3. Liga
Sechs Tore nach sieben Spielen: Nur Sechs besser als Otto und Zor
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Mit dem Abschluss der Englischen Woche verabschiedeten sich die 20 Klubs der 3. Liga in die Länderspielpause. Während der MSV Duisburg die Tabelle anführt, liegen mit David Otto (FC Viktoria Köln) und Yasin Zor (TSG Hoffenheim II) zwei Spieler mit je sechs Treffern an der Spitze der Torjägerliste. Seit 2008 waren nur sechs Drittligaprofis bis zum 7. Spieltag erfolgreicher. DFB.de mit der Übersicht.
Dass der FC Viktoria Köln die zurückliegende Englische Woche als einziger Klub mit der vollen Ausbeute von neun Punkten abschließen konnte, lag auch an David Otto. Der 27 Jahre alte Angreifer steuerte im Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock (4:0) einen Doppelpack bei und erzielte auch beim jüngsten 3:0-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt 04 ein weiteres Tor.
Damit befindet sich Otto, der auch schon in der 2. Bundesliga für den 1. FC Heidenheim und den SSV Jahn Regensburg am Ball war, auf bestem Wege, seine bislang erfolgreichste Drittligasaison zu spielen. In seinem ersten Jahr bei Viktoria Köln hatte er in der gesamten Spielzeit 2025/2026 neun Tore erzielt und damit seine Werte aus seiner Zeit beim SV Sandhausen in den Saisons 2023/2024 (acht) und 2024/2025 (fünf) übertroffen.
Zor erstmals in der 3. Liga
Die derzeitige Führung in der Torschützenliste muss sich David Otto mit einem Spieler teilen, der erstmals in der 3. Liga am Ball ist. Die Rede ist von Yasin Zor aus der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim. Dem 20-Jährigen gelang das Kunststück, sich in allen Spielen der Englischen Woche (2:2 gegen Fortuna Köln, 2:1 beim FC Ingolstadt 04 und 1:0 gegen den SV Meppen) jeweils einmal in die Torschützenliste einzutragen.
Zuvor hatte Zor in der Spielzeit 2024/2025 mit 16 Toren für die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar erstmals auf sich aufmerksam gemacht. Ähnlich erfolgreich ging es auch eine Spielklasse höher in der Regionalliga Südwest beim FC-Astoria Walldorf (15 Treffer) weiter. Daran scheint Zor nun auch in der 3. Liga anzuknüpfen.
Stoppelkamp traf achtmal
Seit der Einführung der 3. Liga (2008/2009) gab es lediglich sechs Profis, die bis zum 7. Spieltag schon mehr Treffer als Otto und Zor auf dem Konto hatten. Ganz oben rangiert dabei Moritz Stoppelkamp. Der frühere Bundesligaprofi konnte in der Saison 2019/2020 in diesem Zeitraum sogar acht Treffer für den MSV Duisburg bejubeln. Stoppelkamp ist damit auch der einzige Profi in der 3. Liga, dessen Ausbeute in diesem Zeitraum höher als die Anzahl an absolvierten Partien war.
Im weiteren Verlauf der Spielzeit, die aufgrund der Corona-Pandemie ab März für fast drei Monate unterbrochen war, konnte der damals 33 Jahre alte Routinier an seine herausragende Quote nicht mehr anknüpfen. In den übrigen 26 Einsätzen kamen nur noch sieben weitere Treffer dazu. Auch der MSV Duisburg rutschte nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft im Saisonendspurt noch auf den fünften Platz ab.
Wriedt zieht noch vorbei
In derselben Saison war Albert Bunjaku vom FC Viktoria Köln nach dem 7. Spieltag Moritz Stoppelkamp dicht auf den Fersen. Der ehemalige Nationalspieler der Schweiz hatte sieben Tore erzielt. Zwar war Bunjakus Gesamtausbeute (20 Treffer) am Ende der Spielzeit besser als die von Stoppelkamp.
