DFB-Pokal der Junioren

Nach Verlängerung: Wolfsburg folgt Stuttgart ins Finale

22.03.2026
Erstmals seit 2007: VfL-Junioren ziehen ins Pokalfinale ein Foto: IMAGO

Die U 19 des VfL Wolfsburg steht erst zum zweiten Mal nach 2007 im Endspiel um den DFB-Pokal der Junioren. Das Team von Trainer Niklas Bräuer behielt in einem äußerst spannenden Halbfinale erst nach Verlängerung 3:2 (2:2, 1:1) gegen den aktuellen Deutschen Meister 1. FC Köln die Oberhand.

Vor 1981 Zuschauer*innen im AOK Stadion brachte Karlo Simic (9.) den VfL schon früh in Führung, die Arian Römers (10.) jedoch postwendend für den FC ausglich. Nach der Pause drehte David Fürst (58.) die Partie für die Kölner, bevor Karlo Simic (83.) mit seinem zweiten Treffer in der Partie für die Verlängerung sorgte. Dort sorgte ein Eigentor des Kölners Leo Isufi (105.) für die Entscheidung. Wegen einer Notbremse sah FC-Defensivspieler Kristiyan Irmiev in den Schlussminuten noch die Rote Karte (120.). Auf das Ergebnis hatte der Platzverweis aber keinen Einfluss mehr.

Damit treffen die Wölfe, die noch auf ihren ersten Pokalsieg im Juniorenbereich warten, im Finale am Freitag, 22. Mai, im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion auf den viermaligen Titelträger VfB Stuttgart. Die Schwaben hatten sich bereits am Samstag im ersten Halbfinale beim VfL Bochum 2:1 (2:0) durchgesetzt und stehen zum sechsten Mal im Endspiel.

Zwei Tore in nur 85 Sekunden

Zwischen den Nachwuchsteams des VfL Wolfsburg und des 1. FC Köln entwickelte sich schon früh ein intensives Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste. In Führung gingen jedoch die Wolfsburger. Nach einem Distanzschuss von Trevor Benedict, den FC-Torhüter Timo Schmitz nur abklatschen konnte, war der kroatische U 19-Nationalspieler Karlo Simic (9.) erstmals zur Stelle.

Die Freude über den Führungstreffer währte jedoch nicht lange. Gerade einmal 85 Sekunden später fanden die Gäste die schnelle Antwort. Jason Ponente Ramirez flankte den Ball hoch in Strafraum, wo sich Arian Römers (10.) hochschraubte und per Kopf zum 1:1 ausglich.

Danach waren Gastgeber wieder am Drücker. Einen weiteren Abschluss von Karlo Simic konnte die FC-Defensive zunächst blocken, dann schlug Luis Stapelmann den Ball aus der Gefahrenzone. Nach den turbulenten ersten 15 Minuten beruhigte sich das Geschehen auf dem Spielfeld ein wenig. Bis zur Pause blieb es beim 1:1.

Fürst legt vor - Simic kontert

Im zweiten Spielabschnitt kam der Deutsche Meister aus Köln besser aus der Kabine. So landete der Ball nach einem weiten Einwurf bei Alessandro Puzzo, der aus zentraler Position und 18 Metern abzog. VfL-Torwart Kyrylo Khadesevych tauchte ab und parierte mit den Fingerspitzen. Bei der nächsten Aktion wurden die Kölner dann für ihren Aufwand belohnt: Das 1:2 (58.) fiel nach einer starken Einzelaktion von David Fürst, der sich von der rechten Seite in den VfL-Strafraum dribbelte und mit seinem starken linken Fuß den Ball ins kurze Eck in den Winkel beförderte.

Auch in der Folgezeit blieben die Kölner gefährlich und hätten ihren Vorsprung durch Benjamin Ley, der sich im Strafraum durchgesetzt hatte und aus neun Metern an VfL-Keeper Kyrylo Khadesevych scheiterte, durchaus ausbauen können. Stattdessen schlugen die Wolfsburger zu. Nach einem Eckball bekam der FC den Ball nicht geklärt und Karlo Simic (83.) nutzte die Verwirrung, erzielte per Kopf den erneuten Ausgleich.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit erhöhten die Wölfe den Druck und hätten nach einem Kopfball von Elia Dittrich schon fast den Siegtreffer erzielt. FC-Torhüter Timo Schmitz lenkte den Ball jedoch mit einem Super-Reflex an die Unterkante der Latte und rettete sein Team in die Verlängerung.

Isufis Eigentor entscheidet

In der Verlängerung nahm der VfL den Schwung mit und war zunächst das aktivere Team. Das sollte sich auszahlen. Kurz vor dem erneuten Seitenwechsel flankte Doppelpacker Karlo Simic den Ball von der Außenlinie scharf in den FC-Strafraum, wo der eingewechselte Leo Isufi (105.) die Kugel unglücklich ins eigene Tor beförderte.

Die Gäste versuchten alles, um erneut zum Ausgleich zu kommen. Bei der besten Möglichkeit schoss Luis Stapelmann aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei. In der Schlussphase wurden die Kölner, die alles nach vorne geworfen hatten, dann ausgekontert. Kristiyan Irmiev wusste sich nur noch durch ein Foul zu helfen und sah wegen dieser Notbremse die Rote Karte (120.). Es blieb beim knappen Wolfsburger Erfolg und beim umjubelten Finaleinzug der Niedersachsen.

Kategorien: DFB-Pokal der Junioren

Autor: mspw