DFB-Pokal der Juniorinnen

Titelverteidiger VfB Stuttgart nach Elfmeterkrimi weiter

31.10.2026
Jubelt erneut gegen Jena: die U 17 des VfB Stuttgart Foto: imago

In der zweiten Runde um den DFB-Pokal der Juniorinnen entschied Titelverteidiger VfB Stuttgart die Neuauflage des zurückliegenden Finales erneut für sich. Beim FC Carl Zeiss Jena behielten die Schwäbinnen diesmal erst im Elfmeterschießen 4:3 (2:2, 2:2, 0:1) die Oberhand und qualifizierten sich damit erneut für das Achtelfinale.

Die Gastgeberinnen aus Thüringen, die sich dem VfB im Endspiel der abgelaufenen Saison 2025/2026 erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit 0:1 geschlagen geben mussten, gingen beim erneuten Aufeinandertreffen durch Tore von Marleen Maibohm (36./52.) zweimal in Führung. Laura Carollo (48.) per Strafstoß und Kapitänin Hanna Wachter (76.) glichen aber jeweils für die Stuttgarterinnen aus.

Nach einer torlosen Verlängerung musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Nach Treffern von Abby Koch, Emmi Lotta Büchert, Hanna Wachter und Jaralina Vömel hatte der VfB das bessere Ende für sich. Für Jena waren Cheyenne Huggins, Emilia Thiel und Josefine Schmitz erfolgreich.

FC Bayern München siegt 7:0

Die U 17-Juniorinnen des FC Bayern München setzten sich beim SC Dortelweil deutlich 7:0 (3:0) durch. Dabei sorgten Anastasia Zink (5.), Teresa Heindl (22., Foulelfmeter) und Lise Sofie Schokker (36., Eigentor) schon vor der Pause für einen komfortablen 3:0-Vorsprung der Gäste. Erneut Anastasia Zink (42.) sowie Johanna Lidl (48.), Lina Pejovska (52.) und Anna Füssel (73.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Dabei waren Johanna Lidl und Anna Füssel jeweils zur Halbzeit eingewechselt worden.

Der 1. FC Köln zog durch ein 4:2 im Elfmeterschießen (1:1, 1:1, 0:0) beim 1. FC Union Berlin in die Runde der verbleibenden 16 Mannschaften ein. Die Rheinländerinnen waren durch Ela Kural (51.) in Führung gegangen, Aylin Ardic (57.) gelang nur wenig später der Ausgleich. Obwohl der FC während der Verlängerung nach der Gelb-Roten Karte für die eingewechselte Isabelle Julie Kabus wegen Foulspiels (91.) in Unterzahl geriet, fiel bis zum Abpfiff kein Treffer mehr. Im Elfmeterschießen behielten dann auf Kölner Seite Ela Kural, Sara Marie Mund, Neela Roth und Laetizia Majer die Nerven. Für Union trafen lediglich Lena Golz und Michaele Ahlberg.

SV Meppen dreht Rückstand

Der SV Meppen schaltete den Nachwuchs des Bundesligisten RB Leipzig aus, gewann sein Heimspiel 2:1 (0:1). Dabei ließen sich die Emsländerinnen auch vom 0:1-Rückstand, für den Ida Proft (24.) gesorgt hatte, nicht aus dem Konzept bringen. Mia Ruhe (58.) und die eingewechselte Lara Kruse (77.) wendeten noch das Blatt.

Der 1. FC Nürnberg qualifizierte sich durch einen 3:1 (3:1)-Auswärtserfolg beim TuS Issel für das Achtelfinale. Dabei fielen alle Treffer schon vor der Pause. Die 1:0-Führung für die Gäste durch ein Eigentor von Freda Stemmann (21.) glich Madita Thesen (23.) fast postwendend für die Gastgeberinnen aus. Noch vor dem Ende der ersten Halbzeit brachten jedoch Emily De Michael (25.) und Mara Kröner (38.) den "Club" endgültig auf die Siegerstraße.

FSV Gütersloh gewinnt Derby

Der FSV Gütersloh erreichte durch einen 2:1 (1:1)-Derbysieg gegen Arminia Bielefeld die nächste Runde. Dabei gingen die Gästinnen durch ein Tor von Kapitänin Nika Klauke (17.) zunächst 1:0 in Führung. Meriam Cilgin (28.) egalisierte noch im ersten Durchgang das Ergebnis, ehe Güterslohs Spielführerin Emma Sophia Schulte (65.) das ostwestfälische Duell zu Gunsten des FSV entschied.

