DFB-Pokal
Entscheidung nach Verlängerung: Tomas schießt Stuttgart ins Pokalfinale
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Titelverteidiger VfB Stuttgart hat zum achten Mal das Endspiel um den DFB-Pokal erreicht. Die Schwaben gewannen vor 60.000 Zuschauer*innen mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung gegen Ligakonkurrent SC Freiburg und treffen am 23. Mai im Berliner Olympiastadion auf Rekordpokalsieger Bayern München. Maximilian Eggestein brachte die Gäste zunächst in Führung (28.), ehe Deniz Undav in der regulären Spielzeit den Ausgleich herstellte (70.). In der Verlängerung entschied Tiago Tomas das Spiel zugunsten der Gastgeber (119.).
Beide Mannschaften gingen offensiv ausgerichtet in das baden-württembergische Duell. Die ausgeglichene Anfangsphase war jedoch eher von Zweikämpfen und Gelben Karte geprägt als von Torchancen. So dauerte es bis zur 17. Minute, als Eggestein nach Vincenzo Grifos Vorarbeit den ersten gefährlichen Schuss auf das Stuttgarter Tor abgab. Der Freiburger scheiterte aus spitzem Winkel aber an Alexander Nübel. Als nächstes drang Yuito Suzuki in einer Drei-gegen-Drei-Situation in den Strafraum der Gastgeber ein, Maximilian Mittelstädt und Angelo Stiller konnten aber den Pass auf einen mitgelaufenen Freiburger verhindern und die Aktion schließlich klären (23.).
Eggestein belohnt Freiburger Mut
Im Anschluss schnürften die Gastgeber die Breisgauer in deren Strafraum ein, der finale Pass gelang allerdings nicht. Mitten in diese kleine Drangphase des VfB führte ein Eckball für die Freiburger Führung. Matthias Ginter köpfte Grifos Hereingabe in die Masse am Fünfmeterraum, wo Eggestein den Ball ins Tor verlängerte (28.). Mit der Führung im Rücken konzentrierten sich die Gäste anschließend auf die Abwehrarbeit und überließen dem VfB das Spiel. Dieser hatte in der 40. Minute durch Ermedin Demirovic die erste Möglichkeit, in der er nach Vorarbeit von Undav aus zentraler Position schnell abzog und einige Meter über das Tor zielte.
Stuttgart spielte sich in den Schlussminuten der ersten Hälfte in ein Momentum und kam durch Leweling zur nächsten Chance. Weil Undav einen Pass absichtlich durchließ, konnte der Nationalspieler die Freiburger Defensive mit einem Flachschuss aus dem Rückraum überraschen, doch auch sein Versuch rauschte knapp am linken Pfosten vorbei (44.). In der letzten Aktion der ersten Halbzeit hatte Undav noch die größte Torchance, als sein Volleyschuss aus wenigen Metern von Igor Matanovic abgeblockt wurde (45.+3).
Stuttgart drückt und trifft
Die Stuttgarter knüpften nach dem Seitenwechsel an die letzten Minuten vor der Pause an und kamen direkt zur nächsten Möglichkeit. Leweling bediente Chris Führich auf der anderen Strafraumseite, der freistehend aber den Ball zu ungenau traf, um ihn auf das Freiburger Gehäuse zu bringen (49.). Nach den ersten druckvollen Minuten des VfB kam auch der Sport-Club durch Johan Manzambi wieder vor das Tor der Schwaben, Jeff Chabot gelang aber die Klärungsaktion gegen den Freiburger, der ansonsten aus guter Position hätte abschließen können (55.).
Die Gastgeber behielten aber die Spielkontrolle und drückten weiterhin auf den Ausgleich. Nach einer Stunde brachte Stiller eine Flanke von Undav aus wenigen Metern Richtung Tor, doch Freiburgs Keeper Florian Müller sicherte den Ball noch auf der Linie (60.). Zwei Minuten später traf Stiller zwar ins Tor, Demirovic stand zuvor allerdings im Abseits. In der 70. Minute konnten sich die Stuttgarter gleich doppelt freuen: Erst blockte Chabot Suzukis Schuss aus kurzer Distanz ab, dann schaltete der VfB über Bilal El Khannouss um, bediente Undav am Strafraumeck, von wo aus er ins lange Eck zum 1:1 abschloss.
Tomas mit dem Lucky Punch
In der Folge beruhigte sich das Spieltempo nach intensiven Minuten etwas, wenn auch die Gastgeber die offensiv aktivere Mannschaft blieb. Dann hatten die Gäste auch noch Glück, dass eine von Philipp Lienhart abgefälschte Flanke nur an den Pfosten knallte (82.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit kam erneut Undav zum Distanzschuss, diesmal zog sein Versuch aber knapp am linken Pfosten vorbei (89.). In der Nachspielzeit versuchte es Führich mit einem Schlenzer, den Müller aber parierte (90.+2). Den Rebound nach der nachfolgenden Ecke schoss El Khannouss nur wenige Zentimeter neben das Tor (90.+3). Wiederum nur Sekunden darauf bediente El Khannouss Undav im Zentrum, der aber auch zu zentral auf Müller zielte (90.+4).
Eine knappe Minute war in der Verlängerung gespielt, da traf Lucas Höler zur vermeintlichen Gästeführung, Schiedsrichter Tobias Welz gab das Tor jedoch wegen eines Foulspiels nicht (91.). Auch Stuttgarts Führich näherte sich in der 96. Minute dem Führungstreffer, traf im Laufduell mit mehreren Freiburgern aus zentraler Position aber nur den Pfosten. Vor der erneuten Pause zeichnete sich Müller im Freiburger Tor ein weiteres Mal aus, als El Khannouss nach Anspiel von Undav vor ihm auftauchte und an ihm scheiterte (103.).
Durch viele Wechsel und Unterbrechungen wurde der Spielfluss in der zweiten Hälfte der Verlängerung gestört und lange sah es nach einer Entscheidung vom Elfmeterpunkt aus. Schließlich gelang aber den Gastgebern der Lucky Punch: Tomas verwertete die Hereingabe von Badredine Bouanani mit der Hacke zum späten Siegtreffer (119.). Christian Günter gelang zwar nochmal der Schuss, der aber knapp am Tor vorbeischrammte (120.+2).
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: sid/fz

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