DFB-Pokal
Nachhaltigkeit im Fokus beim DFB-Pokalfinale in Berlin

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) baut sein Engagement für nachhaltigere Großveranstaltungen rund um das DFB-Pokalfinale der Männer heute (ab 20 Uhr, live in der ARD und bei Sky) in Berlin weiter aus. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck des Finalspieltags zu reduzieren, Ressourcen bewusster einzusetzen und Fans für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Catering und Kreislaufwirtschaft.
Den Anhängern wird - auch in den Fan-Infos - ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen, da rund um das Olympiastadion keine öffentlichen Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Eintrittskarte gilt heute bereits ab 14 Uhr als Fahrschein im Tarifbereich Berlin ABC. Darüber hinaus bietet der DFB über das kostenlose Mitfahrportal DFB-Fanfahrt die Möglichkeit, Fahrgemeinschaften zu bilden. Das Portal soll eine gemeinschaftliche und ressourcenschonendere Anreise fördern.
Veggie-Angebote und Mehrwegkonzepte
Auch beim Catering setzt der DFB auf nachhaltigere Angebote. Im Public-Bereich wird die Veggie-Stadionwurst nicht nur um einen Euro günstiger angeboten, sondern verursacht zudem rund 40 Prozent weniger CO2-Emissionen als die klassische Bratwurst. Zudem wird im VIP- und Hospitality-Bereich zu jeder Mahlzeit eine vegetarische Alternative angeboten, ergänzt durch sogenannte "Green Corners" mit nachhaltig ausgerichteten Speisen. Nicht verbrauchte Lebensmittel werden nach dem Spiel per Food Sharing weitergeben, und falls das nicht möglich ist, wird der Food Waste fachgerecht entsorgt und zur Produktion von Biogas genutzt. Darüber hinaus wird im gesamten Stadion auf Einwegplastik verzichtet, beispielsweise durch den Einsatz von Mehrwegbechern.
Nachhaltigkeit spielt auch bei den Fanartikeln eine wichtige Rolle: Vor Ort werden Fan-Pokalshirts aus Bio-Baumwolle sowie Upcycling-Produkte angeboten, die aus ehemaligen DFB-Brandingmaterialien gefertigt wurden. Dazu zählen unter anderem Taschen aus originalen Stadionbannern, die in Zusammenarbeit mit dem Label "Moot" entstehen und jedes Stück zu einem Unikat machen. Im Bereich Stadionbranding setzt der DFB weiterhin auf hohe Wiederverwendungsquoten bestehender Materialien sowie auf den Einsatz umweltfreundlicher Materialien bei Neuproduktionen.
Soziale Verantwortung am Finalspieltag
Neben ökologischen Maßnahmen stehen auch soziale Aspekte im Mittelpunkt des Finalspieltags. Für blinde und sehbehinderte Fans wird eine Audiodeskription angeboten. Hörgeschädigten Fans stehen Dolmetscher*innen zur Seite. Ergänzt wird das inklusive Pokalfinale durch barrierearme Stadionzugänge, Rollstuhlplätze, Easy-Access-Seats, Unisex-Toiletten sowie helfenden Volunteers des Teams Barrierefreiheit. Mit dem Awareness-Konzept "Wo ist Lotte?" kommt ein umfassendes Unterstützungsangebot für Betroffene von Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt zum Einsatz. Geschulte Awareness-Teams sind im Stadion präsent und jederzeit erreichbar - erkennbar an einer pinken Weste.
Darüber hinaus sind rund um das Finale verschiedene Aktivierungen im Rahmen des "Jahres der Schule" geplant, darunter ein Aktionsstand mit Drei-gegen-Drei-Spielfeldern nach der "Schule des Kleinfeldfußballs” auf dem Olympischen Platz. Das Motto "Für mehr Sport und Bewegung in der Schule" wird auf den Trikots des Schiedsrichter-Teams sowie auf der Kleidung der Volunteers und Ballkinder, den Werbebanden, dem Stadion-TV sowie in den Hospitality-Bereichen sichtbar sein. Ziel der bundesweiten Initiative ist es, mehr Bewegung und Sport in den Schulalltag zu bringen und neue Impulse zu setzen, um Kinder und Jugendliche nachhaltig für körperliche Aktivität zu begeistern und Schulen als zentrale Orte für Bildung und Teilhabe zu stärken.
Mit den Maßnahmen möchte der DFB den eingeschlagenen Weg hin zu nachhaltigeren Sportgroßveranstaltungen konsequent weitergehen und gemeinsam mit Fans, Vereinen und Partnern Verantwortung für die Zukunft des Fußballs übernehmen.
Kategorien: DFB-Pokal, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz
Autor: ph

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