DFB-Pokal der Frauen
Bayern-Torjägerin Pernille Harder: "Spiele gegen Wolfsburg sind speziell"

Titelverteidiger gegen Rekordpokalsieger: Im Endspiel um den DFB-Pokal der Frauen trifft der FC Bayern München am Donnerstag, 14. Mai (ab 16 Uhr), im Kölner RheinEnergieSTADION auf den VfL Wolfsburg. Im DFB.de-Interview spricht FCB-Torjägerin Pernille Harder (33), die schon mit beiden Vereinen den Pott gewonnen hat, mit Mitarbeiter Ralf Debat über das Duell der beiden deutschen Topklubs.
DFB.de: Nach dem souveränen 4:0-Heimsieg gegen die SGS Essen steht der FC Bayern München zum dritten Mal in Serie im Endspiel um den DFB-Pokal. Wie groß ist die Freude, im Mai erneut nach Köln zu reisen, Frau Harder?
Pernille Harder: Wir können stolz darauf sein, was wir gerade in den zurückliegenden Wochen geleistet haben. Mit den Aufgaben in der Bundesliga, den beiden Champions-League-Spielen gegen Manchester United und jetzt auch dem Pokalspiel gegen Essen liegt eine sehr anstrengende Phase hinter uns, die wir mit sieben Siegen aus sieben Spielen sehr gut gemeistert haben.
DFB.de: War es schwierig, sich nach dem Erreichen des Halbfinales in der Königsklasse für die vermeintliche Pflichtaufgabe im Pokalwettbewerb zu motivieren?
Harder: Gar nicht. Es war für uns ein ebenso großes Ziel, erneut das Endspiel in Köln zu erreichen. Wir haben den Schwung des United-Spiels mitgenommen und diese Phase gut abgeschlossen.
DFB.de: Was war ausschlaggebend, um die SGS Essen zu bezwingen?
Harder: Es war vor allem in der Anfangsphase das erwartet schwierige Spiel. Die SGS Essen ist sehr aggressiv in die Partie gestartet und hat es uns nicht leicht gemacht. Nach dem Führungstreffer haben wir jedoch mehr Kontrolle über das Spiel bekommen und dann vor der Pause noch zwei Tore nachgelegt. Unter dem Strich haben wir es gut gemacht und nichts anbrennen lassen.
DFB.de: Am Vortag hatte sich der VfL Wolfsburg im ersten Halbfinale beim FC Carl Zeiss Jena erst im Elfmeterschießen durchgesetzt. War das auch für Sie eine Warnung?
Harder: Das war gar nicht notwendig. Wir wissen, dass im Pokal immer alles passieren und dass jeder Gegner gefährlich werden kann. Entsprechend konzentriert sind wir an die Aufgabe herangegangen. Auch bereits in den Tagen zuvor im Training war der Fokus voll da und die Motivation groß.
DFB.de: Sie werden am 14. Mai bereits zum siebten Mal in Ihrer Karriere ein Pokalendspiel in Köln bestreiten. Was macht dieses Event so besonders?
Harder: Es herrscht immer eine phantastische Atmosphäre im Stadion. Man spürt in jeder Sekunde, dass es ein besonderes Ereignis ist. Vor allem freue ich mich auch deshalb darauf, weil wahrscheinlich Familie und Freunde in Köln mit vor Ort sein werden.
DFB.de: Wie gut gefällt es Ihnen, dass es im Finale gegen Ihren früheren Verein VfL Wolfsburg geht?
Harder: Ich bin sehr happy darüber. Spiele gegen den VfL sind immer speziell, nicht nur für mich, sondern für alle Beteiligten. Ich denke, es ist ein sehr würdiges Finale.
DFB.de: Nach fünf Ihrer bisherigen sechs Pokalendspiele verließen Sie den Platz als Gewinnerin. Nur 2024 unterlagen Sie mit dem FC Bayern dem VfL Wolfsburg 0:2. Ist es nun die passende Gelegenheit, das zu korrigieren?
Harder: Es war damals ohne Zweifel eine große Enttäuschung für uns alle. Das hat aber nichts mehr mit dem jetzigen Finale zu tun. So oder so fahren wir nach Köln, um den DFB-Pokal zu gewinnen.
DFB.de: Wer geht als Favorit in das Duell?
Harder: In einem solchen Duell gibt es keinen Favoriten. Alles ist möglich. Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, das bessere Ende für uns zu haben
Kategorien: DFB-Pokal der Frauen
Autor: mspw

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