DFB-Pokal
Jeddeloh wirft Heidenheim mit 5:2 aus dem Pokal

Der SSV Jeddeloh II hat am Sonntag für eine Sensation in der ersten DFB-Pokalrunde gesorgt. Der Regionalligist besiegte den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim deutlich 5:2 (3:1) und löste als erster Viertligist das Ticket für die zweite Runde. Im Parallelspiel setzte sich der VfL Bochum im Duell zweier Zweitligisten bei der SpVgg Greuther Fürth 2:1 (1:0) durch.
Im Oldenbruger Marschweg-Stadion startete der Underdog aus der Regionalliga Nord aufmüpfig und verpasste die Riesenchance zur frühen Führung. Tom Kanowski kam am zweiten Pfosten völlig allein zum Kopfball, setzte diesen jedoch nur an den rechten Pfosten (7.). Das sollte sich schnell rächen. Heidenheim ging mit der ersten Chance in Führung. Marvin Pieringer setzte sich an der linken Grundlinie gegen Kanowski durch und legte auf den einlaufenden Yannik Wagner zurück, der den Ball nur noch flach einschieben musste (12.). Jeddeloh zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich umgehend aus. Nach einem langen Einwurf bekam die Heidenheimer Hintermannschaft den Ball nicht aus der Gefahrenzone heraus. So kam der Ball zu Kamer Krasniqi, der ihn mit einem gefühlvollen Schlenzer in die lange Ecke zirkelte (14.).
Doppelschlag für den Underdog
Die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem Jeddeloh mit einem Doppelschlag das Spiel drehte. Zunächst sorgte ein missglückter Klärungsversuch von Heidenheims Jan Schöppner nach einer Hereingabe von Krasniqi für die Führung (27.), dann erhöhte Stürmer Haris Hyseni mit einem sehenswerten Schuss von der rechten Strafraumkante, der im linken Winkel von Heidenheims Torwart Frank Feller einschlug (29.), für den Außenseiter. Nach der Pause hatte der in der Halbzeit eingewechselte Budu Zivzivadze die große Chance auf den Anschlusstreffer. Der Stürmer wurde im Strafraum von Gazi Siala zu Fall gebracht und schoss den fälligen Foulelfmeter selbst, doch Jeddelohs Schlussmann Moritz Onken parierte den schwach getretenen Elfmeter des Georgiers und hielt ihn fest (58.).
Stattdessen erhöhte Jeddeloh per Foulelfmeter auf 4:1. Hyseni verlud Feller, der den Elfmeter durch ein Foul an Tim Janßen verursachte, in die linke Ecke und schoss in die rechte (70.). Direkt im Anschluss erzielte Janßen sogar das 5:1, nach einem langen Ball in die Tiefe. Im Eins gegen Eins gegen Feller blieb der Flügelspieler cool und schob den Ball durch die Beine von Feller ins Heidenheimer Tor (72.). Dem Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt gelang noch der Treffer zum 2:5 durch Mikkel Kaufmann (89.). Nach dem Abpfiff feierte der Underdog unter tosendem Applaus von der Tribüne den Einzug in die zweite Runde.
Bochum gewinnt in Fürth
Im einzigen Erstrundenduell zweier Ligakonkurrenten beschnupperten sich die Zweitligisten lange in einer chancenarmen Anfangsphase. Doch die erste Chance der Partie brachte gleich die Führung für die Bochumer Gäste. Maximilian Wittek kam auf der linken Seite an den Ball und spielte diagonal in den Strafraum, Jannis Heuer spitzelte ihn beim Klärungsversuch unfreiwillig zu Christian Rasmussen, dessen Schuss mit etwas Glück den Weg ins Fürther Tor fand (25.). Auf der anderen Seite hatte Felix Klaus die Chance zum schnellen Ausgleich. Bochums Torwart Timo Horn lenkte den flachen Schussversuch des Fürther Angreifers mit einer Hand vom Tor weg (29.). Bochum ging mit einer 1:0-Führung in die Pause, weil Berkan Taz (37.) die Gelegenheit auf das 2:0 liegen ließ und Bochum-Keeper Horn beim Schuss von Shinta Appelkamp (40.) zur Stelle war.
Die erste Chance der zweiten Halbzeit hatte Fürth, doch Sacha Bansé verzog deutlich (58.). In der 64. Minute erhöhte die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler durch Torjäger Philipp Hofmann. Der Aufsetzer des ehemaligen Fürthers landete unhaltbar für Torwart Florian Hellstern im rechten Winkel. In der Folge spielten die Kleeblätter deutlich offensiver. Appelkamp verpasste am Fünfmeterraum freistehend die beste Chance auf den Anschluss (69.), und Horn parierte Bansés Schuss (70.). In der 77. Minute gelang Joker Maxim Dal der Anschlusstreffer. Nach einer Ecke von Luca Itter köpfte er den Ball am Fünfer ins Tor. Lukas Reich (90.) und Dennis Srbeny (90.+7) vergaben jedoch die letzten Chancen auf den Ausgleich.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: dfb

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