DFB-Pokal der Junioren
Bremens Pokalheld Patrice Covic: "Das war Gänsehaut pur"

In seiner Heimatstadt Berlin hatte Patrice Covic (17) großen Anteil daran, dass die U 19 des SV Werder Bremen erstmals den DFB-Pokal der Junioren gewann. Mit seinem Führungstreffer in der 114. Minute brachte der Offensivspieler sein Team beim 2:0-Finalsieg nach Verlängerung gegen den Karlsruher SC auf Kurs. Im DFB.de-Interview spricht Patrice Covic mit Mitarbeiter Ralf Debat über den historischen Erfolg.
DFB.de: Kein Jahr nach Deinem Wechsel von Hertha BSC zum SV Werder hast Du mit Deinem neuen Verein in Berlin den Pokalsieg gefeiert. Wie würdest Du diesen Moment beschreiben, Patrice?
Patrice Covic: Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich bin hier ganz in der Nähe aufgewachsen. Meine gesamte Familie war im Stadion, auch viele Freunde sind gekommen. Wir alle wollten unbedingt das Spiel gewinnen. Dass ich dem Team dann auch noch mit einem Treffer helfen konnte, ist überragend.
DFB.de: Hatte Euch das unglückliche Ausscheiden im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft nach Verlängerung gegen den 1. FC Köln noch zusätzlich motiviert?
Covic: Auf jeden Fall. Das Aus tat weh, zumal wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft waren. Wir wussten aber, dass wir noch ein Endspiel haben. Umso schöner, dass es mit dem Pokalsieg geklappt hat.
DFB.de: Es war über 120 Minuten ein sehr intensives Endspiel, in dem Euch der KSC alles abverlangt hat!
Covic: Definitiv. Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir nur schwer ins Spiel gekommen. Später haben wir es jedoch besser gemacht und hatten dann auch in der Verlängerung mehr zuzusetzen. Deshalb war unser Sieg am Ende auch verdient.
DFB.de: Dennoch hat es bis zum entscheidenden Treffer lange gedauert. Hattest Du schon das Elfmeterschießen im Hinterkopf?
Covic: Nein, gar nicht. Obwohl auch mein Körper gefühlt schon überall weh tat, wusste ich, dass wir auch in der Schlussphase der Verlängerung in der Lage sind, mit einer Aktion die Partie zu entscheiden. Als dann Arda Halicioglu von der rechten Seite geflankt hat, musste ich nur noch meinen Fuß reinhalten und den Ball ins Netz lenken. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, was ich machen sollte, bin dann einfach zu den Fans gerannt. Das waren unglaubliche Emotionen.
DFB.de: Was war unter dem Strich entscheidend, um als Sieger vom Platz zu gehen?
Covic: Wir haben immer an uns geglaubt und nie aufgegeben. Das hat uns schon während der gesamten Saison ausgezeichnet.
DFB.de: Es ist der erste Pokalsieg überhaupt für die Bremer U 19. War Euch diese historische Dimension des Erfolges bewusst?
Covic: Klar, im Vorfeld war das schon einmal Thema. Welche Bedeutung das Endspiel für den Verein hatte, wurde ja auch durch die vielen tausend Werder-Fans im Stadion deutlich. Das hat uns unglaublich gepusht. Diese Unterstützung zu spüren, war Gänsehaut pur.
DFB.de: Es war Deine erste Saison bei Werder. Viel besser konnte es nicht laufen, oder?
Covic: Das kann man wohl sagen. Dass es auf Anhieb so gut funktioniert, damit konnte ich nicht rechnen. Jetzt aber kann ich nicht nur wegen des Pokalsieges sagen, dass der Wechsel definitiv für mich der richtige Schritt war. Meine Komfortzone in der Heimat zu verlassen, hat mir bei meiner Entwicklung sehr geholfen. Ich werde alles dafür tun, damit es möglichst auch in Zukunft so weitergeht.
Kategorien: DFB-Pokal der Junioren
Autor: mspw

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