U 19-Frauen
Laila Portella: "Es ist noch ein langer Weg"

Die U 19-Frauen-Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina ist ein ganz besonderes Turnier für Mittelfeldspielerin Laila Portella, denn ihre Mutter stammt aus dem Gastgeberland. Im DFB.de-Interview spricht die 19 Jahre alte Mittelfeldspielerin über diese Besonderheit, den 5:0-Auftaktsieg gegen die Gastgeberinnen und den deutschen Teamgeist.
DFB.de: Laila, deine Mutter stammt aus Bosnien und Herzegowina. Wie besonders ist es für dich, hier diese Europameisterschaft zu spielen?
Laila Portella: Es ist wirklich richtig schön. Meine Familie hier hat nicht immer die Möglichkeit, meine Spiele live zu sehen. Deshalb freut es mich umso mehr, wenn sie vor Ort sind und mich unterstützen können.
DFB.de: Du hast beim EM-Auftakt 90 Minuten gespielt. Nimm uns kurz mit: Wie war das EM-Eröffnungsspiel?
Portella: Das war natürlich unvergesslich. Die Atmosphäre im Stadion und einfach dieses Gefühl, eine Europameisterschaft spielen zu dürfen, waren unglaublich.
DFB.de: Der Gegner hat es euch in der ersten Halbzeit nicht leicht gemacht. Wie hast du das Spiel erlebt?
Portella: Da die Gastgeberinnen so tief verteidigt hat, war es natürlich schwierig, die Räume zu finden. Am Anfang der ersten Halbzeit war das noch etwas schwerer, aber nach dem ersten Tor sind wir besser ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann besonders gut gemacht und auch verdient die Tore erzielt.
DFB.de: Wie stolz bist du auf die Leistung des Teams?
Portella: Natürlich bin ich sehr stolz auf die Mannschaft. Ich bin einfach glücklich, dass wir das erste Spiel gewonnen haben und jetzt mit einem guten Gefühl auf das nächste Spiel gegen Polen blicken können.
DFB.de: Was erwartest du dann?
Portella: Polen wird nach dem 0:1 im ersten Spiel gegen Schweden sicherlich alles reinwerfen. Aber wir kennen unsere Qualitäten und wissen, was wir können. Wir werden mit derselben Einstellung in das Spiel gehen wie gegen Bosnien und Herzegowina.
DFB.de: Was in den vergangenen Tagen besonders aufgefallen ist, ist euer Teamgeist. Ihr unterstützt euch gegenseitig, seid füreinander da - auf und neben dem Platz. Was bedeutet dir das?
Portella: Mir gibt das total viel Rückhalt. Wenn ich sehe, was für tolle Mädels wir in der Mannschaft haben und dass wir uns gegenseitig immer unterstützen - egal, was passiert -, dann gibt mir das ein gutes Gefühl. Ich finde, genau das merkt man auch auf dem Platz.
DFB.de: Wie geht ihr mit dem Ausfall von Zoe Schick um?
Portella: Natürlich macht uns das als Mannschaft traurig, es tut uns vor allem sehr leid für Zoe. Sie war ein wichtiger Teil unseres Teams und fehlt uns nicht nur auf, sondern auch neben Platz. Ich bin aber auch überzeugt davon, dass wir mit diesem Rückschlag gut umgehen können. So wie wir es auch in der Vergangenheit auch getan haben. Wir spielen auch für Zoe.
DFB.de: Was sind eure Ziele für dieses Turnier?
Laila: Natürlich ist das große Ziel, so weit wie möglich zu kommen. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel. Jetzt liegt der volle Fokus auf Polen. Wir wollen die Gruppenphase erfolgreich gestalten und den nächsten Schritt machen. Es ist noch ein langer Weg, deshalb konzentrieren wir uns immer auf die nächste Aufgabe.
Kategorien: U 19-Frauen
Autor: sy

Das ist die Startelf gegen Polen
Nach dem erfolgreichen Turnierauftakt der U 19-Frauen heißt der Gegner im zweiten EM-Gruppenspiel heute (ab 20 Uhr) in Sarajewo Polen. Die Startelf: Krumme - Sträßer, Müller, Zähringer (K), Gmeineder, Schneider, Börner, Maas, Portella, Memminger.

Zoe Schick reist verletzungsbedingt ab
Die deutsche U 19-Nationalmannschaft der Frauen muss im weiteren Verlauf der Europameisterschaft auf Zoe Schick verzichten. Die Mittelfeldspielerin hat sich im Eröffnungsspiel (5:0) gegen Bosnien und Herzegowina eine Knieverletzung zugezogen.

5:0 zum EM-Auftakt: U 19-Frauen schlagen Gastgeber Bosnien und Herzegowina
Die deutsche U 19-Nationalmannschaft der Frauen ist mit einem Sieg in die U 19-Europameisterschaft gestartet. Gegen Gastgeber Bosnien und Herzegowina feierte das Team von Melanie Behringer einen ungefährdeten 5:0 (1:0)-Erfolg.