Aber auch Bunjaku musste sich im Rennen um die Torjägerkanone hinter Kwasi Okyere Wriedt anstellen, der die nicht aufstiegsberechtigte zweite Mannschaft des FC Bayern München unter der Regie des damaligen Trainers Sebastian Hoeneß (jetzt Cheftrainer beim VfB Stuttgart) mit 24 Treffern zur Meisterschaft schoss. Wriedt, der aktuell beim TSV Havelse erneut in der 3. Liga am Ball ist, hatte übrigens nach den ersten sieben Partien immerhin auch schon fünf Treffer auf dem Konto.
In der Saison 2015/2016 kam der nach dem 7. Spieltag Führende ebenfalls auf Platz zwei der Torjägerliste ins Ziel. Christian Beck hatte für den 1. FC Magdeburg auch zunächst siebenmal jubeln dürfen. Der zu diesem Zeitpunkt noch einen Treffer hinter Beck rangierende Justin Eilers erhöhte sein Konto aber noch auf insgesamt 23 Tore, die maßgeblichen Anteil am Titelgewinn von Dynamo Dresden hatten. Beck brachte es letztlich auf 19 Treffer.
Zwei Torschützenkönige
Zum bislang letzten Mal wurde in der Saison 2010/2011 der erfolgreichste Angreifer nach dem 7. Spieltag auch am Saisonende Torschützenkönig - wenn auch nicht alleine. Nach dem Saisonstart lag Patrick Mayer vom 1. FC Heidenheim mit sieben Treffern noch gleichauf mit Oliver Occeán von Kickers Offenbach. Mayer konnte seine Ausbeute im Vergleich zum Kanadier (16 Treffer) bis zum Saisonende auf 19 Tore ausdehnen. Und das, obwohl der jetzige U 19-Trainer des Zweitligisten letztmals am 30. Spieltag zum Einsatz kam.
So musste er im Saisonendspurt tatenlos mitansehen, wie Domi Kumbela von Eintracht Braunschweig - ausgerechnet im Saisonfinale gegen die Heidenheimer (Führungstor beim 4:0-Heimerfolg) - noch gleichziehen konnte. Sonst kam es seit der Einführung der 3. Liga nur noch in der Saison 2012/2013 vor, dass die Auszeichnung als erfolgreichster Torschütze an zwei Spieler (Anton Fink und Fabian Klos) ging.
Alleiniger Torschützenkönig wurde Régis Dorn in der Spielzeit 2009/2010. Der Franzose war damals auch der erste Spieler, der nach dem 7. Spieltag genauso viele Treffer erzielen konnte, wie er Einsätze absolviert hat. Im Vergleich zu seinen "Nachzüglern" lag der Angreifer vom SV Sandhausen auch bei der Trefferanzahl am Saisonende ganz vorne. Letztlich standen 22 Tore zu Buche.
Pourié trotzt "Fehlstart"
Hoffnung gibt es aber für die nicht so gut in die Saison gestarteten Stürmer. So erzielte Marvin Pourié, der in der Saison 2018/2019 in der 3. Liga für den Karlsruher SC auf Torejagd ging, seinen ersten Saisontreffer erst am 8. Spieltag beim 2:0-Heimsieg gegen den KFC Uerdingen 05. Das hinderte den früheren Junioren-Nationalspieler allerdings nicht daran, am Ende mit dem KSC den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu feiern und sich mit 22 Treffern die Torjägerkanone zu sichern.
Wie weit David Otto und Yasin Zor ihre Ausbeute noch steigern können, werden die Spieltage nach der Länderspielpause zeigen. Der FC Viktoria Köln ist am Sonntag, 11. Oktober (ab 16.30 Uhr), bei Alemannia Aachen zu Gast. Die TSG Hoffenheim II gastiert exakt 24 Stunden zuvor bei Spitzenreiter MSV Duisburg.
Kategorien: 3. Liga
Autor: mspw

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