DFB-Pokal
Altglienicke unterliegt Wolfsburg erst im Elfmeterschießen
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Die VSG Altglienicke hat in der ersten DFB-Pokalrunde eine weitere dicke Überraschung eines Viertligisten nur knapp verpasst. Der Berliner Regionalligist musste sich trotz dreimaliger Führung nach großem Kampf dem Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg erst im Elfmeterschießen mit 5:6 geschlagen geben. Nach 120 Minuten hatte es 3:3, nach 90 Minuten 2:2 gestanden. Auch Drittligist Würzburger Kickers lag gegen den Erstligisten 1. FC Köln lange vorne, unterlag aber schließlich mit 1:2 (1:0). Der Hamburger SV setzte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän mit 3:0 (1:0) beim Drittligisten SC Verl durch.
VSG-Torjäger Jonas Nietfeld (6.) und Jonas Saliger (71.) ließen die Altglienicker Träume mit ihren Treffern in den regulären 90 Minuten realer werden, doch VfL-Kapitän Maximilian Arnold wurde gleich zweimal zum Spielverderber (55., 83.). Als die Kräfte in der Verlängerung zu schwinden schienen, bescherte Mehmet Ibrahimi die erneute Führung für die Berliner (109.). Doch Hauke Wahl gelang für Wolfsburg die erneute Antwort (117.). Selbst im Shootout lag Altglienicke nach einem Fehlschuss von Fabian Reese vorn, doch Sven Sonnenberg verpasste den Matchball. Nach Ibrahimi als siebter Altglienicker Schütze vergab, machte Kilian Fischer alles klar.
Würzburg schnupperte nach dem Führungstreffer von David Abrangao (18.) lange an einem Pokalcoup, doch rettete der isländische Nationalspieler Isak Johannesson (62., 77.) die "Geißböcke" mit zwei Toren in der zweiten Halbzeit. Für den HSV legte Albert Grönbaek mit Toren kurz vor und kurz nach der Pause den Grundstein für das Weiterkommen (41., 46.), bevor U 17-Nationalspieler Louis Lemke (50.) das Spiel entschied.
Altglienicke liefert Wolfsburg Pokalfight
Der krasse Außenseiter aus Berlin erwischte bei seiner zweiten DFB-Pokalteilnahme gegen den Bundesliga-Absteiger den besseren Start und wurde bereits nach sechs Minuten mit dem Führungstreffer belohnt. Erst im Laufe der ersten Halbzeit kam Wolfsburg immer besser ins Spiel und wurde zunehmend dominanter. Altglienicke blieb aber weiter gefährlich, wie in der 17. Minute, als nach einem Kopfball von David Kebe der Außenpfosten für VfL-Torwart Jakub Zielinski rettete. Die Niedersachsen traten hauptsächlich mit Schüssen aus der Distanz in Erscheinung, die der starke Altglienicker Torwart Luis Zwick immer wieder entschärfte. In der zweiten Hälfte geriet Zwick noch stärker in den Mittelpunkt und machte seine Sache weiter gut. Bei einem Schuss aus der zweiten Reihe des eingewechselten Wolfsburger Kapitäns, der vom Innenpfosten ins Netz prallte, war der VSG-Keeper dann aber machtlos.
Als die Führung des Favoriten nur eine Frage der Zeit zu sein schien, unterlief Zielinski im Spielaufbau ein folgenschwerer Fehler, als er weit vor dem Tor stehend dem Altglienicker Saliger den Ball genau in die Füße spielte. Dieser hatte keine Mühe, den Ball im verwaisten Tor der "Wölfe" unterzubringen. Die Träume des Hauptstadtklubs schienen realer zu werden, doch dann traf wieder Arnold per direkten Freistoß. Wolfsburg zog in der Verlängerung ein Powerplay rund um den Strafraum der Berliner auf, während der Außenseiter auf Gegenstöße lauerte.
Johannesson rettet Köln
Köln schien in Würzburg die Partie anfangs im Griff zu haben und erspielte sich eine ganze Reihe guter Torgelegenheiten. Hinten ließ der Erstligist beim Drittliga-Rückkehrer zunächst nur eine größere Möglichkeit zu - doch diese war drin. Der Lucky Punch des Underdogs machte die Aufgabe für den Favoriten noch komplizierter. Die Kickers zogen sich weiter zurück und setzten mit Kontern oder Standardsituationen den einen oder anderen fiesen Nadelstich, während den weiterhin spielbestimmenden Kölnern zunehmend die Ideen ausgingen. Eine weitere Druckphase vor der Pause ließen die "Geißböcke" ungenutzt.
In der zweiten Halbzeit bot sich das gewohnte Bild: Köln mühte sich an den gut stehenden Würzburgern ab, bis dann doch der Ausgleich gelang. Dieser gab den Kölnern Rückenwind und Johannesson drehte die Partie mit einem Schlenzer ins lange Eck komplett. Die Gastgeber gaben sich auch in der Schlussphase nicht auf, der erneute Ausgleich gelang aber nicht mehr.
16-jähriger Lemke mit Tordebüt für HSV
In Verl war ein Klassenunterschied zunächst nicht zu erkennen - ganz im Gegenteil: Die Ostwestfalen starteten weitaus mutiger und erspielten sich gegen den harmlosen Bundesligisten in der halben Stunde sogar ein deutliches Chancenübergewicht. Erst nach etwa 35 Minuten wurden die Rothosen aktiver: Einen Fehler im Verler Aufbauspiel nutzte der HSV schließlich doch zur Führung. Nach dem Seitenwechsel benötigte Hamburg nur 40 Sekunden zum zweiten Treffer, wieder traf Grönbaek, bevor sich vier Minuten später der erst 16-jährige Lemke bei einem Pflichtspieleinsatz für den dritten Treffer feiern ließ. Das Spiel war entschieden, die Moral des Drittligisten aber noch nicht gebrochen. Während Hamburg zwei Gänge zurückschaltete, mühte sich der Drittligist zumindest um den Ehrentreffer - erfolglos.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: dfb

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