3. Liga

Noch zwölf Klubs im Rennen um DFB-Pokalteilnahme

30.03.2026
Mit einem 1:0 gegen Regensburg im Finale um den bayerischen Landespokal: 1860 München Foto: IMAGO

In der 3. Liga rollt am kommenden Wochenende mit dem 31. Spieltag wieder der Ball. Ein Pflichtspielduell zweier Klubs gab es aber auch während der noch laufenden FIFA-Abstellungsperiode. Der TSV 1860 München erreichte durch das 1:0 beim SSV Jahn Regensburg das Finale um den bayerischen Verbandspokal. DFB.de mit der Übersicht, welche Drittligisten sich noch für den DFB-Pokal qualifizieren können.

Knapp zwei Wochen vor dem erneuten Aufeinandertreffen in der Liga im Stadion an der Grünwalder Straße (Sonntag, 12. April, 19.30 Uhr) behielt der TSV 1860 München im Halbfinale des Verbandspokals dank eines Treffers von Sigurd Haugen (54.) beim SSV Jahn Regensburg knapp die Nase vorne. "Wir hatten Glück, dass es zur Pause noch 0:0 stand", gab "Löwen"-Trainer Markus Kauczinski ehrlich zu.

Auch im zweiten Durchgang "mussten wir eine brenzlige Situation zu überstehen, bevor wir das 1:0 erzielen", so Kauczinski weiter. "Danach war es ein offener Schlagabtausch. Es war ein sehenswertes Spiel für die Zuschauer, in dem es in beide Richtungen hätte gehen können. Wir sind natürlich glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben." Im Endspiel am Samstag, 23. Mai, warten nun die Würzburger Kickers, die als klassentieferes Team aus der Regionalliga Bayern Heimrecht genießen.

Sieben Teams schon im Finale

Der TSV 1860 München ist dabei längst nicht der einzige Drittligist, der sich während der Länderspielpause die Teilnahme am "Finaltag der Amateure" sichern konnte. Besonders spannend war es im Niederrheinpokal-Halbfinale des MSV Duisburg. Die "Zebras" hatten beim West-Regionalligisten 1. FC Bocholt, dem früheren Klub von MSV-Trainer Dietmar Hirsch, erst nach Verlängerung 2:0 (0:0, 0:0) das bessere Ende für sich. Beide Treffer gingen auf das Konto von Niklas Jessen (103./120.+1). Im Finale wartet nun der Außenseiter SC St. Tönis 11/20 aus der Oberliga Niederrhein.

Um einiges deutlicher setzten sich in Brandenburg der FC Energie Cottbus (5:0 beim BFC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow aus der Brandenburgliga) und in Westfalen der SC Verl (8:0 gegen Türkspor Dortmund) durch. Cottbus bekommt es im Endspiel nun mit dem VfB 1921 Krieschow aus der NOFV-Oberliga Sud zu tun, während der Sportclub auf die Sportfreunde Lotte aus der Regionalliga West trifft. Der SV Waldhof Mannheim darf sich in Baden nach dem 4:1 beim Verbandsligisten 1. FC Bruchsal 1899 nun im Finale auf ein Stadtduell mit dem VfR Mannheim freuen, dem Tabellenzweiten in der Oberliga Baden-Württemberg.

Der FC Viktoria Köln (4:1 im Mittelrheinpokal-Halbfinale beim Fünftligisten SV Eintracht Hohkeppel) und der SV Wehen Wiesbaden (4:0 im Hessenpokal-Halbfinale beim Verbandsligisten Germania Ober-Roden) stehen ebenfalls im Endspiel und sind damit jeweils nur noch einen Schritt von der Titelverteidigung entfernt. Während die Kölner dem Sieger aus dem Halbfinalduell zwischen den beiden West-Regionalligisten Fortuna Köln und Bonner SC (Mittwoch, 1. April, ab 19.30 Uhr) gegenüberstehen werden, trifft der SVWW am 23. Mai im Finale auf die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz aus der Regionalliga Südwest.

Duo in dieser Woche im Einsatz

Es haben allerdings noch nicht alle Drittligisten, die während der Länderspielpause im Einsatz waren, einen Startplatz am "Finaltag der Amateure" sicher. Der FC Erzgebirge Aue erreichte durch das 10:0 beim SSV Fortschritt Lichtenstein erst das Halbfinale beim Chemnitzer FC. Die Runde der verbliebenen vier Teams im Sachsenpokal ist für Mitte April vorgesehen. Im Viertelfinale des Landespokals von Mecklenburg-Vorpommern war auch der FC Hansa Rostock (5:1 beim 1. FC Neubrandenburg) im Einsatz. Halbfinalgegner ist am Mittwoch, 29. April (ab 17.30 Uhr), der Greifswalder FC aus der Regionalliga Nordost.

Bei einem Duo entscheidet sich erst in dieser Woche, ob noch Chancen bestehen, sich über den Titelgewinn im Verbandspokal für den bundesweiten Wettbewerb zu qualifizieren. Im Viertelfinale des Saarlandpokals trifft der 1. FC Saarbrücken am Mittwoch (ab 19 Uhr) auf den Verbandsligisten FC Kandil Saarbrücken. Gleichzeitig steht der abstiegsbedrohte SSV Ulm 1846 Fußball im württembergischen Viertelfinale mit der SG Sonnenhof Großaspach einem Aufstiegsanwärter aus der Regionalliga Südwest gegenüber. Der TSV Havelse bestreitet sein Halbfinale um den Niedersachsenpokal für Dritt- und Regionalligisten erst am Mittwoch, 15. April (ab 19 Uhr) beim SSV Jeddeloh.

Chance für VfL und RWE

Neben dem SSV Jahn Regensburg waren zuvor auch schon Alemannia Aachen, der FC Ingolstadt 04, Rot-Weiss Essen, 1. FC Schweinfurt 05 und der VfL Osnabrück in ihren jeweiligen Landespokalen ausgeschieden. Alle anderen zwölf startberechtigten Teams können sich dagegen noch über den Pokal für den "großen Lostopf" qualifizieren. Die Vereine sind jeweils die einzig verbliebenen Drittligisten in ihrem Pokalwettbewerb.

Zusätzlich nehmen auch die Vereine, die am Saisonende die ersten vier Tabellenplätze belegen, am DFB-Pokal teil. Unter anderem das Spitzenduo Osnabrück und RWE könnte sich also über die Liga doch noch qualifizieren. Die Nachwuchsteams des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim dürfen dagegen ohnehin nicht am DFB-Pokal teilnehmen. Sie sind deshalb auch in den regionalen Pokalwettbewerben nicht vertreten.

Eine mögliche "Hintertür" könnte sich theoretisch noch für den SSV Jahn Regensburg öffnen, auch wenn der Sprung auf Platz vier in der Liga bei aktuell 15 Punkten Rückstand nicht mehr realistisch erscheint. Es könnte aber passieren, dass die beiden Pokalfinalisten in Bayern, der TSV 1860 München (über Platz eins bis vier in der 3. Liga) sowie der FC Würzburger Kickers (als "Bayerischer Amateurmeister" in der Regionalliga Bayern), jeweils auf dem anderen Weg ein Ticket für den DFB-Pokal lösen. In diesem Fall würden die beiden unterlegenen Halbfinalisten, eben Regensburg und der Regionalligist SV Wacker Burghausen, einen freien Platz im bundesweiten Pokalwettbewerb ausspielen

Kategorien: 3. Liga, DFB-Pokal

Autor: mspw