FAQ Frauenfußball / Frauen im Fußball

Dass Frauen Fußball spielen und im Fußball vertreten sind, ist schon lange nichts Neues mehr. Dennoch ergeben sich zu den Themenbereichen immer wieder Fragen, die es vor allem im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung zu beantworten gilt. Die Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um bestehende Regularien und kommende Maßnahmen im Frauenfußball und für Frauen im Fußball finden Sie hier.

Auf dem 43. Ordentlichen DFB-Bundestag im September 2019 wurde der Beschluss zum "Projekt Zukunft weiblich", aus dem sich später das "Projekt Frauen im Fußball" bildete, verabschiedet. Zielsetzungen und Handlungsfelder sind unter anderem die Stärkung der Strukturen, die Erhöhung der öffentlichen Wahrnehmung, die Optimierung der Talent- und Spitzenförderung sowie altersgerechte Angebote für Frauen und Mädchen. Außerdem sollen zukünftig mehr Frauen verantwortungsvolle Funktionen in verschiedenen Bereichen des Fußballs übernehmen. 

Das Projektteam hat den Auftrag, eine langfristige und ganzheitliche Strategie 2027 für den Frauen- und Mädchenfußball und für Frauen im Fußball in Deutschland von der Breite bis zur Spitze zu erarbeiten. Das Projekt ist eins von drei wichtigen Zukunftsprojekten des DFB.

In der Projektgruppe sind Mitarbeiter*innen aus dem sportlichen Bereich der Akademie, Nationalmannschaften sowie Spielbetrieb, dem Amateurfußball und Gesellschaftlicher Verantwortung, bis hin zu allen Fachabteilungen des DFB vertreten. Ihr gehören auch Vize-Präsidentin Hannelore Ratzeburg, Heike Ullrich, Doris Fitschen, Celia Sasic und Renate Lingor an. Auch externe Expert*innen werden einbezogen.


Eine mittel- und langfristige übergeordnete Strategie für Frauen- und Mädchenfußball und für Frauen und Mädchen im Fußball. Das beinhaltet die Festlegung der konkreten Ziele, Maßnahmen, dem Budget und zeitlichen Fahrplan zur Umsetzung.

Sie umfasst alle Bereiche des weiblichen Fußballs, Amateure bis zur Nationalmannschaft, von der Basisarbeit, Kommunikation, Marketing, Trainer*innenwesen bis hin zur Talentförderung und Frauen im Haupt- und Ehrenamt im DFB.

Ziele des Strategie 2027 sind neben einer erfolgreichen sportlichen Zukunft, mehr aktive Spielerinnen, Trainerinnen und Schiedsrichterinnen zu gewinnen, eine höhere mediale Sichtbarkeit und mehr Frauen in entscheidenden Positionen im Haupt- und Ehrenamt des DFB und seiner Verbände und Vereine. Die Strategie soll Grundlage für das Handeln auf allen Ebenen des Fußballs (DFB, Regional- und Landesverbände) sein. Konkrete messbare Ziele und Maßnahmen sollen im Herbst 2021 verabschiedet werden.

Die Strategie beinhaltet

  • Definition konkreter und messbarer Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen
  • Umsetzung der Maßnahmen mit klaren Verantwortlichkeiten
  • Vernetzung mit Multiplikatoren aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien
  • Knowhow-Transfer mit externen Partnern und Verbänden
  • Sicherstellung von finanziellen & personellen Ressourcen

Kernteams sind für die strategische Weiterentwicklung der Marken und Themenfelder des DFB verantwortlich. Hier werden Ziele definiert sowie Handlungsfelder und Maßnahmen erarbeitet, die in die Strategie 2027 einfließen. Ein Kernteam setzt sich jeweils aus Kolleg*innen der Fachabteilung, Marketing/Produktmanagement und Kommunikation zusammen. Der DFB bündelt damit intern seine Kräfte und stellt Teams mit Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Diese können sich aktiv und kollaborativ einbringen, um gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten.

Folgende Kernteams sind Teil des Projekts: Frauen-Nationalmannschaft, Frauen-Bundesligen, DFB-Pokal Frauen. Daneben gibt es Arbeitsgruppen für die Bereiche Basisberatung, Zukunft weiblich Sport, Frauen WM 2027 und Gesellschaftliche Verantwortung.


