WM 2026
WM 1986: Finaldrama gegen Maradona und Argentinien

Am 11. Juni beginnt die FIFA Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Deutschland nimmt zum bereits 21. Mal an einer WM-Endrunde teil. In einer Serie blickt DFB.de auf die deutsche WM-Geschichte zurück, von Turnier zu Turnier. Heute: die elfte Teilnahme bei der WM 1986 in Mexiko.
Franz Beckenbauer hatte Bundestrainer Jupp Derwall 1984 abgelöst und führte eine spielerisch limitierte Mannschaft nach Mexiko. Dass der Teamchef mit Fußballarbeitern wie Ditmar Jakobs, Norbert Eder und dem altbewährten Karlheinz Förster das Finale erreichte, war eine Sensation. Mexiko nährte die Legende von der Turniermannschaft Deutschland. In der Vorrunde gab es viel Ärger, einen Torwartkrieg und nur einen Sieg. Nach dem 0:2 gegen die Dänen setzte es Spott von deren Trainer Sepp Piontek: "Ist das alles, was der deutsche Fußball zu bieten hat?" Aber die Deutschen kamen weiter - wie immer.
Ein Freistoß von Lothar Matthäus in letzter Minute reichte gegen Marokko, gegen Mexiko (0:0 n.V.) trafen sie nur vom Elfmeterpunkt. Toni Schumacher hielt zwei Schüsse, und wieder standen sie im Halbfinale. Frankreich erhielt die Chance zur Revanche für die Halbfinalniederlage 1982 und nutzte sie nicht - auch im besten Spiel half ein Standard (Freistoß von Andreas Brehme). Im Finale gegen Argentinien schien nach einer Stunde beim 0:2 schon alles verloren, doch nach zwei Ecken gich Deutschland zum 2:2 aus - Karl-Heinz Rummenigge traf auch bei seiner letzten WM, Joker Rudi Völler bei seiner ersten. Dann reichte Weltstar Diego Maradona, von Matthäus ansonsten neutralisiert, ein genialer Moment. Seinen Traumpass nahm Jorge Burruchaga auf, und Toni Schumacher war erneut geschlagen, Argentinien war der würdige Weltmeister. Diesmal feierte Deutschland den zweiten Platz.
Wer schoss die deutschen Tore?
Völler (3), Klaus Allofs (2), Brehme, Matthäus, Rummenigge (je 1).
Wieviel eingesetzte Spieler?
18.
Fakten
Mit der fünften Finalteilnahme überholte Deutschland Italien und stellte einen WM-Rekord auf.
Thomas Berthold wurde als dritter Deutscher der WM-Geschichte vom Platz gestellt - im Viertelfinale gegen Mexiko.
Torwart Uli Stein wurde als zweiter Deutscher der WM-Geschichte vorzeitig nach Hause geschickt.
Kurioses
Den Ausgang des Auftaktspiels gegen Uruguay erfuhren 23,5 Millionen deutsche TV-Zuschauer nur mit Verspätung. Wie schon mehrmals während der Partie brach die Übertragung kurz nach dem Ausgleich völlig ab. Grund: ein Gewitter über Queretaro.
Zitat
"Toni, halt den Ball - nein!" (ZDF-Reporter Rolf Kramer vor Jorge Burruchagas Siegtor im Finale)
Kategorien: WM 2026, Männer-Nationalmannschaft, Weltmeisterschaft
Autor: um

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