Google Pixel Frauen-Bundesliga
Beim ersten Heimsieg: Bayer 04 dreht 0:2-Rückstand
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Bayer 04 Leverkusen hält in der Google Pixel Frauen-Bundesliga Anschluss an die Tabellenspitze. Das Team von Trainer Roberto Pätzold setzte sich zum Auftakt des 6. Spieltages im Verfolgerduell gegen den SV Werder Bremen 3:2 (0:2) durch und überholte mit jetzt zwölf Punkten die Grün-Weißen in der Tabelle. Trotz eines 0:2-Rückstands sprang für Leverkusen im dritten Versuch der erste Heimsieg der neuen Saison heraus.
Luna Vanzeir (26., Foulelfmeter) und Michelle Weiß (31.), deren Schuss von Selina Ostermeier unhaltbar abfälscht wurde, brachten den SV Werder vor 1102 Zuschauer*innen im Ulrich-Haberland-Stadion vor der Pause 2:0 in Führung. Cornelia Kramer (54./56.) glich in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs mit einem Doppelpack zum 2:2 aus. Der Siegtreffer ging schließlich auf das Konto der nur eine Minute zuvor eingewechselten Lobke Loonen (81.).
Bender: "Stolz auf das Team"
"Ich bin sehr stolz auf das Team. Es ist alles andere als selbstverständlich, nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurückzukommen", sagte Leverkusens U 23-Nationalspielerin Loreen Bender im Interview. "Die erste Halbzeit war für uns zum Vergessen. Wir wussten aber, dass die Partie kippen kann, wenn uns der Anschlusstreffer gelingt. Jetzt sind wir sehr glücklich, unsere ersten drei Punkte zu Hause geholt zu haben."
Bremens Mittelfeldspielerin Juliane Wirtz erklärte: "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wahrscheinlich war es sogar unsere beste Leistung in dieser Saison. Umso ärgerlicher ist es, am Ende dennoch mit leeren Händen dazustehen. Bitterer kann es kaum laufen. In den ersten 15 Minuten nach der Pause hatten wir keine gute Ordnung. Sonst können wir uns nichts vorwerfen, waren mit Leverkusen voll auf Augenhöhe."
Werder-Trainerin Friederike Kromp meinte: "Aufgrund der ersten Halbzeit wäre zumindest ein Punkt für uns verdient gewesen. Wir haben Leverkusen vor der Pause überrascht und hätten sogar noch höher führen können. Umso bitterer waren die beiden schnellen Gegentore nach der Halbzeit. Wir haben am Ende alles versucht, um noch zum Ausgleich zu kommen, wurden aber leider nicht belohnt. Das müssen wir akzeptieren und weitermachen."
SV Werder ohne El Sherif
Im Vergleich zum hart erkämpften 2:0-Erfolg nach Verlängerung im DFB-Pokal beim FC Viktoria Berlin, Spitzenreiter in der 2. Frauen-Bundesliga, nahm Leverkusens Cheftrainer Roberto Pätzold fünf Wechsel in seiner Anfangsformation vor. Stammtorhüterin Rafaela Borggräfe kehrte für Charlotte Voll zwischen die Pfosten zurück. Außerdem rückten Cornelia Kramer, die in Berlin aus privaten Gründen gefehlt hatte, sowie Lilla Turanyi, die Ex-Bremerin Maja Sternad, die gegen die Viktoria als Einwechselspielerin einen Doppelpack geschnürt hatte, und Kapitänin Carolin Simon neu ins Team. Für Ex-Nationalspielerin Simon war es das Startelf-Comeback nach überstandener Muskelverletzung.
Justine Brandau, Caroline Kehrer und Lobke Loonen nahmen diesmal auf der Bank Platz, Lumbardha Misini stand nicht im Aufgebot. Gleiches galt für Valentina Mädl (Trainingsrückstand nach muskulärer Verletzung) sowie Sana Coskun, Melissa Friedrich (beide angeschlagen) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss).