Beispiele:

  • TV: Eine größere Sichtbarkeit ist eines der Hauptziele für die Zukunft. Viele der innerhalb der Strategie erarbeiteten Maßnahmen sollen darauf einzahlen. Eine große Rolle spielen dabei die TV- beziehungsweise Medienrechte, die für den DFB-Pokal Frauen 2022/23 und für die Frauen-Nationalmannschaft sowie die FLYERALARM Frauen-Bundesliga ab 2023/24 neu vergeben werden. Der DFB will aber auch im Rahmen der aktuell bestehenden Verträge die Reichweiten steigern und die Sichtbarkeit erhöhen. In intensiven Gesprächen mit den Partnern, soll eine hundertprozentige Sichtbarkeit aller Spiele in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga erreicht werden. Für die aktuelle Saison haben wurde das schon erreicht: Alle Spiele der letzten vier Spieltage der FLYERALARM Frauen-Bundesliga sind entweder im TV oder im Stream live sichtbar.
  • Implementierung einer Leadagentur für den Frauenfußball und Kommunikationsoffensive "fussball ,die (feminin)" - "Gemeinsam für mehr Frauen und Mädchen im Fußball": "fussball ,die (feminin)" soll alle Kommunikationsaktivitäten des DFB im Frauenfußball bündeln, um dessen Strahlkraft zu stärken. Dabei geht es darum, die weibliche Seite des Spiels zu zeigen und zu kommunizieren, was Fußball zu Fußball macht: Taktik, die; Technik, die; Begeisterung, die; Gemeinschaft, die. Fokus der Kommunikation liegt auf den sozialen Medien.
  • Wochenende des Frauenfußballs: Von der Basis bis zu Spitze - ein Wochenende, in der nur der Frauen- und Mädchenfußball im Mittelpunkt steht (verschoben aufgrund Corona)
  • Highlightspiele: Sowohl für die Frauen-Nationalmannschaft als auch in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga sollen bestimmte, besonders attraktive Spiele als Leuchtturmevents besonders gehighlighted und promotet werden.
    Für die Frauen-Nationalmannschaft bedeutet das: Hochklassiger Gegner, Top-Stadion, gute Anstoßzeit und attraktives Rahmenprogramm. Ziel ist es viele Zuschauer im Stadion mit einer stimmungsvollen Atmosphäre zu begeistern sowie eine hohe TV-Reichweite und Medienpräsenz zu erreichen und damit auch neue Zielgruppen zu erschließen.
    In der FLYERALARM Frauen-Bundesliga sollen neben dem Eröffnungsspiel und dem Saisonfinale weitere Highlightspiele mit TV-Live-Übertragung organisiert werden. Angedacht sind auch Spiele in den großen Stadien der Männer.
     Diese Maßnahmen waren in der Saison 2020/21 geplant und sollen wieder aufgegriffen werden, sobald Zuschauer*innen in den Stadien wieder erlaubt sind.
  • Kooperation Internationales Fußball-Institut (IFI): Das IFI ist eine auf den Spitzenfußball spezialisierte Beratungs- und Forschungseinrichtung. Ziel der Kooperation zwischen DFB und dem IFI ist es jeden Verein der FLYERALARM Frauen-Bundesliga individuell und die Liga insgesamt weiterzuentwickeln. In insgesamt fünf Modulen wurden mit jedem Verein individuelle Online- und Präsenzworkshops durchgeführt, Themenschwerpunkte wie zum Beispiel Vermarktung, Vereinsstrukturen, Zuschauergewinnung herausgearbeitet sowie Ziele und Maßnahmen entwickelt. Gleichzeitig wurden Ideen und Maßnahmen entwickelt, um die Liga als Ganzes voranzubringen. Die Finalisierung der Ausarbeitungen des Projekts sind Anfang Juni 2021 geplant, so dass viele Maßnahmen schon in der Saison 2021/22 umgesetzt werden können.
  • Kooperation DFL/DFB: In einer Arbeitsgruppe mit DFL, DFB und Vereinsvertreter*innen sollen Potenziale und Perspektiven ausgelotet werden, um die Ligen voranzubringen. Ziel ist es, Ansätze zu entwickeln, wie die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga künftig unter Berücksichtigung der gewachsenen Strukturen und Systeme durch ein gezieltes Engagement die Professionalität, Attraktivität und Bekanntheit der höchsten Spielklassen im Frauenfußball stärken können.

