DFB-Pokal der Junioren

2:1 in Bochum: VfB Stuttgart zieht ins Endspiel ein

21.03.2026
Fußball DFB-Pokal  A-Junioren Halbfinale: VfL Bochum U19 - VfB Stuttgart U19 am 21.03.2026 auf dem LA-Platz am Vonovia StadionTorjubel zum 0:2 durch Neno Zezelj ( VfB Stuttgart U19 )Foto: Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services
Erhöht kurz vor der Pause auf 2:0: Neno Zezelj Foto: imago

Die U 19 des VfB Stuttgart steht im Endspiel um den DFB-Pokal der Junioren. Das Team von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Tobias Rathgeb behauptete sich im Halbfinale 2:1 (2:0) beim VfL Bochum. Die Schwaben stehen somit zum sechsten Mal nach 1997, 2001, 2002, 2019 und 2022 im Finale. Bislang konnte sich der VfB den Titel viermal sichern.

Vor 1065 Zuschauer*innen am Leichtathletikplatz am Vonovia Ruhrstadion brachte Enis Redzepi (36.) den VfB wenige Wochen nach dem Aufeinandertreffen in der Gruppe D der Hauptrunde in der Liga A der U19 DFB-Nachwuchsliga, bei dem die Bochumer 2:0 die Nase vorne behalten hatten, in Führung. Neno Zezelj (45.+1) legte noch vor der Pause nach. Luis Pick (62.) brachte die Gastgeber noch einmal heran. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Der VfL Bochum muss damit weiterhin auf die erste Endspielteilnahme seit dem Pokalsieg 1989 warten.

Pick trifft für Bochum Pfosten

Zwischen dem VfL Bochum und dem VfB Stuttgart entwickelte sich schon früh ein intensives Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste. Stuttgarts Enis Redzepi schoss aus der Drehung knapp vorbei. Wenige Augenblicke später setzte Redzepi seinen Versuch nach einem Aufsetzer über das Tor. Für die bis dahin beste Möglichkeit sorgten aber die Bochumer: Nach einem Einwurf von U 19-Nationalspieler Kacper Koscierski, der in dieser Saison auch schon acht Einsätze für die Profis in der 2. Bundesliga absolviert hat, landete der Ball bei Luis Pick. Aus der Drehung traf der Mittelstürmer den Innenpfosten. Der Abpraller landete bei Stuttgarts U 19-Nationaltorhüter Florian Hellstern, der sonst in der 3. Liga für die U 21 des VfB zwischen den Pfosten steht.

Stattdessen ging der VfB Stuttgart in Führung. Nach einem zunächst abgewehrten Freistoß brachte Massimo Di Benedetto den Ball mit einer erneuten Hereingabe ins Zentrum. Dort nahm Enis Redzepi (36.) den Ball sehenswert an, ehe er den Ball unhaltbar zum 0:1 im oberen Eck platzierte. Die Gäste legten noch vor der Pause nach: Nach einem Konter über die linke Seite steckte Tuncay Durna den Ball mit einem Lupfer zu Neno Zezelj (45.+1) durch, der zum 0:2-Halbzeitstand traf.

Rote Karte in der Nachspielzeit

Für den zweiten Durchgang nahm VfL-Trainer David Siebers einen Doppelwechsel vor: Amos Gerth und Lasse Isbruch kamen für Joel Gezer und Elia-Giona Salamone in die Begegnung. Beide Teams agierten weiterhin auf Augenhöhe, ehe der VfL mit einer Druckphase auf den Anschlusstreffer drängte. Kacper Koscierski war mit seinem Antritt auf der rechten Seite nicht zu halten. Sein Abschluss ging am langen Pfosten vorbei. Kurz darauf kamen die Bochumer aber doch bis auf ein Tor heran. Nach einem Kopfballduell reagierte Luis Pick (62.) schneller als sein Gegenspieler und brachte den Ball im Eins-gegen-Eins zum 1:2 an VfB-Schlussmann Florian Hellstern vorbei.

Fast wäre es dem VfB Stuttgart gelungen, schon kurz darauf wieder für den vorherigen Abstand zu sorgen. Tuncay Durna zog an der Strafraumgrenze von der linken Seite nach innen. Aus zentraler Position ging sein Schuss knapp am Tor vorbei. Für die Schlussphase erhöhte der VfL Bochum noch einmal das Risiko. Den Stuttgartern gelang es zunächst nicht, einen Eckball entscheidend zu klären. Die Schüsse von VfL-Kapitän Daryl Tschoumy Nana, sowie der eingewechselten Jaden Kibbe und Lasse Isbruch konnte die VfB-Defensive im letzten Moment aber noch blocken. In der Nachspielzeit handelte sich Bochums Einwechselspieler Ole Van Eck wegen einer Notbremse noch die Rote Karte ein (90.+5). Es blieb bis zum Schluss beim knappen Stuttgarter Erfolg.

Wolfsburg erwartet Meister Köln

Im zweiten Halbfinale trifft der VfL Wolfsburg, der als einziges der vier verbliebenen Teams bereits in der Vorsaison den Sprung unter die besten vier Mannschaften geschafft hatte, am Sonntag (ab 11 Uhr) auf den aktuellen Deutschen A-Junioren-Meister 1. FC Köln. Auch diese Partie wird live und exklusiv auf Sky übertragen.

Das Finale steigt am Freitag, 22. Mai, dem Vorabend des DFB-Pokalendspiels der Männer, und wird im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion ausgetragen.

Kategorien: DFB-Pokal der Junioren

Autor: mspw