DFB-Pokal
Kiel empfängt den Titelverteidiger: VfB reist mit Respekt an

Der 13. Januar 2021 hat in der Historie von Holstein Kiel einen festen Platz. Der Zweitligist schickte damals den Rekordsieger FC Bayern München in der 2. Runde des DFB-Pokals sensationell nach Hause. Gut fünf Jahre später planen die Störche einen ähnlichen Coup: Diesmal soll am Mittwoch (ab 20.45 Uhr, live im ZDF und auf Sky) Titelverteidiger VfB Stuttgart im DFB-Pokalviertelfinale gestürzt werden - doch der ist eindringlich gewarnt.
"Holstein Kiel hat nichts zu verlieren, die Historie im Pokal hat gezeigt, dass wir mit größtmöglichem Respekt an die Partie herangehen müssen", sagt VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Duell in Kiel.
Hoeneß warnt: "Wird sehr anspruchsvoll"
Ohnehin habe der Pokal "eigene Gesetze", ergänzt Hoeneß und erinnert seine Mannschaft daran, dass Kiel in dieser Saison schon "zweimal einen Bundesligisten rausgeworfen hat und mit der Underdog-Rolle sehr gut zurechtkommt. Das Spiel wird uns alles abverlangen. Es wird sehr anspruchsvoll werden."
In der zweiten Runde hatten die Störche 1:0 beim VfL Wolfsburg gewonnen. Im Achtelfinale schaltete Kiel den Nordrivalen Hamburger SV 4:2 im Elfmeterschießen (1:1 n.V.) in dessen Stadion aus. Gegen die Bayern hatte sich der Zweitligist auch im Elfmeterschießen (6:5 i.E./2:2 n.V.) durchgesetzt - und das im Schneegestöber.
Ähnlich eisige Verhältnisse sind auch für Mittwochabend angekündigt mit gefühlten Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Hoeneß spricht von "anspruchsvollen Bedingungen, sehr windig, sehr kalt, auch der Platz ist nicht der beste". Dies seien "alles Komponenten, auf die wir hingewiesen haben. Aber wir wollen trotz aller Widrigkeiten in die nächste Runde", betont er. Zumal die Schwaben erneut das Finale in Berlin fest im Visier haben: "Wir haben das letztes Jahr erlebt und wissen um den Reiz."
Kiel-Coach Rapp: "Werden alles raushauen"
Doch Holstein will die VfB-Reisepläne durchkreuzen. "Wir freuen uns auf ein besonderes Spiel, eine große Herausforderung. Wir werden alles raushauen", verspricht Trainer Marcel Rapp.
Was denn für sein Team spreche? "Wenn man es nüchtern betrachtet, gar nichts, weil wir gegen einen sehr guten Gegner spielen", sagt Rapp. Aber man habe gegen Wolfsburg oder Hamburg gesehen, "dass in einem Spiel alles passieren kann". Oder eben auch an jenem 13. Januar 2021.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: sid

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