  • FLYERALARM Frauen-Bundesliga (Verträge bis einschl. 2022/2023): MagentaSport überträgt zwei Spiele pro Spieltag im Pay-TV. Eurosport überträgt eines der beiden Spiele parallel live im Free-TV. Die Sport A (ARD/ZDF/3. Programme) haben die Möglichkeit, ein Spiel pro Spieltag zur Live-Verwertung zu nutzen. Hinsichtlich einer Highlight- Berichterstattung können ARD und ZDF alle Spiele verwerten.
  • Frauen-Nationalmannschaft (Verträge bis einschl. 2022/2023): ARD und ZDF besitzen die Senderechte an allen Länderspielen der Frauen-Nationalmannschaft.
  • DFB-Pokal Frauen (Verträge bis einschl. 2021/2022): Die Rechte liegen bei der ARD und Sky. Die nicht ausgewählten Spiele von ARD und Sky kann der DFB von diesem Wettbewerb zeigen.

Eine größere Sichtbarkeit ist eines der Hauptziele für die Zukunft. Viele der innerhalb der Strategie erarbeiteten Maßnahmen sollen darauf einzahlen. Eine große Rolle spielen dabei die TV- bzw. Medienrechte, die für die FLYERALARM Frauen-Bundesliga ab 2023/24 neu vergeben werden. Der DFB will aber auch im Rahmen der aktuell bestehenden Verträge die Reichweiten steigern und die Sichtbarkeit erhöhen. In intensiven Gesprächen mit den Partnern, soll eine hundertprozentige Sichtbarkeit aller Spiele in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga erreicht werden. Für die aktuelle Saison waren die Gespräche schon erfolgreich: Alle Spiele der letzten vier Spieltage der FLYERALARM Frauen-Bundesliga sind entweder im TV oder im Stream live sichtbar.

Zudem spielen die sozialen Medien eine immer größere Rolle in Bezug auf die Awareness. Die Kommunikationsoffensive "fussball ,die (feminin)" soll hier für die FLYERALARM Frauen-Bundesliga für mehr Traffic sorgen und die Reichweiten sowie das Engagement erhöhen. Zur Produktion von Content ist im Juli ein Media-Day mit Spielerinnen aus allen Vereinen der Liga geplant.


Übertragene Spiele FA: Bis zu 22 Spiele pro Saison auf BBC (Free-TV) / bis zu 44 Spiele pro Saison auf Sky (Pay-TV) / Rest der Spiele auf FA-Player

Übertragene Spiele DFB: 22 Spiele frei empfangbar auf Eurosport, bis zu 44 Spiele pro Saison auf Magenta Sport (bis zu 2 Spiele an 22 Spieltagen), Vereine können ihre Spiele auf den Vereinsplattformen streamen, alle Spiele (außer die, die auf Magenta Sport, Eurosport und in öffentlich-rechtlichen Sender übertragen werden) der letzten vier Spieltage der Saison 2020/21 werden komplett von DFB-TV gestreamt.

Bewertung: Verteilung der Spiele auf Free und Pay TV ist ähnlich, durch die Verpflichtung, eine gewisse Anzahl an Spielen auf den Premium-Kanälen der Sender zu übertragen, ist die Reichweitenerwartung der FA höher. Der Vermarktungserlös der FA ist allerdings exzellent, und ein hervorragendes Ergebnis, von denen die Clubs profitieren werden.


Die Spieltage werden mit den Programmplanern von ARD und ZDF abgestimmt. Dabei müssen die sportlichen Planungen - wie etwa die Dauer der Vorbereitung, Anreise, Regeneration zwischen zwei Spielen, Planungen der Gegner - berücksichtigt werden. Die Anstoßzeiten werden wiederum von den Sendern vorgegeben.


