3. Liga
Im 144. Spiel: Aufstiegsplatz ist Premiere für RWE

Das 144. Spiel seit der Zugehörigkeit zur 3. Liga hat für eine Premiere von Rot-Weiss Essen gesorgt. Der Deutsche Meister von 1955 und DFB-Pokalsieger von 1953 belegt erstmals in der dritthöchsten deutschen Spielklasse einen direkten Aufstiegsplatz. DFB.de mit der Übersicht, welche Teams in dieser Saison besonders häufig auf den Spitzenrängen der 3. Liga zu finden sind.
Möglich machte den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz der 2:1-Auswärtserfolg im NRW-Duell beim FC Viktoria Köln. Zum vierten Mal nacheinander gingen die Essener als Gewinner vom Spielfeld.
"Vier Siege in Folge ist wirklich etwas Außergewöhnliches", sagte RWE-Trainer Uwe Koschinat im Interview bei MagentaSport. "In Köln muss man erst einmal gewinnen. Die Viktoria besitzt ein spielstarkes Team und ist zu Hause in der Lage, viele Mannschaften zu dominieren. Wir hatten eine ganz kurze Phase, in der wir eiskalt zugeschlagen haben. Dennoch hatten wir auch genug Möglichkeiten, das Ergebnis noch etwas höher zu schrauben. Das war seriöse Arbeit und dafür stehen wir aktuell."
MSV Duisburg 14-mal Erster
Auf sogar sechs Dreier nacheinander kommt aktuell der VfL Osnabrück. Der Tabellenführer liegt dadurch nun sechs Zähler vor Platz zwei. Der Vorsprung auf den ärgsten Verfolger ist ein neuer Höchstwert für diese Saison. Das Polster der Lila-Weißen auf den Relegationsrang und den ersten Nichtaufstiegsplatz (jeweils sieben Punkte) ist ebenfalls so groß wie schon lange nicht mehr. Nur der MSV Duisburg hatte nach dem 8. Spieltag die Konkurrenten mehr distanziert (jeweils acht Zähler).
Nach der Länderspielpause wird der VfL Osnabrück zum fünften Mal nacheinander einen Spieltag als Spitzenreiter in Angriff nehmen. Über einen längeren Zeitraum gelang das zuvor nur dem MSV Duisburg. Nachdem zunächst der SV Wehen Wiesbaden am 1. Spieltag (3:1 gegen den SSV Ulm 1846 Fußball) den erfolgreichsten Auftakt aller 20 Drittligisten hingelegt hatte, lag der Aufsteiger von der Wedau zehnmal nacheinander an der Spitze. Auch bei der Gesamtzahl an Tabellenführungen in dieser Saison (14) sind die "Zebras" ganz vorne zu finden.
Lediglich an den beiden zurückliegenden beiden Spieltagen belegte der MSV keinen Platz unter den ersten drei Teams. Die bislang schlechteste Platzierung war für das Team von Duisburgs Trainer Dietmar Hirsch Rang fünf. Geht man nach der Häufigkeit einer "Top 3"-Platzierung, dann folgen hinter dem MSV Duisburg (28-mal) der FC Energie Cottbus (23-mal) und der SC Verl (elfmal). Sowohl die Lausitzer (neunmal) als auch der Sportclub (einmal) führten in dieser Saison auch schon die Tabelle an.
Rostock noch nie unter den "Top 3"
Das komplette Gegenteil erlebte dagegen bisher der FC Hansa Rostock. Obwohl der ehemalige Bundesligist nach dem 1:0 beim Mitkonkurrenten SV Wehen Wiesbaden nur einen Zähler hinter dem Relegationsrang drei zurückliegt und auch ein direkter Aufstiegsplatz nur zwei Punkte entfernt ist, stand das Team von Hansa-Trainer Daniel Brinkmann in dieser Saison - im Gegensatz zu insgesamt zehn anderen Vereinen - noch nie auf einem der ersten drei Tabellenplätze. Das soll sich aus Rostocker Sicht möglichst bald ändern.
Immerhin zweimal Dritter und einmal Zweiter war der TSV 1860 München, der vor der Saison als einer der heißesten Aufstiegsfavoriten galt. Zuletzt waren die "Löwen" allerdings am 5. Spieltag so weit vorne platziert. Nach der jüngsten Niederlage im Topspiel beim MSV Duisburg (1:2) steht Rang sieben zu Buche. Bei sechs Zählern Abstand zu Rang zwei und fünf Punkten Entfernung zum Relegationsplatz ist im Endspurt aber noch einiges möglich.
FCS von Rang zwei auf 16
Dass eine zwischenzeitliche Platzierung unter den drei besten Teams keine Garantie dafür ist, um bis zum Saisonende oben mitzuspielen, erlebt ein Trio. Der FC Viktoria Köln war im Saisonverlauf immerhin zweimal unter den erfolgreichsten drei Mannschaften zu finden. Nach der Heimniederlage gegen Rot-Weiss Essen - dem nun schon vierten Spiel in Serie ohne Punkte - steht inzwischen nur noch Rang 13 zu Buche. Die nicht aufstiegsberechtigte zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim belegte insgesamt viermal einen Spitzenplatz. Letztmals auf Rang drei lag der derzeitige Tabellenfünfzehnte am 8. Spieltag.
Am rasantesten nach unten ging es für den 1. FC Saarbrücken. Eine Serie von insgesamt 16 Partien ohne Sieg beförderte den letztjährigen Relegationsteilnehmer vom zweiten Platz bis auf Position 16. Zwar gelang in der Zwischenzeit auch mal wieder ein positiver Trend mit fünf Partien in Folge ohne Niederlage. Aktuell rangieren die Saarländer aber wieder unmittelbar vor der Gefahrenzone der Liga, wenn auch mit recht komfortablen acht Punkten Abstand. Die acht noch ausstehenden Spieltage nach der Länderspielpause werden zeigen, ob in das Spitzenfeld und/oder das untere Tabellendrittel noch viel Bewegung kommen wird.
Kategorien: 3. Liga
Autor: mspw

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