DER DFB
SPOBIS 2026: DFB diskutiert Zukunftsthemen des deutschen Fußballs

Mit rund 5000 Besucher*innen aus mehr als 50 Nationen sowie über 200 hochkarätigen Speaker*innen aus den Bereichen Sport, Medien, Politik und Wirtschaft hat die SPOBIS Conference in dieser Woche einmal mehr gezeigt, warum sie als größtes Sportbusiness-Event Europas gilt. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) war im Congress Center Hamburg unter anderem mit Präsident Bernd Neuendorf sowie Generalsekretär Dr. Holger Blask prominent vertreten. DFB.de gibt einen Überblick über die vergangenen Tage.
Am ersten Konferenztag sprach Blask in Rahmen eines 1:1-Talks mit dem Geschäftsführer der SPOBIS GmbH, Marco Klewenhagen, zum Thema "Strategie, Struktur, Marke: Wie sich der DFB neu erfunden hat – und was das für die Zukunft bedeutet". Dabei ging es unter anderem um Blasks neue Rolle als DFB-Generalsekretär – und darum, welche strategischen Themen den DFB im Jahr 2026 besonders beschäftigen. Neben den Ausschreibungen im DFB-Pokal der Männer und Frauen sowie dem Blick auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko rückte dabei auch die Zukunft der Google Pixel Frauen-Bundesliga in den Fokus.
DFB unterstützt deutsche Olympiabewerbung
Auch in der Gesprächsrunde "Unlocking the Next Stage of Growth in Women’s Football" mit Florian Wittmann, Direktor Strategie & Entwicklung des DFB, und Andrea Koenig, Vize-President der französischen Ligue Féminine de Football Professionnel, standen die Entwicklungen im deutschen Frauenfußball im Mittelpunkt.
In einem weiteren Panel diskutierte DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit dem Innen- und Sportsenator Hamburgs Andy Grote sowie dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Otto Fricke, über die Frage "Top-Sportnation Deutschland? Was Politik und Sport jetzt klären müssen". Dabei ging es unter anderem um die Themen Sportstättensanierung, Sportförderung, die in drei Jahren in Deutschland anstehende Frauen-EM sowie eine mögliche deutsche Olympiabewerbung.
"Wir werden bei der Frauen-Europameisterschaft 2029 erstmals zeigen, dass ein solches Turnier profitabel sein kann. Darüber hinaus werden wir wie bei der Männer-EM 2024 Menschen in einem bunten Fest zusammenbringen und das Bild Deutschlands in der Welt prägen. Das wünsche ich mir auch für Olympische Spiele in Deutschland", betonte Neuendorf und fügte hinzu: "Der DFB unterstützt die deutsche Bewerbung."
Paneltalk zur Zukunft des deutschen Fußballs
Im Paneltalk zum Thema "Strukturen, Finanzen, Talente: Wie bleibt der deutsche Fußball wettbewerbsfähig?", an dem neben DFB-Geschäftsführer Sport Andreas Rettig auch DFL-Geschäftsführer Marc Lenz (DFL), Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) sowie der Weltmeister von 2014, Sami Khedira, teilnahmen, gab Rettig einen Einblick in die Arbeit der gemeinsamen Expertengruppe zur sportlichen Zukunft des deutschen Fußballs.
"DFB und DFL arbeiten hier im Sinne der Entwicklung des Fußballs im Nachwuchsbereich hervorragend zusammen. Wir beim DFB schauen vielleicht mehr durch die Adler-, die DFL eher durch die Klubbrille, aber immer mit dem ganzheitlichen Blick auf die Zukunft unseres Fußballs. Es geht um mehr Spielzeit für unsere deutschen Talente. Wir arbeiten zum Beispiel gemeinschaftlich an kreativen Anreizen für Trainer, nicht nur die eigene Karriere, sondern die individuelle Weiterentwicklung ihrer Spieler im Nachwuchsbereich in den Fokus zu stellen. Wir müssen unsere Ausbildung weiter verbessern und das ist eine gemeinschaftliche Aufgabe", sagte Rettig.
PROMATEUR und Heim-EM
Darüber hinaus wurde auf der SPOBIS auch das Aspekt "Gamification als Daten- und Wachstumstreiber im Amateurfußball" anhand der Masterclass zur Manager-App "PROMATEUR" thematisiert. Mit PROMATEUR, dem ersten offiziellen Managerspiel für den Amateurfußball, setzt der DFB einen weiteren Meilenstein in seiner digitalen Strategie und schafft eine neue Bühne für den Amateurfußball.
In einer weiteren Masterclass mit Hauptpartner Volkswagen gab die Fachabteilung Amateurfußball indes spannende Einblicke, welche Chancen und Herausforderungen die Heim-EM 2029 für den Frauen- und Mädchenfußball mit sich bringt. Im Rahmen einer Talkrunde diskutierten die deutsche Nationalspielerin Sophia Kleinherne vom VfL Wolfsburg, Mark Schober (Vorstandsvorsitzender Deutscher Handballbund), Jürgen Eißmann und Patrick Kisko (beide DFB EURO GmbH) sowie Josephine Finck (Volkswagen AG) unter anderem über Erfolgsfaktoren großer Sportevents sowie die zentrale Rolle des Ehrenamts im Fußball.
Patrick Kisko betont: "UEFA und DFB verfolgen das gemeinsame Ziel, dass die WEURO 2029 weit über das Turnier hinaus wirkt – strukturell, gesellschaftlich und sportlich. Gerade der Amateurfußball bietet hier enormes Potenzial."
Kategorien: DER DFB
Autor: dfb

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