In der "Taskforce Zukunft Profifußball" der DFL wurden im Februar 2021 insgesamt 17 Handlungsfelder identifiziert und veröffentlicht. Dazu zählen auch die Themen "Förderung von Frauen im Fußball" und "Förderung von Frauenfußball". Letzteres Thema wird derzeit in einer Arbeitsgruppe aus DFL, DFB und Vereinsvertreter*innen erarbeitet. Es sollen Potenziale und Perspektiven ausgelotet werden, um die Ligen voranzubringen. Ziel ist es, Ansätze zu entwickeln, wie die Vereine der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga künftig unter Berücksichtigung der gewachsenen Strukturen und Systeme durch ein gezieltes Engagement die Professionalität, Attraktivität und Bekanntheit der höchsten Spielklassen im Frauenfußball stärken können. Akteurinnen im Frauenfußball einschließlich Spielerinnen sollen eine zentrale Rolle in dem Prozess spielen.


Der DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen (AFBL) ist ein eigenständiges Gremium für die weitere Entwicklung und Etablierung der beiden höchsten deutschen Frauenfußball-Spielklassen. Er dient der Interessenwahrnehmung der Vereine der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga. Der Ausschuss beschäftigt sich mit allen Themen rund um diese beiden Ligen. Er verfügt über ein Antragsrecht an den DFB-Bundestag, das DFB-Präsidium und den DFB-Vorstand. Ganz entscheidend dabei ist die Möglichkeit, über das eigene Antragsrecht Entschlüsse schneller herbeizuführen und die noch konkretere Mitarbeit bei der systematischen Weiterentwicklung der Ligen. Im Einzelnen sind das etwa die Weiterentwicklung der Zulassungsrichtlinien, die Beratung des DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball bei der Erstellung des Rahmenterminkalenders, der Einbezug in die Marketing- und Medienaktivitäten sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Zuschauergewinnung und Entscheidungen zur strategischen Ausrichtung. Dem Ausschuss gehören ein Vorsitzender (Siegfried Dietrich), drei Vereinsvertreter*innen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, drei Vereinsvertreter*innen der 2. Frauen-Bundesliga, die Spielleiterin der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, die Spielleiterin der 2. Frauen-Bundesliga, eine Vertreterin aus der Zentralverwaltung des DFB, zwei Vertreter*innen der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie in beratender Funktion auch die DFB-Vizepräsidentin an.


Der DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball (AFM) ist zuständig für die Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs und die Förderung von Frauen im Fußball. Das Aufgabenspektrum reicht von Fragen des Spielbetriebs und der Talentförderung über den Ü-Wettbewerb der Frauen bis hin zum Futsal als Wettkampfsport. Der Ausschuss ist zudem für die Leitung der Bundesspiele der Frauen und Juniorinnen inklusive Erarbeitung des Rahmenterminkalenders zuständig. Neben allen Belangen die B-Juniorinnen-Bundesliga sowie den DFB-Pokal der Frauen betreffend, ist der AFM für die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und die 2. Frauen-Bundesliga für die Erteilung oder Entziehung der Zulassung zu den beiden Ligen sowie als Beschwerdeinstanz zuständig. Die Mitglieder des AFM vertreten den Frauen- und Mädchenfußball in weiteren Ausschüssen und Kommissionen des DFB und übernehmen Delegationsaufgaben bei den weiblichen Nationalmannschaften.
Der AFM setzt sich zusammen aus einer Ausschussvorsitzenden (Silke Raml), bis zu 6 Vertreter*innen der Regionalverbände für den Frauenfußball, bis zu 6 Vertreter*innen der Regionalverbände für den Mädchenfußball, je 2 Vertreter*innen der DFL und des AFBL, einer Vertreterin der jungen Generation sowie einem/einer hauptamtlichen DFB-Vertreter*in. Des Weiteren gehört die DFB-Vizepräsidentin als beratendes Mitglied dem AFM an.


Im Zulassungsverfahren wird die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit der Vereine überprüft - ähnlich des Lizenzierungsverfahrens in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Die eingereichten Unterlagen folgen festen Vorgaben, die Prüfung für die Frauen-Bundesligen unterliegt dem DFB. Das Zulassungsverfahren soll einen ordnungsgemäßen Ablauf der Saison im finanziellen und technisch-organisatorischen Bereich (zum Beispiel Stadioninfrastruktur) gewährleisten.

