DFB-Pokal der Frauen

FC Bayern dreht das Spiel in Gladbach

27.09.2026
Jubel über den späten Sieg: Der FC Bayern steht im Achtelfinale Foto: imago

Im DFB-Pokal der Frauen haben sich am Sonntagmittag sämtliche Bundesligisten sowie Zweitligist SGS Essen für das Achtelfinale qualifiziert. Den höchsten Sieg feierte in den frühen Spielen der 1. FC Nürnberg mit einem 10:0 (2:0) beim ATS Buntentor. Die Essenerinnen setzten sich im Revierduell beim Regionalligisten FC Schalke 04 mit 4:1 (2:1) durch, die TSG 1899 Hoffenheim gewann bei der SpVgg Greuther Fürth ebenfalls mit 4:1 (2:0). RB Leipzig zog mit einem 2:0 (2:0) bei den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg in Runde zwei ein.

Der 1. FC Union Berlin gewann eindrucksvoll 5:0 (3:0) gegen den 1. FC Magdeburg. Ebenfalls zu Null ging die Partie zwischen dem SC Sand und VfL Wolfsburg aus: Der VfL setzte sich 6:0 (3:0) durch. Tore auf beiden Seiten gab es bei dem 1:6 (0:2)  zwischen dem Karlsruher SC und Eintracht Frankfurt. Lange unentschieden stand es zwischen FC Viktoria Berlin und Bayer Leverkusen, bevor der Bundesligist die Partie nach Verlängerung 2:0 (0:0) für sich entschied. Der Titelverteidiger FC Bayern München schloss die Runde mit einem  2:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach ab, drehte die Begegnung aber erst in der Schlussphase.

Hattrick beim Nürnberger Kantersieg

Die Nürnbergerinnen trafen nach einer ruhigen Anfangsphase durch Nastassja Lein (43.) und Leia Varley (45.) doppelt. Nach dem Seitenwechsel drehten die Fränkinnen dann richtig auf: Sanja Homann (51.), Lara Meroni (58.), erneut Lein (61.), Emöke Papai (71.), Mafalda Barboz Ferreira (76.) und Louna Lapassouse mit einem lupenreinen Hattrick (78., 87., 89.) stellten auf 10:0 und schossen Nürnberg ins Achtelfinale.

Leipzig wurde seiner Favoritenrolle von Beginn an gerecht und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Annabel Schasching brachte die Leipzigerinnen mit einem Traumtor in Führung (2.), und Emanuela Pfister erhöhte (15.). Im weiteren Spielverlauf stabilisierten sich die Marburgerinnen, schafften es aber nicht, noch einmal heranzukommen, und mussten sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben.

Im Revierduell setzte sich am Ende Favorit SGS Essen gegen Schalke aus der Regionalliga West durch. Schon früh sorgte Jolina Opladen für die Schalker Führung (4.), doch Laura Bröring glich für die SGS aus (26.). Karla Brinkmann drehte die Partie in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3). Antonia Baaß erhöhte zum 3:1 (59.) und Leonie Köpp zum 4:1-Endstand für die Essenerinnen (64.).

Der Bundesligist Hoffenheim setzte sich gegen Fürth durch. Die TSG startete mit starkem Zug zum Tor, aber erst ein Elfmeter von Marie Steiner brachte die Führung (28.). Die Hoffenheimerinnen spielten in der Folge immer befreiter auf und kombinierten sich wiederholt gefährlich vor das Fürther Tor, doch es war erneut ein Elfmeter von Steiner, der zum 2:0 führte (38.). Nach der Pause erhöhte Svenja Vöhringer nach einer Ecke (55.). Ann-Kathrin Wolfram verkürzte dann für die Fürtherinnen (59.), doch Hoffenheim stellte durch Martine Fenger in der 68. Minute wieder auf 4:1 – der Endstand.

Unions Bauereisen mit fünf Torbeteiligungen

Das erste Tor zwischen Magdeburg und Union fiel bereits in der vierten Minute durch Nele Bauereisen. Auch bei den Toren von Sophie Weidauer (27.) und Lia Kamber (45.+1) war Bauereisen mit ihren Vorlagen beteiligt. In der zweiten Halbzeit dauerte es exakt 23 Sekunden, bis das nächste Tor durch Naika Reissner (46.) fiel, die danach in der 69. Minute den Doppelpack schnürte - ebenfalls vorbereitet von Bauereisen.

Ein ähnlich eindeutiges Ergebnis kam bei dem Duell zwischen Regionalligist Karlsruhe und Frankfurt zustande. Nach der frühren Führung durch Danique Tolhoek (13.) traf Larissa Mühlhaus doppelt (20. und 54.). Daraufhin wurde es innerhalb von vier Spielminuten noch deutlicher, da erst Tolhoek (65.) und danach Vivienne Lia (68.) für den Bundesligisten trafen. Die Gastgeberinnen erziehlten durch Tamina Steiner in der 80. Spielminute noch den Anschlusstreffer, bevor die Partie nach Treffer von Amanda Ilestedt (90.+3) mit einem 1:6 endete.

Die DFB-Rekordpokalsiegerinnen aus Wolfsburg ließen dem Zweitligist aus Sand keine Chance. Der Torreigen wurde durch Ella Peddemors eröffnet (18.) und durch Kapitänin und Doppelpackerin Svenja Huth (26.) fortgesetzt. Vor der Pause erhöhte Camilla Küver (35.) noch auf 0:3. Direkt nach der Halbzeit trafen Peddemors (46.) und Huth (53,) erneut, bevor Lena Lattwein in der 64. Spielminute den sechsten und letzten Treffer des Duells erzielte.

Titelverteidiger dreht Spiel erst spät

Ein lange ausgeglichenes Duell gab es zwischen dem Zweitligaspitzenreiter Viktoria Berlin und Bayer Leverkusen. Die Partie endete nach 90 Minuten torlos, ehe Maja Sternad (93.) in der Verlängerung sowohl die Führung für Leverkusen erzielte, als auch diese wenig später ausbaute (101.).

Besonders spannend war ebenfalls die Partie zwischen den Gladbacherinnen und den aktuellen Doublegewinnerinnen aus München. Kurz vor der Halbzeit erzielte Luca Graf (45.+2) den Führungstreffer für die Borussia. Am Ende der zweiten Halbzeit gelang es dann allerdings dem Tabellenführer der Google Pixel Frauen-Bundesliga, die Partie noch zu drehen. Durch einen Doppelpack von Vanessa Gilles in der 74. und 80. Minute konnten sich die Münchenerinnen doch noch den Einzug in die nächste Runde des Wettbewerbs sichern.

Kategorien: DFB-Pokal der Frauen

Autor: dfb