Der Nachwuchs des 1. FFC Turbine Potsdam darf nach dem 2:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls weiter auf den großen Wurf im DFB-Pokal hoffen. Turbine-Kapitänin Amelie Jaz Hauke (7.) und Paula Scharras (47.) per Strafstoß trafen jeweils schon in den Anfangsphasen der beiden Halbzeiten für die Gastgeberinnen. Für die Wölfinnen, die 2025 das Pokalfinale erreicht hatten (0:3 gegen die TSG Hoffenheim) konnte Zoe Heine (80.+2) erst in der Nachspielzeit verkürzen, das Ausscheiden aber nicht mehr abwenden.

Die SpVgg Greuther Fürth behauptete sich 1:0 (1:0) gegen den 1. FSV Mainz 05. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Viann Vo (15.) schon in der Anfangsphase.

SGS Essen siegt in Unterzahl

In einem weiteren NRW-Duell schaltete die SGS Essen die U 17-Juniorinnen von Bayer 04 Leverkusen aus, gewann vor eigenem Publikum 2:1 (1:1). Maya Mensing (12.) legte zwar für Bayer 04 vor. Zwei Elfmetertore von Beatriz Da Silva Mourao (21./80.+3) ließen dann aber die Essenerinnen jubeln. Den Siegtreffer erzielte die SGS in Unterzahl, nachdem zuvor Franziska Marie Konert wegen Foulspiels die Rote Karte gesehen hatte (70.).

Die DFB-Pokalsiegerinnen von 2025 mischen auch in dieser Saison weiter im Wettbewerb mit. Die von Carolin Schmank trainierte TSG Hoffenheim ließ mit dem 8:0 (5:0) beim 1. FC Saarbrücken von Beginn an nichts anbrennen. Schon während des ersten Spielabschnitts sorgten Jana Wiese (1.), Luisa Hörner (11.), Romy Nagel (17.), Maelly Firmery (28., Eigentor) und Frieda Elga Moßmann (29.) für klare Verhältnisse. Nach der Pause schraubten Spielführerin Marlene Rüeck (50./58.) und erneut Luisa Hörner (75.), die ebenfalls ihr zweites Tor erzielte, das Ergebnis in die Höhe.

HSV und Werder klar vorne

Durch deutliche Auswärtserfolge übersprangen die beiden Nordrivalen Hamburger SV und SV Werder Bremen ihre Pokalhürden. Der HSV behielt bei Fortuna Düsseldorf 9:1 (5:1) die Oberhand. Die 1:0-Führung der Gästinnen durch Leni Carlotta Pereira Da Silva (1.) beantwortete Mia Sophie Bardohl (4.) zwar mit dem schnellen Ausgleich für die Fortuna. Dann aber machten Laura Kröhnert (6.), Ida Marie Roppel (13./40.) und Jara Luisa Menken (16.) schon bis zur Pause alles klar. Nachdem die Düsseldorferin Frida Marlene Grether wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (48.), bauten die eingewechselte Frieda Pohl (65.), erneut Jara Luisa Menken (69.), die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Enna Luckow (76.) und Sophie Marie Jander (77.) den Vorsprung aus.

Der SV Werder setzte sich gleichzeitig bei der SpVg Aurich 6:2 (5:1) durch. Das erste Tor der Bremerinnen durch Lucie Meyer (4.) egalisierte Cansu Hergül (12.). Dann aber brachten Catelyn Zimmermann (14./37.), Theresa Töpfer (23.) und Ylva Fuß (40.) den SV Werder endgültig auf die Siegerinnenstraße. Nachdem Paula Wenske (56.) für Aurich noch einmal verkürzt hatte, stellte Werder-Kapitänin Anna Tobaben (80.) kurz vor Schluss den Endstand her.

Heike Ullrich lost Achtelfinale aus

Die Auslosung des Achtelfinales findet am Mittwoch, 4. November, ab 16.30 Uhr statt. DFB-Vizepräsidentin Heike Ullrich wird die Paarungen ermitteln. Die Ziehungsleitung übernimmt Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetriebe der DFB GmbH und Co. KG. Die Begegnungen des Achtelfinales werden am 12. Dezember ausgetragen.

Nach der Winterpause steigen die Viertelfinalpartien am 20. Februar 2027, sieben Wochen darauf wird das Halbfinale am 10. April 2027 ausgetragen. Das Finale geht am 5. Juni 2027 über die Bühne.

Kategorien: DFB-Pokal der Juniorinnen

Autor: mspw