Die Frauen-Mannschaften von Lizenzvereinen werden im Zulassungsverfahren der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga nur im technisch-organisatorischen Bereich geprüft, da die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Klubs bereits über die DFL im Rahmen der Bewerbung zur Bundesliga oder 2. Bundesliga überprüft wird. Dennoch sind die betreffenden Klubs aufgefordert Finanzzahlen speziell in Bezug auf den Frauen-Bereich einzureichen. Diese Informationen bilden unter anderem eine Grundlage für den Saisonreport und ermöglichen, dass der DFB eine Übersicht über die gesamte Liga im wirtschaftlichen Bereich hat.
Der DFB prüft im wirtschaftlichen Verfahren somit ausschließlich Klubs, die keinem Klub, der sich für die Bundesliga oder 2. Bundesliga beworben hat, angehören. Vereine, die sowohl in den Frauen-Bundesligen und der 3. Liga spielen, werden durch den DFB geprüft. Auch hier werden Synergieeffekte genutzt.

Im technisch-organisatorischen Bereich werden sämtliche Klubs durch den DFB geprüft. Die wichtigsten Zulassungskriterien sind beispielsweise: Mindestkapazität Stadien 2.000 Plätze, Meldung einer Ausweichspielstätte mit ausreichend Flutlicht, Trainer*in mit mindestens A-Lizenz in Vollzeit und Hauptamt anzustellen, hauptamtliche Manager*in, zudem ab Saison 2021/2022 Pressesprecher*in fest angestellt mindestens in 50 Prozent.

Ab der Saison 2022/2023 muss jede Hauptspielstätte über eine Flutlichtanlage mit mindestens 800 Lux verfügen. Lediglich für Aufsteiger besteht im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur FLYERALARM Frauen-Bundesliga die Möglichkeit, eine Ausweichspielstätte mit Flutlicht zu melden.


Das Leadership-Programm für Frauen bildete den Auftakt zu einer geplanten Reihe an Leadership-Programmen unter der großen Überschrift "Mehr Vielfalt in Gremien". Da Frauen die größte Zielgruppe innerhalb der im Fußball unterrepräsentierten Gruppen ausmachen, machte das Programm für Frauen in 2016/17 den Anfang.

Das einjährige Entwicklungsprogramm des DFB und der Führungsakademie des DOSB hatte das Ziel, ehrenamtlich tätige Frauen im Fußball für die Übernahme zukünftiger Führungsaufgaben in ihren Gremien zu identifizieren, vorzubereiten, zu motivieren und zu qualifizieren. Ein weiteres Ziel war, geeignete Frauen für Positionen in DFB-Gremien zu gewinnen, um diese beim nächsten (außer)ordentlichen DFB-Bundestag zu berufen.

Inhalte des Programms:

  • Trainingsmodul 1: Führung und Selbstmanagement
  • Trainingsmodul 2: Führung und Kommunikation
  • Trainingsmodul 3: Führung und Veränderungsmanagement

Begleitet wurde das Programm durch ein Mentoring. Mentor*innen waren 24 Frauen und Männer mit Führungserfahrung im Fußball, in anderen Sportverbänden, der Wirtschaft und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, welche die 24 Teilnehmerinnen aus 21 Verbänden während des Programms begleiteten und beratend zur Seite standen.

Ergebnisse des DFB-Programms: 5 Absolventinnen wurden unmittelbar im Anschluss in DFB-Gremien (Ausschüsse, Kommissionen) berufen. Weitere Absolventinnen wurden in Gremien der Landesverbände berufen.
Nach Abschluss des DFB-"Leuchtturm"-Programms wurde das Programm in den Landesverbänden ausgerollt. So kann eine höhere Reichweite erzielt werden und mehr Frauen angesprochen, qualifiziert und für (Führungs-) Positionen im Fußball gewonnen werden. Der DFB unterstützt die Landesverbands-Programme über den DFB-Masterplan Amateurfußball mit einem finanziellen Zuschuss.

Die Resonanz auf die Programme in den Landesverbänden war überwiegend sehr gut (z.B. Hessen mit 88 Bewerberinnen für das HFV-Programm).

Weitere Programme für weitere Zielgruppen sollen folgen, u.a. startet am 01.06.2021 die Bewerbungsphase für das Leadership Programm für Menschen mit familiärer Migrationsgeschichte, welches im Oktober 2021 beginnt.


