Frauen-Nationalmannschaft
Wück: "Wir haben alles investiert"

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat das Finale der UEFA Women’s Nations League gegen Weltmeister Spanien verloren. Trotz der Enttäuschung zogen Bundestrainer und die Spielerinnen auch ein positives Fazit.
Christian Wück: Wir konnten unser Niveau nicht mehr halten. Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit machen wir Fehler, die man nicht machen darf. Ich ärgere mich aber mehr über die Chancen, die wir nicht reinmachen. Das ist dann der Unterscheid zu den Spanierinnen. Wir haben alles investiert, aber irgendwann haben die Kräfte auch nachgelassen.
Giulia Gwinn: Der Wille war bis zum Schluss da. Es ist ärgerlich, wenn man so viel Gutes auf den Platz bringt und sich nicht belohnt. Am Ende ist das 0:3 sehr bitter, aber ich finde wir haben uns sehr gut verkauft. Es ist einen Tick zu hoch, aber wir hätten gerade im ersten Spiel und auch heute Tore machen können. Wir machen die Tore nicht, Spanien trifft dafür doppelt und dreifach. Wir haben es heute vermissen lassen, den Spanierinnen unser Spiel aufzuzwingen und hatten zu viele Ballverluste am Ende.
Sjoeke Nüsken: Man hat gesehen, dass wir mit einer Mannschaft wie Spanien mithalten können. Wir können viel Positives mitnehmen. Das 0:1 hat uns das Genick gebrochen. Spanien war total effektiv. Daran müssen wir arbeiten. Wenn wir unsere Tore machen, sieht das anders aus.
Klara Bühl: Es tut extrem weh, denn wir waren kurz davor, die Spanierinnen zu schlagen. Wir wollten heute eigentlich als Siegerinnen vom Platz gehen, aber wir können sehr, sehr stolz sein. Ich glaube, wir können viel mitnehmen an Erfahrung. Das Turnier wird uns nochmal helfen, solche Momente zu nutzen. Ich weiß nicht, warum wir es heute nicht über 90 Minuten auf den Platz bringen. Trotzdem können wir mit einem Lächeln vom Platz gehen. Drei Tore in so kurzer Zeit sind dann zu viel, da kannst du nicht mehr zurückkommen.
Franziska Kett: Die Enttäuschung ist groß. Jetzt können wir erstmal traurig sein, aber auch stolz. Im ersten Spiel haben wir gezeigt, was der deutsche Frauenfußball drauf hat, heute hat Spanien brutale Effizienz gezeigt. Wer heute das erste Tor macht, gewinnt dann das Spiel. Wir hatten heute auch unsere Chancen, sind kompakt gestanden, aber haben am Ende kleine Fehler gemacht, die zu den Toren geführt haben.
Kategorien: Frauen-Nationalmannschaft, Nations League
Autor: dfb

Tickets für Heimspiele gegen Australien und Japan
Für die beiden Heimspiele der DFB-Frauen im Oktober können nun Karten im DFB-Ticketportal erworben werden. Am 9. Oktober trifft die DFB-Auswahl in Karlsruhe auf Australien, vier Tage später in Bremen auf Japan.

Gwinn als Fußballerin des Jahres 2026 ausgezeichnet
Nationalmannschaftskapitänin Giulia Gwinn hat den Titel bei der Wahl zur "Fußballerin des Jahres" verteidigt. Die Abwehrspielerin gewann die Wahl mit 106 Stimmen vor ihren Mitspielerinnen Klara Bühl (94 Stimmen) und Jule Brand (82).

Saskia Bartusiak: "Wir haben immer an uns geglaubt"
Vor zehn Jahren gelang den DFB-Frauen in Rio de Janeiro der Olympiasieg – erstmals in ihrer Geschichte. Mit DFB.de spricht die damalige Kapitänin Saskia Bartusiak über den Weg ins Finale, die Stärke der Mannschaft und das perfekte Drehbuch.