Google Pixel Frauen-Bundesliga
Vor 26.814 Fans: Bremen feiert Derbysieg gegen HSV

Der SV Werder Bremen hält in der Google Pixel Frauen-Bundesliga Anschluss an die Tabellenspitze. Das Team von Trainerin Friederike Kromp gewann zum Auftakt des 4. Spieltages das Nordderby gegen den Hamburger SV im großen Weserstadion 1:0 (0:0) und brachte damit bereits den dritten Dreier in der laufenden Spielzeit unter Dach und Fach
Vor 26.814 Zuschauer*innen erzielte Werder-Stürmerin Isabella Jaron (50.) kurz nach der Pause den einzigen Treffer der Begegnung. Die 24 Jahre alte Angreiferin war erst vor dieser Saison vom FC Carl Zeiss Jena nach Bremen gewechselt. Die Gäste aus Hamburg, die dem SV Werder über 90 Minuten plus Nachspielzeit ein ausgeglichenes Duell geliefert hatten, müssen weiter auf ihren ersten Sieg warten und bleiben bei zwei Zählern.
Torschützin Jaron: "Gänsehautmoment"
"Ich bin jetzt sehr erleichtert, denn es war eine schwierige Aufgabe für uns", sagte Werder-Trainerin "Fritzy" im Interview mit MagentaSport. "Wir haben uns schwergetan, die Nervosität hat eine Rolle gespielt. Umso wichtiger war, dass uns zu einem günstigen Zeitpunkt das Führungstor gelungen ist. Wieder einmal grandios war die Unterstützung durch unsere Fans. Um diese Stimmung beneidet uns die gesamte Liga."
Torschützin Isabella Jaron erklärte: "Die Kulisse hat uns einen riesigen Rückenwind gegeben. Dafür bin sich sehr dankbar. Dass mir dann auch noch das entscheidende Tor gelingt, war ein Gänsehautmoment."
Torhüterin Mariella El Sherif meinte: "Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, sondern ein hart erkämpfter Sieg. Ich bin froh, dass ich dem Team helfen konnte und wir jetzt Derbysieger sind."
Cardoso: "Darauf aufbauen"
"Wir haben ein gutes Spiel gemacht, können uns dafür aber nichts kaufen", betonte HSV-Kapitänin Pauline Machtens gegenüber MagentaSport. "Wir haben uns im Vergleich zum 1:1 gegen RB Leipzig deutlich gesteigert, stehen aber leider mit leeren Händen da. Wir waren gut vorbereitet, haben uns aber zu wenige Torchancen herausgespielt."
Trainer Rodolfo Cardoso sagte: "Dass wir ein solches Spiel durch einen Standard verlieren und deshalb ohne Punkte nach Hause fahren, ist sehr bitter. Dennoch bin ich stolz auf die Mannschaft, die eine gute Leistung gezeigt. Darauf können wir aufbauen."
Mahmoud gibt Comeback
Nach zwei Siegen zu Saisonbeginn und der starken Leistung bei der Last-Minute-Niederlage beim VfL Wolfsburg (2:3) hatte Werder-Trainerin "Fritzy" Kromp keinen großen Grund für Umstellungen Lediglich Elena Dhont bekam in der Offensive diesmal wieder den Vorzug gegenüber Lilli Purtscheller, die zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Erstmals wieder im Aufgebot standen Felicia Sträßer und Tuana Mahmoud, die zum ersten Mal überhaupt nach ihrer schweren Knieverletzung nominiert wurde und in den Schlussminuten auch ihr Comeback feierte. Dagegen musste Außenverteidigerin Chiara D’Angelo wegen ihrer Fußverletzung erneut passen. Außerdem befinden sich Caroline Siems und Lena Petermann noch im Aufbautraining.
Beim Hamburger SV rückte Carla Morich im Vergleich zum 1:1 gegen RB Leipzig für Melanie Brunnthaler in die Anfangsformation. Vorerst nicht zur Verfügung steht Offensivspielerin Melina Krüger, bei der in dieser Woche ein Riss des Syndesmosebands im linken Sprunggelenk diagnostiziert worden war.
Wirtz schießt knapp drüber
Nach der offiziellen Verabschiedung der langjährigen Werder-Kapitänin Lina Hausicke, die kurz vor dem Ablauf der Sommer-Transferperiode zum Ligakonkurrenten 1.FC Union Berlin gewechselt war, entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine recht ausgeglichene Partie mit zahlreichen Zweikämpfen, aber nur wenigen Torraumszenen.
Für den HSV verzeichnete Leila Peneau den ersten Abschluss aber ein wenig zu hoch an. Ein Freistoß von Svea Stoldt aus etwas 20 Metern geriet zu zentral, um Werder-Torfrau Mariella El Sherif vor ernsthafte Probleme zu stellen. Auf der Gegenseite zielte Torjägerin Mei Shimada nach einer Flanke von Michelle Weiß knapp vorbei, während die neuer Bremer Spielführerin Michelle Ulbrich nach einem Eckball von Luna Vanzeir zu einer Direktabnahme ansetzte. Aus spitzem Winkel flog der Ball allerdings über das Tor.
Noch die beste Gelegenheit der ersten Hälfte hatte Juliane Wirtz erst kurz vor der Pause. Einen Freistoß von Luna Vanzeir konnte die HSV-Abwehr nicht weit genug klären. Der Volleyschuss der Bremer Mittelfeldspielerin strich allerdings über das Tor.
El Sherif hält Dreier fest
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der SV Werder den deutlich besseren Start. Schon nach weniger als zwei Minuten nach Elena Dhont nach mustergültiger Vorarbeit von Isabella Jaron auf der rechten Seite das Führungstor auf dem Fuß, scheiterte mit ihrem Direktschuss an der gut reagierenden HSV-Torhüterin Kinga Szemik.
Kurz darauf landete der Ball jedoch erstmals im Netz der Hamburgerinnen. Nach einem Eckball von Standardspezialistin Luna Vanzeir war Angreiferin Isabella Jaron mit dem Kopf zur Stelle und traf zum 1:0 (49.) für die Grün-Weißen. Nahezu postwendend waren die Gäste jedoch nah dran am Ausgleich, als ein direkter Freistoß von Camilla Linberg aus knapp 25 Metern über die Latte rauschte.
Nach gut einer Stunde reagierte HSV-Trainer Rodolfo Cardoso mit den ersten beiden Wechseln. Lena Martens und Jaqueline Dönges lösten Paulina Bartz und Jonna Wrede ab. Kurz darauf verfehlte Carla Morich das Bremer Gehäuse mit einem Schlenzer aus 16 Metern nur hauchdünn.
Die Gäste drängten nun auf den Ausgleich, kam aber nur selten in gefährliche Abschlusspositionen. Die mit Abstand beste Chance war ein Kopfball von Annaleen Böhler, den Mariella El Sherif per Glanzparade abwehrte. In der Schlussphase gab beim HSV U 19-Nationalspielerin Lotta Wrede ihr Comeback nach einer langwierigen Fußverletzung und sorgte auch noch für Schwung. Für einen Treffer reichte es aber nicht.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw
FAQ: Hier ist der 4. Spieltag live im TV und Stream zu sehen
Nach dem Nordderby am Freitag wird der 4. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga am Samstag fortgesetzt. Ab 12 Uhr empfängt RB Leipzig den 1. FC Nürnberg, ab 14 Uhr der 1. FC Köln Union Berlin. DFB.de hat alle Infos zu den Liveübertragungen.

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