DFB-Pokal der Junioren

Kapitän Ley schießt Köln zum Sieg in Bochum

02.08.2026
Schnürt einen Doppelpack im Westduell beim VfL Bochum: Kölns Kapitän Benjamin Ley (r.) Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS | Steffie Wunderl

Titelverteidiger VfB Stuttgart hat seine Aufgabe in der ersten Runde um den DFB-Pokal der Junioren gelöst. Das Team von Trainer Tobias Rathgeb ließ bei der JSG Schaumberg-Prims aus der Regionalliga Südwest nichts anbrennen und qualifizierte sich mit einem 5:0 (2:0)-Auswärtserfolg für Runde zwei, die für Ende August angesetzt ist.

Vor 950 Zuschauer*innen brachte Almand Idrizi (27.) und Brayann Kenmoe (43.) die Schwaben schon vor der Pause auf die Siegerstraße. In der zweiten Halbzeit bauten Massimo Di Benedetto (75./78.) und der eingewechselte Kirill Serdiuk (81.) den Vorsprung mit drei Toren innerhalb von nur sechs Minuten aus.

In einem Duell zweier Profiklubs musste sich der VfL Bochum dem zweimaligen DFB-Pokalsieger 1. FC Köln 1:2 (1:2) geschlagen geben. Spielführer Benjamin Ley (14./23.) brachte die Gäste schon früh auf Kurs. Siyeong Yang (45.) konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff nur noch verkürzen.

Wiesner trifft dreimal für S04

Der zweimalige DFB-Pokalsieger FC Schalke 04 gewann das westfälische Duell beim SV Rödinghausen 3:1 (1:0). Alle drei Treffer für die Mannschaft von Trainer Norbert Elgert markierte der erst 16 Jahre alte Schweizer Timo Wiesner (19./71./79.). Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Vlas Beskorovainyi (59.).

Borussia Mönchengladbach behielt beim Freiburger FC aus der Oberliga Baden-Württemberg 3:0 (0:0) die Oberhand, tat sich aber lange Zeit schwer. Erst in der Schlussphase ließen die beiden eingewechselten Shinnosuke Yamakawa (85.) und Destini Megogo (89.) sowie Leonard Nitz (90.+4, Eigentor) die "Fohlen" jubeln.

Ebenfalls 3:0 (3:0) setzte sich der MSV Duisburg beim bayerischen Landesligisten DJK Bon Bosco Bamberg durch. Schon im ersten Durchgang machten Diego Sciacca (17.), Adrian Gorczycki (26.) und Julian Bierschenk (45.+2) für die Gäste aus dem Ruhrgebiet alles klar.

Stahnsdorf verpasst Sensation

Der Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München lag beim 3:1 (0:0) im Spiel beim RSV Eintracht 1949 in Stahnsdorf bis kurz vor dem Abpfiff 0:1 zurück. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatte der eingewechselte Florian Hamzi (47.) die Hausherren aus der Regionalliga Nordost überraschend in Führung gebracht. Erst ein spätes Eigentor von Timm Müller (89.) bewahrte die Münchner vor dem Ausscheiden. In der Nachspielzeit machten der eingewechselte Aristide Hentcho (90.+4) und Philipp von Taube (90.+6) dann doch noch den Einzug in die zweite Runde für den FC Bayern perfekt.

Weniger Mühe hatte Lokalrivale TSV 1860 München, der sich beim Hessenligisten TSG Wieseck 4:0 (2:0) behauptete. Arda Efe (7./10.) brachte die "Löwen" mit einem Doppelschlag früh auf die Siegerstraße. Ein Eigentor von Elias Kalender (75.) und ein Treffer von Paul Sturm (79.) stellten den Endstand her.

Der SC Preußen Münster und der 1. FC Magdeburg lieferten sich ein äußerst unterhaltsames Duell, das die Gäste aus Sachsen-Anhalt schließlich 4:3 (1:2) gewannen. Osayuki Ogieriakhi (11./50.), Elishama Manyaka (51.) und "Joker" Milano Herrmann (86.) waren für den FCM erfolgreich. Die Preußen kamen durch Emil Brandenburg (24.) und Malte Varelmann (39./75.), der zweimal vom Punkt traf, zu ihren Toren.

Mainz bewahrt vom Punkt die Nerven

Erst vom Punkt wurde das Duell zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem FC Augsburg entschieden. Die Hausherren setzten sich nach einem äußerst turbulenten Spielverlauf im Elfmeterschießen 3:1 (4:4, 2:2, 2:1) durch. Dabei hatte zunächst Jemain Samuel Kusi (17./23.) zwei Tore für die Mainzer vorgelegt. Evan Waguia Tagne (42.) und Tom Pascal Bader (90.+1) egalisierten jedoch das Ergebnis. In der Verlängerung sah dann der FCA nach weiteren Treffern von Tom Pascal Bader (115.) und Ryoji Nagata (119.) schon wie der sichere Sieger aus, ehe Fynn Christian Wombacher (120.) und Kapitän Domenic Köppel (120.+4) das Elfmeterschießen erzwangen. Hier bewiesen die Mainzer die besseren Nerven.

