DFB-Pokal
3:1 gegen Leipzig: Stuttgart löst das zweite DFB-Pokalfinalticket

Der VfB Stuttgart steht zum siebten Mal im DFB-Pokalfinale. Der dreimalige Pokalchampion setzte sich im zweiten Halbfinale im Bundesligaduell gegen RB Leipzig mit 3:1 (1:0) durch und trifft am 24. Mai im großen Endspiel im Berliner Olympiastadion auf Arminia Bielefeld. Der Drittligist hatte sich am Dienstag sensationell gegen Doublesieger Bayer Leverkusen durchgesetzt (2:1).
Die beiden A-Nationalspieler Angelo Stiller (5.) und Jamie Leweling (73.) sowie U 21-Nationalspieler Nick Woltemade (57.) schossen den VfB um Trainer Sebastian Hoeneß im heimischen Stadion zum Sieg und lassen die Schwaben vom vierten Pokalsieg nach 1954, 1958 und 1997 träumen. 2013 hatten die Stuttgarter zuletzt im Endspiel gestanden, damals aber 2:3 gegen den FC Bayern München verloren. Benjamin Sesko (62.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für die Gäste aus Sachsen.
Hoeneß: "Das ist überragend"
"Wir haben uns in den richtigen Phasen belohnt, in den schwierigen Phasen haben wir uns unterstützt. Ich muss vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Das ist überragend. Wir fahren nach Berlin", sagte Sebastian Hoeneß im ZDF. "Wie jeder hier im Stadion sind wir überglücklich. Unser Weg ist besonders. Vor zwei Jahren haben wir noch Relegation gespielt, jetzt stehen wir im Pokalfinale", ergänzte Angelo Stiller, zu seinem Volleytreffer sagte er: "Ich glaube nicht, dass ich den nochmal so treffe." Nick Woltemade schwärmte: "Die Stimmung war geil, ich hatte Gänsehaut. Wir sind heute belohnt worden."
RB-Coach Zsolt Löw sagte: "Die Enttäuschung ist groß, wir haben viel investiert und waren in vielen Bereichen besser. Das ist ein herber Schlag. Wir wollten ins Pokalfinale."
VfB-Blitzstart dank Stillers Traumtor
Vor 60.000 Fans in der ausverkauften MHPArena lieferten sich beide Teams ein intensives Duell - und schon in der ersten Minute klärte Finn Jeltsch in höchster Not gegen Leipzigs Lois Openda, der nach einem schnellen Gegenstoß am VfB-Strafraum aufgetaucht war. Auf der Gegenseite verzog Stuttgarts Nationalspieler Maximilian Mittelstädt aus rund sechs Metern, Kosta Nedeljkovic fälschte noch zur Ecke ab (5.).
Die folgende Standard ließ das Stadion beben. Benjamin Sesko köpfte den Eckball an die Strafraumgrenze, wo Stiller frei stand und mit einem traumhaften Volley zur frühen Führung für die Hausherren abschloss (5.).
RB schüttelte sich nur kurz und schoss VfB-Torwart Alexander Nübel in der Folge warm. Gleich zweimal rettete der DFB-Keeper gegen Openda stark (15., 17.), ehe er sich bei einem Abschluss von Xavi Simons ganz lang machen musste (31.). Vier Minuten später scheiterte erneut Openda am glänzend aufgelegten Nübel (35.). Ridle Baku verzog aus halbrechter Position nur knapp (37.).
Leweling kontert Seskos Anschlusstor
RB Leipzig war nun das klar tonangebende Team, Stuttgart verließ sich auf seine starke Defensive und verteidigte leidenschaftlich. Und die vergebenen Großchancen der Gäste sollten sich rächen.
Denn zunächst ergab sich für das Hoeneß-Team in der 55. Minute die große Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Nick Woltemade prüfte RB-Schlussmann Maarten Vandevoordt aus rund elf Metern per Kopf. Im Anschluss an den folgenden Eckball eroberte Stuttgart den Ball zurück, nach doppeltem Doppelpass mit Ermedin Demirovic blieb Woltemade eiskalt und schob den Ball ins linke Toreck (57.) - 2:0.
Die Roten Bullen gaben jedoch keineswegs auf und belohnten sich fünf Minuten später mit dem Anschlusstreffer von Sesko (62.). Das Aufbäumen währte jedoch nur kurz. Stiller schritt in Minute 73 zur Ecke, Woltemade verlängerte per Kopf auf den zweiten Pfosten, wo Leweling nach einem Abpraller am schnellsten reagierte und zum 3:1-Endstand einstocherte.
In der 87. Minute rettete für den VfB die Latte nach einer Volleyabnahme von Sesko. In den Schlussminuten hielt die Defensive den RB-Angriffen stand - und so fährt der VfB am 24. Mai nach Berlin.
Kategorien: DFB-Pokal
Autor: dfb

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