DFB-Nachwuchsliga

2:0-Finalsieg! Hoffenheim entthront Titelverteidiger Köln

31.05.2026
Ausgelassener Jubel: Die U 19 der TSG Hoffenheim feiert den Gewinn der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft Foto: Imago

Die U 19 der TSG Hoffenheim ist zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher A-Junioren-Meister. Die Mannschaft von Trainer Paul Ehmann behauptete sich im Endspiel 2:0 (0:0) gegen Titelverteidiger 1. FC Köln. Damit bleibt es dabei, dass sich zuletzt Borussia Dortmund (2015/2016 und 2016/2017) in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten in die Siegerliste eintragen konnte.

Vor 6.200 Zuschauer*innen in der Sinsheimer PreZero Arena brachte Maxim Naumann (18.) die Hoffenheimer auf Kurs. Finn Sherlock (37.) steuerte noch vor der Pause den Treffer zum Endstand bei. Bei der Siegerehrung durch Holger Bellinghoff, den Vorsitzenden des DFB-Jugendausschusses, und Hannes Wolf, DFB-Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung sowie U 20-Nationaltrainer, war der Jubel der Hoffenheimer riesengroß.

Torschütze Naumann neu im Team

Paul Ehmann, Trainer der TSG Hoffenheim, konnte im Endspiel nicht auf Zain Biazid zurückgreifen. Der Offensivspieler hatte sich im Halbfinale gegen den 1. FSV Mainz 05 (2:1) eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Außerdem nahm Jakob Meeß zunächst auf der Bank Platz. Dafür rückten Matthew Moore und Maxim Naumann neu in die Mannschaft. Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck vertraute auf das Team, das schon beim 3:2 nach Verlängerung in der Halbfinal-Begegnung beim SC Paderborn 07 begonnen hatte.

Beide Finalisten legten bereits früh ein hohes Tempo vor und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Die erste Torannäherung verzeichnete der 1. FC Köln. Nach einem zunächst geblockten Freistoß hatte TSG-Torhüter Nico Biedermann den Nachschuss von Arian Römers sicher. Auf der Gegenseite sorgte ein ruhender Ball für den ersten Treffer: Maxim Naumann verwandelte einen direkten Freistoß zum 1:0 (18.) ins untere Eck. Einige seiner Mitspieler hatten bis kurz vor dem Schuss mit einer Mauer die Sicht von Kölns Torhüter Timo Schmitz versperrt. Die TSG Hoffenheim hätte außerdem fast direkt nachgelegt. Nach einem Dribbling durch das Mittelfeld scheiterte Krystof Cizek an Kölns Schlussmann Schmitz.

Die Gastgeber blieben das offensiv gefährlichere Team. Ein Versuch von Emil Kramer landete - noch abgefälscht - knapp neben dem Tor. Auch beim Schuss von Jykese Fields fehlte nicht viel. Wenige Minuten später lag der Ball aber doch zum zweiten Mal im Kölner Tor. An eine scharfe Flanke von Maximilian Theuer kam Torhüter Schmitz mit der Hand noch an den Ball. Der Abpraller landete aber bei Finn Sherlock, der zum 2:0 (37.) einschob. Der 1. FC Köln hätte fast schnell verkürzen können. Nach einem langen Einwurf schoss Luis Stapelmann am Tor vorbei. Weil Fynn Schenten am stark reagierenden Biedermann scheiterte, blieb es nach dem ersten Durchgang beim 2:0 für die TSG Hoffenheim.

Torhüter auf beiden Seiten stark

Nach der wegen eines Unwetters verlängerten Halbzeitpause gehörte dem 1. FC Köln die erste Möglichkeit. Der Schuss von Jonathan Friemel aus aussichtsreicher Position wurde aber noch geblockt. Danach gehörten aber wieder der TSG Hoffenheim die größeren Spielanteile. Nach einer Balleroberung in der Nähe des gegnerischen Strafraums schoss Sherlock knapp vorbei. Außerdem scheiterte Fields an einer guten Beinabwehr von Kölns Torhüter Schmitz.

Einige Minuten später prüfte der TSG-Angreifer den Kölner Schlussmann erneut. Bei einem wuchtigen Versuch bekam Schmitz die Arme rechtzeitig nach oben. Die Kölner kamen durch den eingewechselten Maik Afri Akumu wieder in die Gefahrenzone. Aus spitzem Winkel zwang der Einwechselspieler TSG-Torhüter Biedermann zum Eingreifen. Kurz darauf rutschte Afri Akumu ein weiterer Abschluss über den Fuß, sodass der Ball am Tor vorbei ging.

Stattdessen hätten die Hoffenheimer fast zum dritten Mal getroffen. Weil der eingewechselte David Creta an Timo Schmitz scheiterte, blieb die Schlussphase offen. Beim 1. FC Köln blieb Afri Akumu auffällig. Bei einem weiteren Versuch aus spitzem Winkel war aber erneut TSG-Torhüter Nico Biedermann zur Stelle. Die Kölner erhöhten für die letzten Minuten das Risiko, wodurch die Hoffenheimer zu weiteren Gegenstößen kamen. So zielte der eingewechselte Tamay Dügdü knapp am Tor vorbei. Weil auch ein Abschluss von Kölns Alessandro Puzzo noch geblockt werden konnte, blieb es beim 2:0 für die TSG Hoffenheim.

Kategorien: DFB-Nachwuchsliga

Autor: mspw