Weltmeisterschaft
WM 1958: Die Schlacht von Göteborg

Am 11. Juni beginnt die WM in den USA, Kanada und Mexiko. Deutschland nimmt zum bereits 21. Mal an einer WM-Endrunde teil. In einer Serie blickt DFB.de auf die deutsche WM-Geschichte zurück, von Turnier zu Turnier. Heute: die vierte Teilnahme 1958 in Schweden.
Mit nur noch vier Helden von Bern (Horst Eckel, Helmut Rahn, Hans Schäfer und Fritz Walter) und erstmals mit Uwe Seeler fuhr Deutschland nach Schweden - mit Zug, Fähren und Bus. Nach fünfmaligen Umsteigen erreichten sie ihr Quartier, von bis zu 12.000 Fans begleitet. In der Vorrunde geriet die Elf in allen drei Spielen in Rückstand, blieb aber ungeschlagen. Ein Sieg (3:1 gegen Argentinien) reichte für Platz eins in der Gruppe. Ein Rahn-Tor entschied wie 1954 das Viertelfinale gegen Jugoslawien (1:0), Herberger genehmigte einen Piccolo pro Kopf für die Siegesfeier.
Im Halbfinale endete der deutsche Traum in einer regelrechten Fußball-Schlacht gegen die Gastgeber. Das Publikum von Göteborg machte südländische Stimmung, Einpeitscher mit Megafonen waren neu für deutsche Ohren. Fritz Walter wurde in seinem letzten Länderspiel vom Platz gefoult, und Erich Juskowiak ließ sich von Knut Hamrin zu einem Foul provozieren - er flog vom Platz.
Mit Neun gegen Elf kassierte der Weltmeister die entscheidenden Tore zur 1:3-Niederlage. Herberger stellte im Spiel um Platz drei die Reserve auf, man verlor es gegen Frankreich mit 3:6. Dem Abschlussbankett blieb die DFB-Delegation fern. Die Heimat empfing die Spieler trotz Platz vier herzlich.
Wer schoss die deutschen Tore?
Rahn (6), Schäfer (3), Seeler (2), Cieslarczyk (1).
Wie viele Spieler wurden eingesetzt?
18 - vier blieben auf Abruf zuhause.
Fakten und Kurioses
Heinrich Kwiatkowski (Borussia Dortmund) kam gegen Frankreich (3:6) zu seinem zweiten WM-Einsatz nach dem 3:8 gegen Ungarn (1954) und damit in zwei Spielen auf 14 Gegentore. Seinen Schnitt (7,0) hat zum Glück niemand mehr erreicht. Er bat Herberger nach dem Spiel: "Bitte stellen Sie mich nie wieder auf." Der Bundestrainer tat ihm den Gefallen.
Sepp Herberger war ein Perfektionist und achtete auf jedes Detail. Um zu wissen, wo die Sonne am Nachmittag des Spiels stehen würde, schickte er seinen Assistenten am Tag vor dem Halbfinale ins Stadion nach Göteborg. Der Auftrag kränkte den jungen Fußballlehrer, immerhin wurde er entschädigt durch den Anblick einer Cheerleadergruppe, die im Stadion für ihren Auftritt übte.
Bemerkenswertes Zitat
"Nie wieder werden wir dieses Land betreten", sagte DFB-Präsident Peco Bauwens in der ersten Erregung nach dem verlorenen Halbfinale.
Wer wurde Weltmeister?
Brasilien (mit 5:2 im Finale gegen Schweden).
Kategorien: Weltmeisterschaft, Männer-Nationalmannschaft, WM 2026
Autor: um

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