DFB-Bundestag
DFB-Präsidium beschließt Bundestag und reicht "Kompassmodell" ein

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat im Rahmen seiner heutigen Sitzung die Einberufung eines Außerordentlichen DFB-Bundestages für den 18. Dezember 2026 beschlossen. Die 257 stimmberechtigten Delegierten sollen dann in Frankfurt am Main über eine mögliche Neuordnung der 4. Spielklassenebene und eine veränderte Aufstiegsregelung zur 3. Liga abstimmen.
Das DFB-Präsidium hat sich in diesem Zuge darauf verständigt, den Antrag auf Einführung des sogenannten "Kompassmodells" zu stellen. Dieses Modell beinhaltet eine Reduzierung der Regionalliga von fünf auf vier Staffeln, aus denen alle Meister direkt aufsteigen. Die Regionalliga würde 80 Mannschaften umfassen (derzeit 90).
Die Verteilung der qualifizierten Klubs auf die vier Staffeln würde anhand der geringsten Reisestrecken vorgenommen, nicht mehr aufgrund der Zugehörigkeit zu einem Regional- oder Landesverband. Gesonderte Regelungen können getroffen werden, sollten einer der Staffeln mehr als sieben zweite Mannschaften von Lizenzvereinen angehören. Auch andere Härtefälle wie der Erhalt von Derbys aufgrund räumlicher Nähe sind bei der Staffeleinteilung zu prüfen.
"Vier Meister, vier direkte Aufsteiger"
DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: "Das Kompassmodell hat in einer bundesweiten Vereinsbefragung im Sommer eine Mehrheit erzielt. Dem wollen wir mit unserem Antrag Rechnung tragen. Vier Meister, vier direkte Aufsteiger: Dieses klare Prinzip schafft endlich Verlässlichkeit. Zugleich wollen wir die Rahmenbedingungen für die Vereine nachhaltig verbessern und die Talentförderung durch die Leistungsverdichtung stärken. Die Entscheidung liegt nun beim Außerordentlichen Bundestag. Wir werden den Delegierten und Vereinen unseren Antrag in den kommenden Wochen umfassend erläutern."
Im Falle der Zustimmung durch den Außerordentlichen DFB-Bundestag wäre die Saison 2028/2029 die erste in der neuen Struktur. Die Spielzeit 2027/2028 würde als Qualifikationssaison dienen. Neben den vier Absteigern aus der 3. Liga würden sich jeweils 14 Teams aus den bisherigen Staffeln Bayern und Nordost, 15 Mannschaften aus dem Norden, 16 aus dem Westen und 17 aus der Südwest-Staffel für die viergleisige Regionalliga qualifizieren. Auf- und Abstieg wären auf der 4. Spielklassenebene künftig einheitlich geregelt. Die vier Meister würden alle direkt aufsteigen, in jeder Staffel gäbe es vier feste Absteiger.
DFB wäre Träger der 4. Liga ab 2028/2029
Ein weiterer Antrag des DFB-Präsidiums sieht vor, dass die Verantwortlichkeit als Träger der 4. Spielklassenebene in der neuen Struktur auf den DFB übergehen würde. Verbunden wäre dies mit einer einheitlichen Organisation, einer zentralen Vermarktung und einheitlichen Zulassungsvoraussetzungen für alle Staffeln.
Die Neuordnung würde zudem mit einer Anpassung der finanziellen Förderung einhergehen. Neben den bestehenden Zahlungen aus dem Grundlagenvertrag soll jeder Regionalverband zusätzlich Zuwendungen in Höhe von jeweils mindestens 500.000 Euro jährlich erhalten. Den Klubs, die mit ihrer ersten Mannschaft in der Regionalliga spielen, garantiert der DFB mindestens 40.000 Euro pro Jahr. Darüber hinausgehende Erlöse aus der dann zentralen Vermarktung der 4. Liga würden zu 90 Prozent an die Klubs ausgeschüttet werden.
FAQ: Das ist das "Kompassmodell"
Kategorien: DFB-Bundestag, DER DFB, DFB-Präsidium
Autor: jb

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FAQ: Das bedeutet das "Kompassmodell"
Beim DFB-Bundestag soll eine Lösung für die Aufstiegsregelung in der Regionalliga beschlossen werden. Das DFB-Präsidium hat das "Kompassmodell" zur Abstimmung eingereicht. Was genau sich dahinter verbirgt, beantwortet DFB.de im FAQ.