Rund ein Drittel der hauptamtlichen DFB-Mitarbeiterschaft ist weiblich (31 %). Der Frauenanteil bei Führungspositionen liegt bei rund 25 % (Abteilungsleiterinnen rund 19%, Teamleiterinnen rund 32%, Direktorinnen 33%).

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die insbesondere auf die Themen Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Diversität beim DFB ausgerichtet sind.

Beispiele:

  • Vereinbarung von Familie und Beruf: Der DFB ermöglicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch sehr flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitangebote und Elternzeitmodelle. Außerdem können die Mitarbeiter*innen Sabbaticals in Anspruch nehmen.
  • Angebote Familienservice: Durch die Kooperation mit dem externen Partner pme Familienservice haben die Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, professionelle Unterstützung in allen Lebenslagen zu erhalten. Das Unternehmen bietet beispielsweise Unterstützung bei der geeigneten Kinderbetreuung, Lebenslagen-Coaching oder Familienberatung an.
  • Diversität: Die Personalabteilung - die im Übrigen von einer Abteilungsleiterin geführt wird - fördert beim Auswahlprozess zu Stellenbesetzungen ähnlich qualifizierte weibliche Bewerberinnen maßgeblich - bei der Besetzung der Stellen soll darüber hinaus die Diversität der Teams bestmöglich gewährleistet werden.

Auch im Gleichstellungsplan, der derzeit erarbeitet wird, spielt Diversität im Hauptamt eine wichtige Rolle.


Im Projekt "Frauen im Fußball" werden konkreten Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen erarbeitet, um beispielsweise den Frauenanteil auf allen Ebenen, in allen ehrenamtlichen Gremien und im Hauptamt zu erhöhen. Mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen ist ein Thema, das nicht nur ehrenamtliche Strukturen betrifft, sondern alle Bereiche des Sports, von den Trainer*innen über die Schiedsrichter*innen, Managementpositionen und bis hin zu Funktionär*innen und das von der Basis bis an die Spitze.

Beim DFB sind die mittleren und oberen Führungsebenen im Hauptamt schon zu 30 Prozent weiblich besetzt. Ziel ist es die Vielfalt und insbesondere den Frauenanteil auch in den Gremien signifikant zu erhöhen. Diese Veränderungen benötigen Zeit, denn weitreichende Entscheidungen müssen durch die satzungsgemäßen Gremien wie dem DFB-Präsidium oder dem DFB-Bundestag verabschiedet werden.

Auch zu den Themen gendergerechte und diskriminierungsfreie Sprache sowie Sexismus und Diskriminierung gibt es bereits konkrete Maßnahmen:

