DFB-Pokal

VfB entthront: FC Bayern gewinnt zum 21. Mal den DFB-Pokal

23.05.2026
Erster Pokalgewinn seit 2020: FC Bayern besiegt Titelverteidiger VfB Stuttgart in Berlin Foto: Getty Images

Rekordsieger FC Bayern München hat das 83. DFB-Pokalfinale der Männer mit 3:0 (0:0) gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart gewonnen und sich zum 21. Mal den Titel gesichert. Damit holten die Müchner erstmals seit 2020 wieder den DFB-Pokal und können nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft das "Double" in dieser Saison feiern. Harry Kane schnürte in der zweiten Halbzeit einen Hattrick (55./80./90.+2) und entschied somit das Spiel.

Im mit 74.036 Zuschauer*innen ausverkauften Berliner Olympiastadion fand der VfB Stuttgart den besseren Start ins Spiel. Der FC Bayern hatte zu Beginn zwar mehr Ballbesitz, behielt diesen aber selten lange in der Stuttgarter Hälfte. Der VfB dagegen konnte sich immer wieder vor das bayrische Gehäuse spielen. Demnach hatten die Schwaben auch die erste Chance: Deniz Undav steckte im Strafraum auf Maximilian Mittelstädt durch, der aus spitzem Winkel das Außennetz traf (9.). 

VfB beginnt aktiver

Mittelstädt hatte direkt auch die nächste Möglichkeit aus etwa 20 Metern, FCB-Keeper Jonas Urbig, Ersatz für den angeschlagenen Manuel Neuer, tauchte jedoch ab und parierte den Schuss auf das rechte, untere Eck (17.). Der Deutsche Meister näherte sich zum ersten Mal in der 22. Minute dem VfB-Tor an. Weil Alexander Nübel an einer Flanke vorbeiflog, bekam Kane den Ball etwas unverhofft an die Schulter, von wo der Ball über die Latte flog. Fünf Minuten später wurde Chris Führich steil geschickt, musste im Laufduell jedoch abbrechen, schlug einen Haken und schloss aus über 20 Metern ab. Den Schuss konnte Urbig jedoch sicher fangen. Den ersten richtigen Torschuss verbuchte der Rekordpokalsieger durch Luis Diaz, der nach einer halben Stunde Nübel prüfte.

Dann war wieder der VfB dran: Mittelstädt zog einen Eckball auf den zweiten Pfosten, Urbig faustete den schwierigen Ball jedoch aus der Gefahrenzone (35.). Auf der Gegenseite suchte Josip Stanisic aus der Distanz den Abschluss (36.). Vor der Pause kam der FC Bayern noch einmal vor das Stuttgarter Tor. Joshua Kimmichs Freistoß aus dem Halbfeld erreichte Kane, im Verbund verhinderte die VfB-Defensive aber den Abschluss des Stürmers (42.).

Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Teams, um wieder ins Spieltempo zu finden. Doch mit der ersten guten Gelegenheit der zweiten Hälfte gingen die Münchner in Führung. Kimmich führte einen Freistoß schnell auf die rechte Seite zu Michael Olise aus, dessen Flanke in den Strafraum Kane fand. Aus kurzer Distanz köpfte der Engländer zum 1:0 ein (55.). Im Anschluss hatte der Deutsche Meister gleich die nächste Chance, als Luis Diaz' Schlenzer zunächst von Nübel gehalten wurde, Konrad Laimer aus fünf Metern aber den Nachschuss über das Tor setzte (61.). 

Kane trifft und trifft

Nach der Führung dominierten die Münchner die Partie und verwalteten den Ball in den eigenen Reihen. Die Schwaben bekamen kaum noch Zugriff und setzten die bayrische Defensive deshalb nur noch selten unter Druck, um sich den Ausgleich zu erarbeiten. Der Titelverteidiger versuchte durch Wechsel noch mal offensiven Schwung in das Duell zu bringen, doch konnte der Rekordpokalsieger stets dagegenhalten.

Die vorzeitige Entscheidung brachte erneut Kane. Der FC Bayern kesselte den VfB in deren Strafraum ein, die den ersten Angriffsversuch noch abwehren konnten. Doch Kane wurde mit dem Rücken zum Tor wieder zentral angespielt, dreht sich um die eigene Achse und versenkte das Leder im unteren Eck (80.). Danach schnellte Olises abgefälschter Schuss nur knapp am rechten Pfosten vorbei (89.). In der Nachspielzeit bekamen die Münchner dann noch einen Handelfmeter zugesprochen, Angelo Stiller hatte eine Olise-Flanke an den Arm bekommen. Kane verwandelte den Strafstoß sicher im rechten Eck (90.+2).

Kategorien: DFB-Pokal

Autor: sid/fz