Rot-Weiss Essen (29) und der MSV Duisburg (25) stellen die höchste Anzahl an Torbeteiligungen von Einwechselspielern in der Liga. Dabei haben die Rot-Weissen sowohl bei der Anzahl der Treffer (16) als auch der Vorlagen (13) die Nase knapp vor den Duisburgern (14 und elf).

Das Wiedersehen

Im Aufeinandertreffen der beiden Aufstiegsanwärter kommt es für einige Spieler auch zum Wiedersehen mit ihrem Ex-Klub. RWE-Routinier Klaus Gjasula (36) lief in der Saison 2012/2013 für die zweite Mannschaft der Duisburger auf. Zu dieser Zeit war sein älterer Bruder Jürgen (40) für die MSV-Profis aktiv. Über einen längeren Zeitraum - genauer gesagt von Juli 2019 bis Juni 2021 - trug Duisburgs Kapitän Alexander Hahn das Essener Trikot. Mit RWE-Verteidiger Ben Hüning und MSV-Mittelfeldspieler Gabriel Sadlek haben zwei Akteure eine Vergangenheit in der Nachwuchsabteilung des jeweils anderen Klubs.

Dauerbrenner fehlt erstmals

RWE-Trainer Uwe Koschinat muss im Derby gleich auf zwei gesperrte Spieler verzichten. Neben Rechtsverteidiger Michael Kostka muss auch "Dauerbrenner" José Enrique Ríos Alonso aufgrund seiner fünften Gelben Karte zuschauen. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger hatte in dieser Saison bislang jede Drittligaminute bestritten. Offen ist der Einsatz von Rechtsverteidiger Jannik Hofmann (Aufbautraining nach Bänderriss im Sprunggelenk). Beim MSV Duisburg fallen Jesse Tugbenyo (Knieverletzung), Florian Egerer (Achillessehnenverletzung), Dennis Borkowski (Muskelverletzung) und Maximilian Dittgen (Adduktorenverletzung) definitiv aus. Spielführer Alexander Hahn, Torjäger Lex-Tyger Lobinger sowie Rasim Bulic und Jan-Simon Symalla mussten in dieser Woche zumindest zwischenzeitlich mit dem Training aussetzen.

Kategorien: 3. Liga

Autor: mspw