  • Strategie Frauen im Fußball 2027: Ausrichtung der Strategie 2027 nicht nur auf Frauenfußball, sondern mit starkem Fokus auf "Frauen im Fußball".
  • Gleichstellungsplan: Erarbeitung eines DFB-Gleichstellungsplans für das Haupt- und Ehrenamt. Dieser soll beim nächsten Bundestag 2022 eingebracht und verabschiedet werden. Voraussetzung ist die Zustimmung des DFB-Präsidiums, weiterer DFB-Gremien sowie der Konferenz der Präsidenten und Geschäftsführer*innen der Landesverbände. Teilweise werden Regelungen dann erst nach dem darauffolgenden Bundestag 2025 in Kraft treten.
  • Leadership-Programme:
  1. Frauen hin zum Weg in verantwortungsvolle Positionen zu begleiten, auch im Fußball - auch das gilt für alle Bereiche. Finanzielle und konzeptionelle Unterstützung der Landesverbände bei der Durchführung von Leadership-Programmen für Frauen im Fußball, um Frauen in verantwortungsvolle Positionen zu begleiten.
  2. Durchführung eines DFB-Leadership-Programms für Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte - Ziel paritätische Besetzung m/w. (Ausschreibung für Teilnehmer*innen Start 01.06.2021, Programmbeginn Oktober 2021)
  • Leadership-Festival: Event mit dem Schwerpunkt "Frauen im Fußball" / DFB-Akademie (aufgrund Corona verschoben)
  • Stipendien "Management Profifußball": Für das Zertifikatsprogramm "Management im Profifußball" bieten der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die DFL Deutsche Fußball Liga erstmals zwei Stipendien explizit für Teilnehmerinnen an. 
  • strong>Trainerinnenausbildung für Nationalspielerinnen: Der DFB bietet einen speziellen Trainerinnenlehrgang für aktuelle Nationalspielerinnen an, um frühzeitig eine Karriere nach der Karriere zu fördern und das Know-How der Spielerinnen nachhaltig im Fußball zu halten.
  • Eine geschlechtergerechte, diskriminierungsfreie Sprache: Der DFB hat Leitfäden zur geschlechtergerechten und rassismuskritischen Sprache angenommen und setzt diese um. Ein umfassender Leitfaden zu diskriminierungsfreier Sprache, alle Vielfaltsdimensionen umfassend, ist in Arbeit und wird in 2021 veröffentlicht und allen Stakeholdern zur Verfügung gestellt.
  • Sexismus und Diskriminierung: Der DFB hat in allen 21 Landesverbänden die Einrichtung einer Anlaufstelle für Gewalt und Diskriminierungsvorfälle seit 2019 verpflichtend gemacht. Alle verfügen mittlerweile über eine derartige Anlaufstelle. Der DFB führt regelmäßige Weiterbildungen für diese durch. Im Juni 2021 ist ein Fachaustausch zu Sexismus geplant.
    Der DFB hat eine zentrale Anlaufstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt eingerichtet.
  • DFB-Allstars/Club der Nationalspieler*innen: Der DFB bindet aktive und ehemalige Nationalspielerinnen mit deren Erfahrungen und Know-How in Aktivitäten und Events des DFB, der Landesverbände und Clubs ein (z.B. Botschafter*innen, Trainer*innen, Teammanager*innen, Scouts) und vernetzt sie. Übrigens auch mit den ehemaligen Nationalspielern.

Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen haben sich verändert und verändern sich weiter. Über Pilotprojekte sollen neue Spiel- und Wettkampfangebote getestet werden, die auf die geänderten Bedürfnisse der Spieler*innen eingehen und die Zielgruppe (wieder besser) erreichen.

Viele Maßnahmen des DFB und der Landesverbände sind für den gesamten Fußball ausgelegt und damit auch für Frauen und Mädchen. Darüber hinaus erarbeitet die Abteilung Basisberatung und -entwicklung derzeit eine Teilstrategie weiblicher Amateurfußball als Ableitung aus der Gesamtstrategie des Projekts "Frauen im Fußball" mit den Schwerpunkten in den Handlungsfeldern "Verband", "Verein" und "Spiel- und Wettkampfangebote". Der Ausschuss Frauen und Mädchenfußball (AFM) ist in die Erarbeitung eingebunden.

Aktuell durchgeführte Maßnahmen zur Gewinnung von Spielerinnen:

  • Tag des Mädchenfußballs in allen 21 Landesverbänden
  • Gemeinsam am Ball: Kooperationen von Schulen/Kitas und Vereinen

DFB-Programme aus dem Bereich Basisarbeit zur Gewinnung und Qualifizierung von Trainerinnen, die in den Landesverbänden umgesetzt werden:

  • Junior Coach GIRLS ONLY als Einstieg mit dem Ziel, Absolventinnen für die C-Lizenz-Ausbildung zu motivieren
  • 20.000 plus: Qualifizierungsmaßnahme für Grundschullehrer*innen

Die sportspezifische Strategie des DFB für Frauen im Fußball. Mit Veränderungen in fünf Bereichen (Trainer*innen, Wettbewerbe, Förderstrukturen, Nationalmannschaften, Datengestützte Fußballentwicklung) wollen wir den deutschen Frauenfußball zurück an die Weltspitze bringen und dort dauerhaft etablieren. Unsere konkreten Ziele dabei?

  • Den Talentpool besser ausschöpfen, indem wir möglichst alle Talente sichten, identifizieren und bestmöglich altersgerecht fördern und entwickeln
  • Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga zur besten Frauen-Liga der Welt entwickeln und unsere 2. Bundesliga gezielt als Talente-Liga weiterentwickeln
  • Mit der Frauen-Nationalmannschaft den 3. Stern holen – und viele weitere!
  • Den Anteil von Trainerinnen auf allen Ausbildungsstufen (C-Lizenz bis Fußballlehrer) signifikant erhöhen