2. Frauen-Bundesliga

Riesenjubel: VfB Stuttgart macht Titelhattrick perfekt

10.05.2026
Jubelfeier nach 4:1-Erfolg: Der VfB Stuttgart ist Meister der 2. Frauen-Bundesliga Foto: IMAGO

Das Frauenteam des VfB Stuttgart hat den dritten Titelgewinn in Serie perfekt gemacht. Das Team von Trainer Nico Schneck ist nach dem 4:1 (3:1) gegen die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg am 25. und damit vorletzten Spieltag nicht mehr vom ersten Tabellenplatz in der 2. Frauen-Bundesliga zu verdrängen. Damit steigen die Stuttgarterinnen - vorbehaltlich der noch ausstehenden Entscheidungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens - erstmals in die Google Pixel Frauen-Bundesliga auf und stehen auch schon vor dem Saisonfinale am Sonntag, 17. Mai, als Meisterinnen fest.

Ex-Nationalspielerin Fabienne Dongus (10.) und Julia Glaser (12.) legten vor 1600 Zuschauer*innen den Grundstein für den bislang größten Erfolg der erst fünf Jahre langen Vereinsgeschichte. Nachdem Anny Kerim-Lindland (30.) für die Wolfsburgerinnen zwischenzeitlich verkürzen konnte, stellte die frühere Bundesliga-Torschützenkönigin Nicole Billa (44.) kurz vor der Pause den alten Abstand wieder her. Den Schlusspunkt zum fünften Stuttgarter Sieg nacheinander setzte Daphina Redzepi (83.).

Beim vorzeitigen Titelgewinn profitierten die Stuttgarterinnen auch davon, dass sich der zuvor ärgste Verfolger SC Sand mit einem 1:1 (0:0) bei der SG 99 Andernach begnügen musste. Dadurch wuchs der Vorsprung des VfB vor den Plätzen zwei und drei auf uneinholbare fünf Zähler. In Andernach sah es zunächst danach aus, als würde der SC Sand nach dem Treffer von Milena Fischer (49.) ebenfalls die volle Ausbeute einfahren. Die SG 99 Andernach kam aber durch Lisa Kossmann (75.) noch zum Ausgleich.

Mainz rückt auf Platz zwei vor

Den zweiten Aufstiegsplatz hat nun der 1. FSV Mainz 05 in der eigenen Hand. Das Team von Trainer Takashi Yamashita setzte sich 5:0 (3:0) gegen den FC Ingolstadt 04 durch und zog aufgrund der um 16 Treffer besseren Tordifferenz am jetzt punktgleichen SC Sand vorbei. Nach der frühen Roten Karte für Ingolstadts Melissa Kuya Strobel wegen einer Notbremse (5.) dauerte es nicht lange, bis Chiara Bouziane (15.) vor 1059 Besucher*innen die Überzahl für die Mainzerinnen erstmals ausnutzen konnte. Vital Kats (40.), Nadine Anstatt (45.+4/71.) und erneut Bouziane (64.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe.

In der unteren Tabellenregion ist die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt dem Klassenverbleib einen großen Schritt nähergekommen. Die Hessinnen hielten durch das 3:0 (1:0) gegen Mitkonkurrent 1. FFC Turbine Potsdam den Vorsprung auf die Gefahrenzone konstant bei drei Punkten. Außerdem hat die Eintracht die um 21 Treffer bessere Tordifferenz gegenüber dem FC Bayern München II, der den ersten Abstiegsplatz belegt, auf ihrer Seite. Helene Schäfer (40.), Ela Demirbas (65.) und die eingewechselte Sibel Agirman (88.) ließen das Team von Trainerin Kim Fellhauer gegen den ehemaligen Bundesligisten jubeln. Auch der 1. FFC Turbine Potsdam hat bei einem Polster von drei Zählern und der um elf Treffer besseren Tordifferenz den Klassenverbleib vor Augen.

Gladbach jetzt in Sicherheit

Borussia Mönchengladbach hat bereits Planungssicherheit für eine weitere Saison in der zweithöchsten Spielklasse. Das Team von Trainer Jonas Spengler beseitigte durch das 4:1 (2:0) beim VfL Bochum die letzten Zweifel am Klassenverbleib. Suus van der Drift (15.), Lili Jones-Baidoe (31.) und Paula Klensmann (52.) leiteten den Erfolg ein. Nachdem Alina Angerer (60.) kurzzeitig für die Bochumerinnen verkürzen konnte, sorgte Kiki Scholten (64.) für den vorherigen Abstand.

Die zweite Mannschaft des FC Bayern München hat ihre Hausaufgaben gemacht, um noch auf den Klassenverbleib hoffen zu können. Das Nachwuchsteam des deutschen Meisters beendete mit dem 1:0 (0:0) im direkten Duell die noch kleine Aufstiegshoffnungen des SV Meppen. Elira Terakaj (79.) sicherte den Münchnerinnen, bei denen unter anderem die dreimalige Nationalspielerin Alara Sehitler zum Einsatz kam, mit ihrem Treffer die volle Punktausbeute. Der Rückstand auf die sichere Zone beträgt vor dem letzten Spieltag durch die Ergebnisse der Konkurrenten allerdings weiterhin drei Punkte und elf Tore.

Der FC Viktoria Berlin wird seine erste Saison in der 2. Frauen-Bundesliga definitiv auf dem fünften Platz beenden. Das Team von Trainer Miren Catovic gewann 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht VfR Schwarz-Weiß Warbeyen und ist damit von der SG 99 Andernach nicht mehr einzuholen. Der viertplatzierte SV Meppen war zuvor schon außer Reichweite. Im letzten Heimspiel ihrer Profilaufbahn brachte Aylin Yaren (1.) die Berlinerinnen bereits früh in Führung. Leyila Aydin (45.) baute den Vorsprung vor der Pause aus. Für den Treffer zum Endstand war Kapitänin Nina Ehegötz (57.) verantwortlich.

Kategorien: 2. Frauen-Bundesliga

Autor: mspw