3. Liga
TSV 1860 gegen RWE: Frühere Deutsche Meister im Verfolgerduell

Traditionsduell zum Rückrundenstart in der 3. Liga: Mit dem TSV 1860 München und Rot-Weiss Essen stehen sich am Samstag (ab 14 Uhr, live bei MagentaSport) nicht nur zwei ehemalige Deutsche Meister und frühere Bundesligisten, sondern auch zwei aktuelle Anwärter auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga gegenüber. DFB.de mit den wichtigsten Fakten zum Topspiel.
Die Ausgangslage: Der TSV 1860 München und Rot-Weiss Essen wollen bis zum Saisonende noch ein gehöriges Wort im Rennen um die vorderen Plätze mitreden. Als erfolgreichstes Team im Kalenderjahr 2025 (73 Punkte aus 38 Begegnungen) mischt RWE auch in der aktuellen Tabelle oben mit. Für die viertplatzierten Essener beträgt der Rückstand auf Herbstmeister FC Energie Cottbus lediglich zwei Zähler. Die "Löwen" belegen derzeit zwar "nur" Rang acht. Von Rot-Weiss Essen ist der TSV 1860 aber auch nur vier Punkte entfernt. Zur Spitze fehlen somit 19 Runden vor Schluss auch nur sechs Zähler.
Die Trainer: Bei beiden Teams stehen sehr erfahrene Cheftrainer in der Verantwortung, die die 3. Liga sehr gut kennen. 1860-Coach Markus Kauczinski, der 138 Drittliga-Spiele in seiner Vita stehen hat, führte während seiner Laufbahn neben dem Karlsruher SC (2012/2013) auch schon den SV Wehen Wiesbaden (2022/2023) in die 2. Bundesliga. Hinzu kommen für den 55-Jährigen auch noch Stationen in der zweithöchsten Spielklasse beim FC St. Pauli und Dynamo Dresden. Beim TSV 1860 München ist Kauczinski seit Anfang Oktober tätig. Die Ausbeute aus neun Drittligaspielen beträgt 18 Zähler. Für Rot-Weiss Essen läuft es ebenfalls sehr erfolgreich, seitdem Uwe Koschinat übernommen hat. Die Essener, die im Dezember 2024 noch stark abstiegsbedroht war, kletterten während der zurückliegenden Spielzeit bis zum Saisonende noch auf Platz acht. Inzwischen ist RWE sogar ein Anwärter für die 2. Bundesliga, in der der 54-Jährige bereits beim SV Sandhausen, Arminia Bielefeld und VfL Osnabrück gearbeitet hatte. Seine 256 Einsätze in der 3. Liga werden von den aktuellen Trainern in der dritthöchsten Spielklasse nur von Rekordmann Pavel Dotchev (aktuell SSV Ulm 1846 Fußball/371) übertroffen.
1860 unverändert, RWE mit zwei Neuzugängen
Die Vorbereitung: Sowohl der TSV 1860 als auch Rot-Weiss Essen absolvierten einen wesentlichen Teil ihrer kurzen Wintervorbereitung unter wärmeren Bedingungen. Die Münchner schlugen ihr Trainingslager vom 3. bis zum 10. Januar in Belek an der türkischen Riviera auf. Ein Testspiel gegen den Schweizer Erstligisten FC Winterthur (4:1) bildete dabei den Abschluss. "Es war von Anfang bis zum Ende ein guter Auftritt in allen Spielphasen, sowohl defensiv als auch mit guten Situationen nach vorne", zog Löwen-Trainer Markus Kauczinski ein positives Fazit. "In der Liga kommt aber etwas ganz anderes auf uns zu, jedes Spiel hat seine eigenen Anforderungen." Nur rund 22 Kilometer weiter westlich absolvierte Rot-Weiss Essen vom 5. bis zum 11. Januar ein Trainingslager in Lara. Auch hier stand mit dem 1:1 gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden lediglich ein Testspiel auf dem Programm. "Wir haben die ganz große Hoffnung, die Hinrunde noch einmal übertreffen zu können", so Uwe Koschinat.
Das Personal: Der TSV 1860 München ist einer der wenigen Drittligisten, die bislang ohne personelle Wechsel im Kader in ihr erstes Rückrundenspiel gehen. Auf sämtliche Profis können die Löwen zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte allerdings nicht zurückgreifen. Die Langzeitverletzten Tunay Deniz, Max Christiansen und Sigurd Haugen stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Dazu sind die Abwehrspieler Jesper Verlaat, Sean Dulic und Manuel Pfeifer angeschlagen. Außerdem muss Mittelfeldspieler Thore Jacobsen eine Gelb-Rotsperre aussitzen. Bei Rot-Weiss Essen könnten dagegen zwei Neuzugänge zu ihrem Pflichtspieldebüt kommen. Angreifer Danny Schmidt (22) wurde vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen und war bereits im Testspiel gegen Dresden als Torschütze erfolgreich. Aus der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund wurde der frühere RWE-Nachwuchsspieler und Innenverteidiger Ben Hüning (21) unter Vertrag genommen. Der an den Ligakonkurrenten SSV Ulm 1846 Fußball verliehene Mittelfeldspieler Luca Bazzoli gehört dagegen nicht mehr zum Aufgebot. Aufgrund von Gelbsperren stehen Rechtsverteidiger Jannik Hofmann und Mittelfeldspieler Klaus Gjasula nicht zur Verfügung.
Die Bilanz: In der Hinrunde standen sich Rot-Weiss Essen und der TSV 1860 München zum offiziellen Eröffnungsspiel der Saison 2025/2026 gegenüber. Beim 1:1 (1:0) hatte zunächst José Enrique Ríos Alonso (6.) RWE an der heimischen Hafenstraße in Führung gebracht. Der Treffer zum Endstand für die Löwen ging auf das Konto des langjährigen Bundesligastürmers Florian Niederlechner (68.). Im insgesamt 19. Meisterschaftsduell der beiden Klubs gab es somit bereits zum siebten Mal keinen Sieger. Erstmals waren beide Klubs in der Bundesliga-Saison 1966/1967 aufeinandergetroffen. Seitdem spricht die Bilanz mit insgesamt zehn Siegen deutlich für den TSV 1860 München. Lediglich zweimal verließ Rot-Weiss Essen das Feld als Sieger - so aber auch beim bislang jüngsten Duell im Grünwalder Stadion (3:1) Anfang Mai 2025.
Kategorien: 3. Liga
Autor: mspw

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