Fanbelange
Kommission Fans diskutiert Sicherheit im Fußball
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DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Geschäftsführer Marc Lenz haben vergangene Woche an einer Sondersitzung der Kommission Fans und Fankulturen teilgenommen. Anlass waren die Diskussionen in der von der Innenministerkonferenz (IMK) eingesetzten Bund-Länder-offenen-Arbeitsgruppe (BLoAG) "Fußball ohne Gewalt". In dieser Arbeitsgruppe hatten Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der DFL Deutsche Fußball Liga und der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) auf Einladung der IMK mit Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Polizeien Sicherheitsfragen im deutschen Profifußball erörtert.
Von Bernd Neuendorf und Marc Lenz sowie allen Kommissionmitgliedern wurde deutlich herausgestellt - und dies war auch das Grundprinzip von DFB und DFL in den Verhandlungen: Kollektiv wirkende behördliche Maßnahmen, wie sie teilweise von Seiten der Innenpolitik gefordert werden, sind weder mit Blick auf eine Verbesserung der Stadionsicherheit zielführend noch für die vielen Millionen von Fußballfans vermittelbar, die von diesen Maßnahmen betroffen wären. Dies meint ausdrücklich Maßnahmen wie die Reduzierung beziehungsweise Streichung von Kartenkontingenten für Gästefans oder die Verpflichtung zur Personalisierung und die damit verbundene Identifizierung beim Einlass.
Gemeinsames Ziel von DFB und DFL war und ist es in allen Gesprächen, im Sinne des Fußballs geeignete und zielführende Maßnahmen zu vereinbaren, die die Sicherheit rund um Fußballspiele optimieren und zugleich Einsatzstunden der Polizei reduzieren können. Zugleich galt und gilt es aber, ungeeigneten, nicht erforderlichen und/oder nicht angemessenen Forderungen mit sachlichen Argumenten entgegenzutreten.
"Das Stadion ist sicher"
Philipp Reschke, Vorstand Eintracht Frankfurt, sagt: "DFB und DFL haben sich mit konstruktiven Konzepten zur Stärkung der Sicherheit erfolgreich in die Diskussionen eingebracht und sich auf der anderen Seite im Sinne Fußballs begrüßenswert klar und entschlossen gegenüber solchen Forderungen positioniert, die den Kern von Fankultur betreffen und daher in keiner Weise hilfreich sind."
Michael Gabriel, Leiter Koordinationsstelle Fanprojekte, erklärt: "Das Stadion ist sicher - das belegen alle relevanten Daten. Kollektive Maßnahmen, die von den Polizeien ins Spiel gebracht werden, lösen die eigentlichen Probleme nicht. Stattdessen müssen wir die Chancen der Präventionsarbeit nutzen, um Vertrauen und Dialog zu stärken. Denn eines ist klar: Wenn Gewalt in den Fanszenen an Bedeutung gewinnt, gefährdet das nicht nur die Sicherheit, sondern auch die positiven Werte und die Vielfalt der Fankultur, die wir alle erhalten wollen."
Dr. Martin Fröhlich, Vorsitzender Kommission Fans und Fankulturen, sagt: "Fußball ist mehr als ein Spiel - er wirkt als gesellschaftlicher Kitt. Die positiven Elemente der Fankultur sind unverzichtbar für unsere Demokratie. DFB und DFL haben in dieser Hinsicht unsere volle Unterstützung für die weiteren Gespräche. Unser gemeinsames Ziel - von Fans, Vereinen, Verbänden - muss sein, eine positive und vor allem gewaltfreie Fankultur zu stärken."
Kategorien: Fanbelange, DER DFB, Prävention und Sicherheit
Autor: dfb/dfl

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