Frauen-Nationalmannschaft
Wück: "Wir werden personell einiges verändern"

Das Ticket für die WM 2027 in Brasilien hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft sicher in der Tasche. Dennoch steht noch ein letztes Qualifikationsspiel am Dienstag (ab 18 Uhr, live im ZDF) gegen Slowenien in Ljubljana auf dem Plan. Bundestrainer Christian Wück und Defensivspielerin Janina Minge erzählen auf DFB.de, wie sie diese Partie angehen.
Christian Wück über...
...die Zeit zwischen den Länderspielen: Wir haben den Spielerinnen Zeit gegeben und Freiräume gelassen, sich zu erholen. Wir werden vor dem Abschlusstraining nun in die Gegnerinnenanalyse gehen und die letzten Feinheiten für Slowenien besprechen.
... mögliche Rotation gegen Slowenien: Es geht nicht mehr um die WM-Qualifikation, aber wir wollen das Spiel trotzdem gewinnen. Das ist unser Anspruch. Wir rechnen mit ähnlichen Voraussetzungen wie in Österreich. Der Gegner wird versuchen, sehr kompakt zu stehen und mit Gegenstößen zum Erfolg zu kommen. Unsere Hauptaufgabe wir es sein, Lösungen zu finden. Es wird eine weitere Bewährungsprobe, und wir werden uns weiterentwickeln müssen. Wir haben alle Spielerinnen zur Verfügung und können aus dem Vollen schöpfen. Wir werden personell einiges verändern und manche Positionen neu besetzen. Unser Ziel ist aber gleichgeblieben.
... Konkurrenzdenken: Ich denke, dass die Mannschaft gespürt hat, dass wir auch größere Ausfälle verkraften können. Wir haben einige Spielerinnen, die im Hintergrund mit den Hufen scharren. Das wollen wir auch im nächsten Spiel sehen. Wir vertrauen unseren Spielerinnen und trauen ihnen viel zu. Sie müssen aber auf den Punkt da sein. Wir hoffen, dass es auch morgen der Fall ist.
... mögliche Alternativen zu Nüsken und Senß im zentralen Mittelfeld: Wir werden schon versuchen, in den nächsten Spielen auf der einen oder anderen Position anderen Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, sich zu beweisen. Wir haben auch viele Spielerinnen, die auf der Sechs und der Acht spielen können, wie Lisanne Gräwe, die sich in Frankfurt gut entwickelt hat.
... der Plan für die kommenden Monate: Wiedersehen werde ich die Spielerinnen wieder in den Stadien zu Saisonbeginn. Für einige Spielerinnen stehen Wechsel an. Ich hoffe, dass viele die Anlaufzeit in ihren neuen Vereinen kurzhalten können. Wir werden als Mannschaft erst wieder im Oktober zusammenkommen. Bis dahin stehen für uns als Trainerteam viele Scoutingtouren und Besuche bei den Vereinen an, um für die nächsten Maßnahmen topvorbereitet zu sein.
Janina Minge über...
... ihre Rotsperre gegen Norwegen: Es ist nie schön, Länderspiele zu verpassen. Gerade in Köln in einem besonderen Spiel vor einer Superkulisse. Die Spielerinnen auf dem Platz haben aber einen guten Job gemacht. Ich freue mich jetzt aber, vor der Sommerpause noch einmal auf dem Platz zu stehen und werde wie immer 100 Prozent geben.
... Verbesserungsansätze: Offensiv waren wir sehr effizient. Wir haben unsere Chancen gut genutzt und viel Ballbesitz gehabt. Anne (Ann-Katrin Berger, d. Red) hat ein paar Bälle gut gehalten. Unser Anspruch ist es aber, das in der Abwehr wenig durchrutscht. Das ist ein Punkt, den man immer verbessern kann. Wir hoffen, dass in Slowenien die Null wieder steht und wir viele Tore schießen können, damit wir das Spiel souverän bestreiten.
... die Zeit nach der Ankunft in Ljubljana: Für die meisten Spielerinnen war es recht entspannt. Einige haben sich im Hotel ausgeruht, andere waren spazieren oder in einem Café. Wir haben alle extrem Lust auf das Spiel. Endlich ist es mal wieder ein Spiel, in das man entspannt reingehen kann. Wir wollen zeigen, dass wir uns zu Recht für die WM qualifiziert haben.
Kategorien: Frauen-Nationalmannschaft
Autor: dfb

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