DFB-Pokal
Sechs Favoritensiege: Union macht es in Braunschweig spannend

Sechs weitere Favoritensiege in der ersten Runde des DFB-Pokals am Sonntagnachmittag: Union Berlin hielt es spannend und drehte beim 4:2 (1:1) bei Eintracht Braunschweig die Partie. Die weiteren Bundesligisten FSV Mainz 05 (9:0 beim VfB Krieschow) und Borussia Mönchengladbach (5:0 beim TSV Schott Mainz) machten es hingegen deutlicher. Zweitligist Darmstadt 98 setzte sich nur knapp beim Regionalligosten Carl Zeiss Jena mit 2:1 (2:1) durch. Darmstadts Ligakonkurrenten Dynamo Dresden (6:0 bei Westfalia Rhynern) und 1. FC Magdeburg (4:0 beim Bahlinger SC) ließen nichts anbrennen.
Braunschweig schockte den Berliner Bundesligisten nach elf Minuten: Der Ball gelang nach einer Flanke zu Max Marie, der nach einer schönen Drehung satt und flach zum 1:0 verwandelte (11.). Nach einem guten Braunschweiger Beginn berappelten sich die Eisernen und drängten auf den Ausgleich. Dieser gelang durch einen von Juranovic getretenen Eckball, Neuzugang Zeno van den Bosch setzte sich durch und köpfte zum 1:1 ein (31.). Die Eintracht zeigte sich vom Standardtor unbeeindruckt, ging weiter mutig nach vorn in die Offensive. Unentschieden ging es im Eintracht-Stadion in die Kabinen.
Die Hausherren bestätigten ihre gute Form aus Halbzeit eins auch im zweiten Durchgang, als Max Marie seinen Doppelpack in Folge eines Doppelpasses mit Entrup flach zum 2:1 sicherstellte (54.). Unions Keeper Matheo Raab blieb ohne Chance. Der 1. FC Union bewies auch in der zweiten Halbzeit seine Gefahr nach Standards, als ein Eckball von Juranovic über Ljubicic zu Tom Rothe sprang, der den erneuten Ausgleich besorgte - 2:2 (63.). Knapp zehn Minuten später gelang Union die erstmalige Führung: Infolge einer Umschaltsituation konnte Eintracht-Keeper Hoffmann zunächst parieren, lenkte den Ball jedoch unglücklich in Richtung Kopf von Marin Ljubicic, der gedankenschnell zum 3:2 einnickte - Spiel gedreht (72.). In der Folge warf Braunschweig weiter alles nach vorn, doch der Zweitligist belohnte sich nicht mehr. Matchwinner Ljubicic machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf - zum 4:2 (90.+4). Somit zieht Union Berlin in die nächste Runde ein!
Viererpacker Tietz stellt die Weichen
Der Oberligist gestaltete die Anfangsphase für den FSV Mainz 05 im Sportpark Krieschow schwierig. Der VfB Krieschow erspielte sich diverse Möglichkeiten, zudem blieb ein möglicher Elfmeterpfiff aus. Doch nach knapp 20 Minuten ging der Favorit in Führung, als Phillip Tietz eine Flanke Mwenes per Kopf zum 1:0 verwertete (19.). Nach einer schnellen Aktion über rechts durch Caci kommt Tietz an den Ball, zieht ab und schnürt so innerhalb von sieben Minuten den Doppelpack (26.). Danach wiederholte sich die Kombination zum ersten Treffer, als Mwene erneut Tietz in Szene setzte, welcher seinen lupenreinen Hattrick zum 3:0 markierte (32.). In der Folge legte der FSV weiter nach und ließ dem Oberligisten kaum noch Raum zum Atmen: Nadiem Amiri erhöhte auf 4:0 (39.), ehe Sheraldo Becker den 5:0-Halbzeitstand herstellte (43.).
Nadiem Amiri eröffnete den zweiten Durchgang mit einem Zungenschnalzer: Aus gut 35 Metern ließ der deutsche Nationalspieler einen Freistoß von der Latte im Winkel zum 6:0 einschlagen (48.). In der 57. Minute markierte Tietz sein drittes Kopfballtor und damit seinen vierten Treffer des Tages, Amiri flankte herein - 7:0. Dem eingewechselten Ransford Königsdörffer gelang in der 73. Minute sein Premierentreffer für Mainz 05 und stellte auf 8:0. William Böving gelang schließlich der 9:0-Schlusspunkt (88.). Damit ziehen die Mainzer in die zweite Runde ein.
Bolin glänzt bei Kantersieg
Der TSV Schott Mainz, der Borussia Mönchengladbach in der Mewa Arena empfing, eröffnete die Partie wie erwartet defensivorientiert. Gladbach schob die Partie fast vollständig in die Mainzer Hälfte und belohnte sich schließlich in der 22. Minute, als der Schwede Hugo Bolin zum 1:0 traf. Kurz darauf legte Daiki Hashioka mit dem 2:0 nach (25.). Der wacker auftretende Oberligist konnte im ersten Durchgang nichts mehr entgegensetzen, der Bundesligist ging verdient mit 2:0 in die Halbzeitpause.