Beim SV Werder fiel Mariella El Sherif, die etatmäßige Nummer eins, kurzfristig krankheitsbedingt aus und wurde von Vanessa Fischer vertreten. Deshalb gab es gegenüber dem Pokalerfolg beim Zweitligisten VfL Bochum (1:0) nur zwei Umstellungen. Isabella Jaron und Mei Shimada starteten in der Offensive für Lilli Purtscheller und Medina Desic (beide Bank). Caroline Siems, Lena Petermann und Chiara D’Angelo mussten weiterhin verletzungsbedingt pausieren. Julia Magerl war nach überstandener Krankheit wieder fit und kehrte in den Kader zurück.
Vanzeir besonders auffällig
Die Gästinnen von der Weser erwischten den deutlich besseren Start und erarbeiteten sich schon in der Anfangsviertelstunde mehrere gute Gelegenheiten. Dabei glänzte Luna Vanzeir gleich mehrfach als Vorbereiterin. Jenny Hipp köpfte ihre Flanke knapp am Tor vorbei, Elena Dhont und Isabella Jaron schlossen jeweils zu schwach ab, um Bayer 04-Torfrau Rafaela Borggräfe in Verlegenheit zu bringen. Kurz darauf leistete sich Leverkusens Torhüterin einen kapitalen Fehlpass, parierte dann aber den folgenden Abschluss von Mei Shimada.
Während den Gastgeberinnen in der Offensive bis dahin kaum etwas gelang, ging der SV Werder verdient in Führung. Nach einer hohen Hereingabe traf Rafaela Borggräfe die aufgerückte Bremer Spielführerin Michelle Ulbrich mit dem Arm am Kopf. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Luna Vanzeir zum 0:1 (26.). Zusätzliches Pech für Bayer 04: Weil Rafaela Borggräfe als Folge des Zusammenpralls nicht weitermachen konnte, rückte Charlotte Voll ins Tor - und war beim Schuss von Luna Vanzeir machtlos. Auch beim folgenden 0:2 (31.) hatte die Leverkusener Ersatztorhüterin keine Abwehrmöglichkeit, weil Selina Ostermeier den Schuss von Michelle Weiß aus etwa 18 Metern in die andere Ecke abfälschte.
Nach den beiden Gegentoren verstärkten die Rheinländerinnen ihre Bemühungen und drängten auf den Anschlusstreffer. Wirklich gefährlich wurde es aber nur selten, weil die Bremerinnen sehr aufmerksam und kompakt verteidigten. Stattdessen musste Charlotte Voll bei einem gefährlichen Flachschuss von Elena Dhont sogar noch das 0:3 verhindern.
Kramer schnürt Doppelpack
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Marlene Müller bei Bayer 04 für Carolin Simon, um für mehr Schwung über die linke Seite zu sorgen. Prompt hatte die Ex-Leipzigerin nach einem Querpass von Loreen Bender auch die erste gute Möglichkeit nach der Pause, schoss aber von der Strafraumgrenze über das Tor.
Dann aber glichen die Leverkusenerinnen innerhalb von nur zwei Minuten durch einen schnellen Doppelpack von Cornelia Kramer (54./56.) zum 2:2. Zunächst lenkte die Dänin den Ball nach starker Vorarbeit von Loreen Bender am kurzen Pfosten zum Anschlusstor ins Netz. Nur kurz darauf köpfte Cornelia Kramer die Kugel nach einem Eckball von Estrella Merino Gonzalez zum Ausgleich in die Maschen.
In der Folgezeit ließen beide Mannschaften nur wenige Tormöglichkeiten zu. Insgesamt blieb Bayer 04 jedoch aktiver - und belohnte sich in der Schlussphase noch mit dem Siegtreffer. Nach einem Bremer Einwurf eroberte Paulina Tomasiak den Ball und bediente die nur kurz zuvor eingewechselte Lobke Loonen, die zum 3:2-Endstand traf (81.). Werder Bremen hatte in der Nachspielzeit noch die große Chance zum Ausgleich. Charlotte Voll reagierte jedoch glänzend gegen die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Felicia Sträßer, der folgende Kopfball von Michelle Ulbrich strich knapp am Pfosten vorbei.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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