Fairplay

Vier Duisburger erhalten Fair-Play-Medaille des DFB

31.10.2026
Fairplay Award für vier Duisburger: Geschäftsführer Preetz (l.) nimmt die Auszeichnung stellvertretend entgegen Foto: Nico Herbertz

Maximilian Braune, Rasim Bulic, Joshua Bitter und Tobias Fleckstein vom MSV Duisburg haben in einer brenzligen Situation Verantwortung übernommen - und werden dafür mit der Fair-Play-Medaille im Profifußball der Saison 2025/2026 ausgezeichnet.

Die Ehrung fand am heutigen Samstag im Rahmen des Drittligaspiels zwischen dem MSV Duisburg und VfB Stuttgart II in der Schauinsland-Reisen-Arena statt. Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der Fair-Play-Jury, überreichte Medaille und Urkunde in der Halbzeitpause an Michael Preetz, Geschäftsführer des MSV Duisburg. Dieser nahm die Auszeichnung stellvertretend für die Spieler entgegen.

Braune, Bulic, Bitter und Fleckstein verhindern Eskalation

Ausgezeichnet wurde das MSV-Quartett für sein entschlossenes Eingreifen beim Drittligaspiel gegen den VfL Osnabrück am 7. April. In der Nachspielzeit betrat ein Zuschauer unerlaubt den Platz und bewegte sich auf Schiedsrichter Nico Fuchs zu. Braune hielt ihn auf und begleitete ihn, bis der Ordnungsdienst die Situation übernahm. Bulic stellte sich schützend vor den Unparteiischen, Bitter und Fleckstein unterstützten ihre Mitspieler beim Eingreifen. So verhinderten die vier Duisburger eine mögliche Eskalation und sorgten mit dafür, dass die Partie regulär beendet werden konnte.

"Der Fußball lebt von Menschen, die im entscheidenden Moment Verantwortung übernehmen", sagt Ronny Zimmermann. "Maximilian Braune, Rasim Bulic, Joshua Bitter und Tobias Fleckstein haben hingesehen, Haltung gezeigt und das Richtige getan. Ihr Einsatz steht für Respekt, Verantwortung und Zivilcourage. Genau solche Gesten machen unseren Fußball stärker und zu mehr als nur einem Spiel."

Fair Play auch im Amateurfußball

Die Preisträger*innen im Amateurbereich der Saison 2025/2026 waren bereits im Rahmen des "Wochenendes des Amateurfußballs" geehrt worden. Die Fair-Play-Medaille ging an Karl-Herbert Schneider vom VfR Rheinsheim. Der Vereinsoffizielle unterstützte bei einem Kreisklasse-B-Spiel den Schiedsrichter im Umgang mit störenden Zuschauer*innen und sorgte mit seinem konsequenten Einschreiten dafür, dass die Situation nicht weiter eskalierte. Ein ideales Beispiel dafür, welche positive Wirkung das eingeführte "Stopp-Konzept" haben kann, wenn es im Sinne eines vernünftigen Miteinanders von den Akteuren durchgeführt wird.

Auf den weiteren Plätzen folgten Noah-Daniel Nocht vom SV Obereschach und Katrin Zellner vom SV Saaldorf. Nocht verzichtete auf einen sicheren Torerfolg, nachdem sich der gegnerische Torhüter verletzt hatte. Zellner klärte bei einem Strafstoß in der Schlussminute selbst auf, dass kein Foulspiel vorgelegen hatte. Einen Sonderpreis erhielt Veit Griebsch vom LSV 61 Tauscha für seinen lebensrettenden Einsatz bei einem Hallenturnier.

Der DFB verleiht die Fair-Play-Medaille seit 1997. Sie würdigt Menschen, die auf und neben dem Platz vorbildlich handeln und zeigen, dass Fair Play weit mehr ist als die Einhaltung von Regeln.

Kategorien: Fairplay, 3. Liga, Amateurfußball

Autor: vt