Die Fohlen machten nach dem Seitenwechsel dominant weiter: Der stark aufspielende Hugo Bolin netzte wenige Minuten nach Wiederanpfiff zum 3:0 (48.). In der Folge nahm die Borussia zwar etwas Druck heraus, konnte aber dennoch erhöhen: Bolin setzte Lukas Ullrich in Szene, der zum 4:0 einschob (61.). Dem Oberligisten verließen allmählich die Kräfte, Mönchengladbach machte unbedarft weiter: Honorat lief durch und hatte im Strafraum den jungen Wael Mohya im Blick, welcher zum 5:0 einschieben konnte (67.). In der Schlussphase fiel kein Treffer mehr. Damit ist Borussia Mönchengladbach in der nächsten Pokalrunde.
Traumtor reicht Jena nicht
Carl Zeiss Jena beeindruckte vor heimischer Kulisse in ad hoc Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld den SV Darmstadt mit diversen Chancen und Anläufen. Die Lilien schüttelten sich und eröffneten in Form von Milan Smit das Toreschießen: Der Niederländer versenkte den Ball trocken aus der Distanz zum 1:0 (11.). Mehr oder weniger ansatzlos glich Jena per Traumtor aus: Gut 35 Meter vor dem Tor nahm Elias Söder den Ball in einer Drehung an, zog per Volley ab, der Ball schlug zum 1:1 im Winkel des zu weit vor seinem Tor stehenden Lilien-Schlussmanns Schuhen ein (39.). Doch Darmstadt ließ nicht lange auf sich warten: Lance Duivestijn brachte zwei Minuten später die erneute Führung für den Zweitligisten (41.) und damit den 2:1-Halbzeitstand.
Der SV Darmstadt operierte in der zweiten Halbzeit durchaus abgeklärt und ließ wenig zu. Offensiv zogen sich die Lilien jedoch auch etwas zurück, wodurch es lange Zeit bei der knappen Führung gegenüber dem Regionalligisten blieb, welche letzten Endes ausreichte. Darmstadt zieht in die nächste Runde ein.
Dynamo lässt Rhynern keine Chance
In den ersten Minuten konnte Westfalia Rhynern zunächst gut mit Zweitligist Dynamo Dresden mithalten. Doch in der 8. Minute sahen die Zuschauer LVM-Preußenstadion in Münster den ersten Treffer der Partie, als Dresdens Jonas Sterner nach einem Eckball hoch stieg und zur 1:0-Führung für die Gäste einnickte. Knapp zehn Minuten später konterte Dresden einen Westfalia-Berfreiungsschlag postwendend, über mehrere Stationen kam der Ball zu Kapitän Niklas Hauptmann, der flach unten rechts zum 2:0 einschoss (17.). Dresden spielte weiterhin entschlossen auf: Vincent Vermeij stellte nach einer halben Stunde auf 3:0 (30.). Dynamo legte wie im Rausch weiter nach, Ben Bobzien zirkelte den Ball zum 4:0 ins Tor des Regionalligisten (34.). Kaan Inanoglu besorgte für Dynamo in der 39. Minute schließlich den 5:0-Halbzeitstand.
Die Dresdner machten da weiter, wo sie in Hälfte eins aufgehört hatten. Robert Wagner komplettierte in der 54. Minute das halbe Dutzend zum 6:0. Danach setzte keine der beiden Mannschaften etwas Zählbares mehr nach. Dynamo steht in Runde zwei des DFB-Pokals.
Zwei Doppelpacks für Magdeburg
Der favorisierte 1. FC Magdeburg ging im Bahlinger Kaiserstuhlstadion früh in Führung: Torjäger Mateusz Zukowski stand in der 5. Minute goldrichtig und schoss aus wenigen Metern zum 1:0 ein. Der Bahlinger SC hielt in der Folge immer besser dagegen und machte es für den Zweitligisten schwer. Magdeburg konnte jedoch aus dem Nichts in der 31. Minute erhöhen, als Falko Michel nach einer Flanke Atiks zu viel Platz im Strafraum hatte und per Kopf das 2:0 markierte. Kurz vor der Pause setzte sich Zukowski sehenswert durch und versenkte den Ball im rechten Knick zum 3:0-Halbzeitstand (44.).
Der BSC spielte im zweiten Durchgang mutiger nach vorne und setzte diverse Offensivaktionen. Der Oberligist bot dem Zweitligisten durchaus die Stirn. Trotzdessen fiel der nächste Treffer erneut auf Seiten der Gäste, als auch Falko Michel neben Zukowski zu seinem Doppelpack kam - zum 4:0 (77.). Bahlingen setzte nichts mehr entgegen. Damit geht Magdeburg in der zweiten Pokalrunde an den Start.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: dfb

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