DFB-Nachwuchsliga
TSG-Torschütze Naumann: "Gänsehaut bei der Platzbesichtigung"

Mit dem Triumph gegen den Titelverteidiger sicherte sich die U 19 der TSG Hoffenheim den Gewinn der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft. Maxim Naumann leitete mit einem direkt verwandelten Freistoß den Sieg gegen den Nachwuchs des 1. FC Köln (2:0) ein. Im DFB.de-Interview spricht der 18 Jahre alte Offensivspieler mit Mitarbeiter Dominik Dittmar über die eingeübte Variante und den großen Erfolg.
DFB.de: Die U 19 der TSG Hoffenheim ist zum insgesamt dritten Mal Deutscher Meister. Wie fühlt sich das an, Maxim?
Naumann: Das ist unglaublich und lässt sich nur schwer in Worte fassen. So ganz kann man das im Moment auch noch gar nicht realisieren. Mit etwas Abstand wird uns wahrscheinlich noch mehr bewusst, was uns da gelungen ist.
DFB.de: Was war aus Deiner Sicht im Finale gegen den 1. FC Köln entscheidend, um als siegreiches Team vom Platz zu gehen?
Naumann: Wir konnten genau das umsetzen, was wir uns auch vorgenommen hatten. Wir wollten mehr Ballbesitz haben und den Gegner dadurch immer wieder laufen lassen. Uns war bewusst, dass wir auch nach dem 2:0 nicht weniger machen dürfen. Köln verfügt über genügend Qualität, um auch nach einem Rückstand wieder ins Spiel zu finden. Das wollten wir unbedingt vermeiden. Wir hatten sogar noch einige Chancen auf einen dritten Treffer.
DFB.de: Wie hast Du deinen Treffer zur Führung erlebt?
Naumann: Diese Freistoßvariante hatten wir in dieser Saison schon hin und wieder ausprobiert. Auch vor dem Finale haben wir das noch einmal trainiert. Wenn wir mit einer eigenen Mauer die Sicht des Torhüters beschränken und der Ball genau dorthin kommt, wo er hin soll, ist der Freistoßtreffer praktisch nicht mehr zu verhindern.
DFB.de: Auch an der Entstehung des 2:0 warst Du beteiligt. Was macht Dir mehr Spaß: Tore erzielen oder Treffer vorbereiten?
Naumann: Beides ist super. Ich würde da keine Variante höher bewerten. Sowohl Tore als auch Vorlagen helfen dem Team. Beides ist ein super Gefühl.
DFB.de: Im Vergleich zum Halbfinale warst Du neu in die Startelf gerückt. Wann hattest Du erfahren, dass Du von Beginn an spielen wirst?
Naumann: Ich hatte vor dem Abschlusstraining das Gespräch mit dem Trainerteam. Mich freut es sehr, dass ich das Vertrauen bekommen habe und es zurückzahlen konnte. Dass ich im Halbfinale für den verletzten Zain Biazid eingewechselt wurde, war schon ein kleines Vorzeichen. Ich hatte vom Gefühl her eine gute Trainingswoche und daher auch darauf gehofft, von Anfang an spielen zu dürfen.
DFB.de: Wie war es für Dich, das Finale im Stadion der Profis bestreiten zu können?
Naumann: Die Kulisse war absolut großartig. Schon bei der Platzbesichtigung vor dem Spiel hatte ich Gänsehaut. Es war unglaublich, dass wir mit den Fans dann auch noch den Titel feiern konnten.
DFB.de: Wie groß ist Dein Wunsch, eines Tages selbst für die TSG-Profis aufzulaufen?
Naumann: Das ist das, was uns alle antreibt. Dafür arbeite ich seit vier Jahren bei der TSG hart. Um mir den Traum vom Profifußball zu erfüllen, bin ich nach Hoffenheim gewechselt. Ich komme aus der Nähe vom Bodensee.
DFB.de: Was hat Euch auf dem Weg zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft vor allem ausgezeichnet?
Naumann: Unabhängig davon, wie schwierig manche Saisonphasen vielleicht waren: Wir haben uns den Herausforderungen immer als Mannschaft gestellt und uns auch gemeinsam durchgesetzt. Fußballerisch zeichnet uns aus, dass wir sehr ballsicher sind und unsere Spielweise durchdrücken wollen.
DFB.de: Durch den Titelgewinn habt Ihr Euch auch für die UEFA Youth League qualifiziert. Worauf freust Du dich dabei am meisten?
Naumann: Der Wettbewerb bietet für uns eine neue Erfahrung. Internationale Vergleiche sind immer etwas Besonderes. Wir freuen uns auf jeden Gegner, der kommt.
Kategorien: DFB-Nachwuchsliga
Autor: mspw

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