3. Liga

SV Wehen Wiesbaden: Topbilanz in Topspielen

17.03.2026
Holte bislang die meisten Punkte in den Topduellen: der SV Wehen Wiesbaden Foto: IMAGO

Die besten acht Teams in der 3. Liga liegen innerhalb von nur zehn Punkten. Rang zwei und acht trennen sogar nur fünf Zähler. Die verbleibenden neun Spieltage der Saison 2025/2026 versprechen Hochspannung im Aufstiegsrennen. Eine besondere Bedeutung dürfte den direkten Duellen zukommen. DFB.de mit der Übersicht, welche Aufstiegskandidaten in diesen Spielen bisher besonders gut abgeschnitten haben.

Schon am zurückliegenden Spieltag gab es gleich zwei Duelle zwischen Teams aus den Top 8 der Tabelle. Ein großes Ausrufezeichen setzte dabei der FC Hansa Rostock mit dem 5:1 (4:1) gegen den MSV Duisburg. "In dieser Höhe gewonnen zu haben, ist unglaublich gut und befreiend", sagte Hansa-Trainer Daniel Brinkmann im Interview bei MagentaSport. "Aber es ist wichtig, dass wir in diesem Flow bleiben."

Rostock fordert starken SVWW

Außerdem holte der SV Wehen Wiesbaden ein 0:0 beim TSV 1860 München, der zuvor fünf Siege in Serie eingefahren hatte. "Der Punkt geht in Ordnung, wobei eher wir die dickeren Chancen hatten", befand SVWW-Coach Daniel Scherning. "Wir haben kaum etwas zugelassen. Wir waren zielstrebig, mutig und immer gefährlich. Das hat mir sehr gefallen."

Zum Auftakt des 30. Spieltages stehen sich nun am Freitag (ab 19 Uhr, live bei MagentaSport) der SV Wehen Wiesbaden und der FC Hansa Rostock im direkten Duell gegenüber. Es ist zugleich auch das Aufeinandertreffen der beiden Teams, die gegen ihre direkten Mitkonkurrenten bislang besonders häufig gepunktet haben. Für den SVWW stehen nach elf Vergleichen schon 18 Zähler zu Buche. Kein anderes Spitzenteam kommt auf eine so gute Ausbeute.

Nächstes Spitzenspiel für 1860

Bei einem absolvierten Spiel mehr folgt Hansa Rostock mit 17 Punkten direkt dahinter. 16 Zähler aus elf Begegnungen bedeuten für 1860 München den dritten Rang. Den Löwen steht am kommenden Sonntag (ab 16.30 Uhr, live bei MagentaSport) mit der Partie beim MSV Duisburg die nächste anspruchsvolle Aufgabe bevor. Die Zebras holten aus zehn direkten Duellen mit Aufstiegskonkurrenten zwölf Punkte.

Besonders auffällig: Mit dem SV Wehen Wiesbaden, dem FC Hansa Rostock und dem TSV 1860 München haben drei Drittligisten besonders viele Zähler in den Topspielen gesammelt, die in der Gesamttabelle derzeit eine Verfolgerrolle einnehmen. Der SVWW (48 Zähler) hat als Tabellenachter zehn Punkte Rückstand auf Ligaprimus VfL Osnabrück (58). Der zweite direkte Aufstiegsplatz ist fünf Punkte entfernt und bis zum Relegationsrang fehlen aktuell vier Zähler.

Die Ausgangslage von Hansa Rostock (50) ist bei nur drei Punkten Rückstand auf den zweitplatzierten FC Energie Cottbus (53) besser. Relegationsrang drei, den derzeit Rot-Weiss Essen belegt, ist bei zwei Zählern weniger schon am bevorstehenden Spieltag in Reichweite. Die Essener holten dabei nur zwölf ihrer insgesamt 52 Punkte aus den bislang elf Vergleichen mit den anderen Spitzenteams.

Tabellenführer VfL Osnabrück hat sich den Vorsprung von derzeit fünf Punkten ebenfalls nicht gegen die Aufstiegskonkurrenten herausgespielt. Mit elf Zählern aus zehn Begegnungen weisen die Lila-Weißen gemeinsam mit Energie Cottbus sogar die niedrigste Ausbeute auf. Ebenso wie RWE gewann auch der VfL gerade einmal zwei Topspiele. Zum Vergleich: Wehen Wiesbaden war schon fünfmal erfolgreich.

Cottbus gegen fünf Konkurrenten

Vor allem der FC Energie hat bis zum Saisonende aber noch einige Möglichkeiten, um seine Bilanz erheblich aufzubessern. Denn das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz steht in den neun Begegnungen bis zum Saisonende nicht weniger als fünfmal einem Mitkonkurrenten um den Aufstieg gegenüber. Dabei wird es für den ehemaligen Bundesligisten vor allem ab dem 32. Spieltag während der Englischen Woche Anfang April anspruchsvoll. Mit 1860 München (Dienstag, 7. April, ab 19 Uhr), dem VfL Osnabrück (Sonntag, 12. April, ab 13.30 Uhr) und Rot-Weiss Essen (Sonntag, 19. April, ab 13.30 Uhr) warten allein drei direkte Konkurrenten in Serie.

Für den MSV Duisburg geht es schon nach dem Heimspiel gegen 1860 München intensiv weiter. Im Anschluss an die Länderspielpause steigt am Samstag, 4. April, ab 16.30 Uhr das bereits ausverkaufte Revierderby bei Rot-Weiss Essen, bevor sich der VfL Osnabrück (Dienstag, 7. April, ab 19 Uhr) in Duisburg vorstellt. Die Zebras bestreiten im Endspurt - wie auch der VfL Osnabrück und der SC Verl - noch vier direkte Duelle.

Rot-Weiss Essen, 1860 München und der SV Wehen Wiesbaden sind noch dreimal gegen direkte Konkurrenten im Einsatz. Möglicherweise einen Vorteil für die letzten Begegnungen hat Hansa Rostock. Denn nach der bevorstehenden Partie beim SV Wehen Wiesbaden wartet nur noch während der letzten Englischen Woche mit dem SC Verl (Mittwoch, 8. April, ab 19 Uhr) ein Gegner aus den derzeitigen Top 8.

Die Punktausbeute der Top 8 in direkten Duellen

Platz

Team

Duelle

Siege

Unentschieden

Niederlagen

Torverhältnis

Punkte

Gesamtplatz

1

SV Wehen Wiesbaden

11

5

3

3

20:16

18

8

2

FC Hansa Rostock

12

4

5

3

20:17

17

6

3

TSV 1860 München

11

4

4

3

14:10

16

7

4

SC Verl

10

3

4

3

17:15

13

4

5

Rot-Weiss Essen

11

2

6

3

16:17

12

3

6

MSV Duisburg

10

3

3

4

18:25

12

5

7

VfL Osnabrück

10

2

5

3

10:12

11

1

8

FC Energie Cottbus

9

3

2

4

11:14

11

2

Kategorien: 3. Liga

Autor: mspw