2. Frauen-Bundesliga
Nach 5:0 in Warbeyen: Mainz 05 bejubelt Aufstieg

Nach Meister VfB Stuttgart hat sich auch der 1. FSV Mainz 05 sportlich für die Google Pixel Frauen-Bundesliga qualifiziert. Das Team von Trainer Takashi Yamashita behauptete am 26. und letzten Spieltag durch das 5:0 (1:0) beim Schlusslicht VfR Schwarz-Weiß Warbeyen den zweiten Tabellenplatz in der 2. Frauen-Bundesliga und geht damit in der neuen Saison - vorbehaltlich der noch ausstehenden Entscheidungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens - erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start.
Genau wie die Stuttgarterinnen waren auch die Mainzerinnen erst im zurückliegenden Sommer in die 2. Frauen-Bundesliga aufgestiegen und machten nun den direkten Durchmarsch perfekt. Durch die Serie von neun Siegen am Stück kletterte Mainz 05 im Saisonendspurt noch in die Aufstiegszone.
In Warbeyen brachte Kapitänin Johanna Berg (42.) die Gäste kurz vor der Halbzeitpause auf Kurs. Im zweiten Durchgang ließen Kara Bathmann (48.) und Nadine Anstatt (51./54.) die Führung noch deutlicher ausfallen. Nachdem bei den Gastgeberinnen Mariken Kroon wegen einer Notbremse die Rote Karte kassiert hatte (68.), traf Chiara Bouziane (80.) zum Endstand.
Meisterehrung für VfB Stuttgart
Für den SC Sand, der vor dem Saisonfinale ebenfalls noch den zweiten Aufstiegsplatz hätte erreichen können, sprang vor 2248 Zuschauer*innen ein 2:2 (1:1) im Topspiel gegen den Meister VfB Stuttgart heraus. Maximiliane Rall (9.) sorgte zunächst für die frühe Stuttgarter Führung. VfB-Spielerin Yuka Hirano (38.) unterlief ein Eigentor zum Pausenstand. Kim Schneider (72.) drehte das Spiel und ließ den SC Sand auf die volle Ausbeute hoffen. Die eingewechselte Meike Meßmer (80.) stellte aber noch den Gleichstand her.
Nach dem Abpfiff nahmen Angelika Fioranelli-Petersohn, Mitglied im Ausschuss Frauen- und Mädchenfußball, und Maren Meinert, Assistenztrainerin der Frauen-Nationalmannschaft, die Ehrung der Meisterinnen vor. Kapitänin Jana Beuschlein nahm die Meisterschale der 2. Frauen-Bundesliga in Empfang.
Der Tabellenvierte SV Meppen beendete die Saison noch mit einem späten Dreier. Die Emsländerinnen behielten beim 2:1 (0:1) gegen den VfL Bochum die Nase vorne. Dabei sah es nach dem Treffer von Alina Angerer (43.) lange Zeit danach aus, als würden die Bochumerinnen nach zuvor vier Niederlagen am Stück erstmals wieder Punkte einfahren. Dem machten die eingewechselte Sarah Preuss (90.) und Anouk Blaschka (90.+4) aber noch einen Strich durch die Rechnung.
Berlin gewinnt Nachbarschaftsduell
Der FC Viktoria Berlin schraubte seine Ausbeute in der Rückrunde durch das 2:0 (1:0) beim 1. FFC Turbine Potsdam auf 25 Punkte hoch. Nur das Spitzenduo 1. FSV Mainz 05 (29) und der VfB Stuttgart (28) sowie die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt (28) waren in der zweiten Saisonhälfte noch erfolgreicher. In Potsdam brachte Alisa Grincenco (27.) die Berlinerinnen auf Kurs. Die eingewechselte Sarah Abu Sabbah (53.) setzte im Nachbarschaftsduell den Schlusspunkt.
Die SG 99 Andernach zeigte im abschließenden Ligaspiel Moral. Das Team von Trainerin Isabelle Hawel behauptete sich 5:4 (3:2) bei Borussia Mönchengladbach. Die frühe Andernacher Führung durch Lisa Kossmann (4., Foulelfmeter) drehten Lili Jones-Baidoe (16.) und Maresa Arici (33.) zwischenzeitlich für die Borussia. Dank der Treffer von Vanessa Zilligen (37.) und Carolin Schraa (45.+1) lag Andernach dennoch zur Pause vorne. Mit ihrem zweiten Treffer baute Lisa Kossmann (52.) den Abstand zwischenzeitlich weiter aus. Die Mönchengladbacherinnen kamen durch die Tore von Elize Celissen (68.) und Lili Jones-Baidoe (78., Foulelfmeter) aber erneut zurück. Die eingewechselte Sarah Klyta (85.) machte den Erfolg für die SG, bei der Ersatzspielerin Sarah Krumscheid wegen einer Unsportlichkeit außerhalb des Spielfeldes die Rote Karte kassiert hatte (35.), doch noch perfekt.
Abstieg des FC Bayern II besiegelt
Im vierten Anlauf fuhr der FC Ingolstadt 04 wieder die volle Ausbeute ein. Das 3:1 (1:0) gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München bedeutete für die Ingolstädterinnen die ersten Punkte nach zuvor drei Niederlagen am Stück. Stefanie Reichmann (35.) und Annika Kömm (62.) legten den Grundstein für den Erfolg. Nachdem Elira Terakaj (78.) für die Münchnerinnen verkürzen konnten, stellte Magdalena Schwarz (86.) den alten Abstand wieder her. Der Abstieg der Münchnerinnen wurde durch die 15. Niederlage in der laufenden Spielzeit auch rechnerisch besiegelt.
Die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt entschied das Nachwuchsduell beim bereits zuvor als Absteiger feststehenden VfL Wolfsburg II knapp 2:1 (1:1) für sich. Elena Gößler (24.) ließ die Wolfsburgerinnen darauf hoffen, die Spielklasse mit etwas Zählbarem verlassen zu können. Sibel Agirman (32.) und Emma Memminger (51.) drehten aber noch die Begegnung.
Kategorien: 2. Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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