Der Berliner SC aus der Regionalliga Nordost schaltete die SpVgg Greuther Fürth aus. Nach Verlängerung stand ein 3:1 (1:1, 0:0) für die Hauptstädter aus der Regionalliga Nordost zu Buche. Dabei waren die Gäste aus Franken zunächst durch Dominik Spath (56.) per Strafstoß in Führung gegangen. Dem eingewechselten Ebrahim Karimi (88.) gelang jedoch kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit der Ausgleich. In der Verlängerung machten zwei Elfmeter-Tore von Hamza Korbosli (100.) und David-Wilstel Esekuluwe (111.) die Überraschung perfekt.

Paderborn siegt zweistellig

Der SC Paderborn 07 sorgte mit dem 11:0 (5:0) bei Altona 93 aus der Verbandsliga Hamburg für das bis dahin deutlichste Ergebnis der ersten Runde. Für das Team von Trainer Ihsan Kalkan trug sich Noah Jonathan Ringbeck (11./23./29.) schon in der ersten halben Stunde dreimal in die Torschützenliste ein. Außerdem waren Vigo Wernet (20./61.), Jason Tang-Enow (39.), Danell Luvambanu (54./72.), Flemming Deilke (63.), Felix Bertels (75.) und Max Riedemann (81.) für die Ostwestfalen erfolgreich.

Bei der TuS Koblenz aus der Regionalliga Südwest kam der SV Werder Bremen zu einem 4:0 (2:0)-Auswärtssieg. Ablie Ceesay (33.) und Adrian Haweri (45.+4) brachten die Hanseaten vor der Pause auf die Siegerstraße. Tom Kaperkon (75.) und Marten Buck (84.) beseitigten sämtliche Zweifel am Weiterkommen.

Ebenfalls 4:0 (1:0) gewann Bayer 04 Leverkusen beim Nord-Regionalligisten VfV Borussia 06 Hildesheim. Aleksa Damjanovic (38.) markierte im ersten Spielabschnitt das Führungstor. Nach der Pause machten Jeremiah Dennit Mensah (64.), der eingewechselte Gabriel Minutillo (82.) und Dustin-Jeremy Buck (88.) vor 1268 Zuschauenden alles klar. Dabei musste Bayer 04 ab der 69. Minute nach der Gelb-Roten Karte für Mittelfeldspieler Jonah Berghoff wegen einer Unsportlichkeit in Unterzahl agieren.

Dynamo Dresden unterlag Hannover 96 in einer torreichen Partie 2:6 (0:4). Den Grundstein legten die Niedersachsen mit vier Toren in den ersten 30 Minuten. Bilal Bengharda (4.), Kevin Ahlberg (7./30.) und Denis-Ioan Miu (11.) sorgten schnell für klare Verhältnisse. Die weiteren 96-Treffer gingen ebenfalls auf das Konto von Denis-Ioan Miu (70.) und Kapitän Kevin Ahlberg (87.), der per Strafstoß sein drittes Tor beisteuerte. Für Dynamo betrieben der eingewechselte Luis-Alexander Baasen Maldonado (63.) und Yanic Grund (74.) nur noch ein wenig Ergebniskosmetik.

Kohler-Kicker scheiden aus

Die von Weltmeister Jürgen Kohler betreute U 19 des Bonner SC aus der Verbandsliga Mittelrhein unterlag dem favorisierten FC St. Pauli 0:6 (0:1). Jonathan Hadeler (18.) stellte für die Hamburger im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg. Malik Can Sahin (54.), August Janisch (59.), erneut Jonathan Hadeler (67.), der eingewechselte Kenzy-Baudry Akame (79.) und Kemi Dandji (84.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Der Hamburger SV zog dank eines 4:2 (2:2, 2:0) nach Verlängerung beim 1. FC Nürnberg in die zweite Runde ein. Den 2:0-Vorsprung des HSV, für den Hüseyin Cakallioglu (36.) und Thierry Sedlatschek (41.) vor der Pause gesorgt hatten, glichen Noah Keller (55.) per Strafstoß und Lucas Gerner (58.) per Doppelschlag für die Mannschaft des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs Marek Mintal aus. In der Extra-Time waren dann aber wieder die Hamburger durch Tyron Conrädel (114.) und "Joker" Ismaila Djamanca (118.) am Zug und sicherten sich das Weiterkommen.

Zum 17:0 (4:0) von Fortuna Düsseldorf beim SV Warnemünde Fußball aus der Landesliga Mecklenburg-Vorpommern steuerten gleich zehn verschiedene Spieler Tore bei. Sie gingen auf das Konto von Florim Selmani (28./39.), Luis Sinkiewicz (33.), Tom Marc Prüsener (37./69.), Elias Nelson Oberschewen (48./79./90.+1), Adnane Tchatakpara (50.), Leonidas Vassiliadis (53./67./86.), Ibrahima Balde (59.), Ahmad Hassan (76./83.), Rio Jack Faust (84.) und Josua Scheven (90.).

Auch der FC Carl Zeiss Jena behielt mit dem 10:0 (6:0) beim Verbandsligisten SV Arminia Magdeburg zweistellig die Oberhand. Für gleich drei Treffer war dabei Dominik Eduardo Lopez de la Cruz (21./23./53.) verantwortlich. Paul Watterodt (2./57.) und Tristan Sören Teuber (28./41.) schnürten jeweils Doppelpacks. Hinzu kamen noch Tore von Daniel Gluvic (16.), Jona Lorkowski (67.) und Fabrice Wedekind (76.).

Kategorien: DFB-Pokal der Junioren

Autor: mspw