Stiftungen
Träumen lohnt sich-Camp 2026: Koch und Bartusiak inspirieren Talente

Mentale Stärke, persönliche Entwicklung und prominente Vorbilder standen im Mittelpunkt des sechsten Träumen lohnt sich-Camps im Sporthotel Grünberg. 25 talentierte Fußballerinnen und Fußballer im Alter von 13 bis 16 Jahren erhielten wertvolle Impulse für ihren künftigen Lebensweg auf und neben dem Platz.
Organisiert wurde das Camp von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der träumenlohntsich-Stiftung von Nationalspieler Robin Gosens in Kooperation mit der DFB-Akademie. Ziel war es, junge Talente nicht nur sportlich, sondern insbesondere in ihrer mentalen Entwicklung zu fördern. "Mit dem Träumen lohnt sich-Camp wollen wir Nachwuchsfußballerinnen und Nachwuchsfußballer auf ihrem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume begleiten", so Robin Gosens. "Das Camp stärkt die Selbstwirksamkeit und vermittelt wertvolle Strategien für den Umgang mit Rückschlägen."
Koch hat "aus Niederlagen am meisten gelernt"
Besondere Höhepunkte waren die Besuche von Saskia Bartusiak und Robin Koch, die den Teilnehmenden persönliche Einblicke in ihre Karrieren gewährten. Bartusiak hat 101 A-Länderspiele absolviert und ist derzeit als Co-Trainerin für die Frauen-Nationalmannschaft aktiv. "Der Spaß am Fußball war die Basis für meine sportliche Entwicklung", betonte die 43-Jährige, die als Spielerin unter anderem Weltmeisterin, Olympiasiegerin und zweimalige Europameisterin wurde. "Es ist ganz wichtig, dass ihr mit Leidenschaft und Freude am Ball seid. Die psychische Gesundheit ist unabdingbar, um die eigenen Ziele zu erreichen. Es ist wertvoll, dass die Teilnehmenden sich hier intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen."
Robin Koch hat in seiner Jugend nie in einem Nachwuchsleistungszentrum gespielt. Beim SV Eintracht Trier begann sein Weg im Männerfußball. Heute ist er Kapitän von Bundesligist Eintracht Frankfurt. Im Gespräch mit den Jugendlichen gab er persönliche Einblicke in den Profifußball. "Aus Niederlagen habe ich am meisten gelernt", so der Nationalspieler. "Wichtig ist es, sich nach den Spielen selbst zu reflektieren und die richtigen Fragen zu stellen." Die Zeit mit der Familie und Freunde sei für ihn ganz wichtig, um Ablenkung vom Fußball zu finden. "Ich lese auch viele Bücher von erfolgreichen Sportlern und nutze Strategien und Methoden, um Stress abzubauen oder die Konzentration zu schärfen."
Mentale Stärke als Schlüssel zum Erfolg
Am Samstag stand ein abwechslungsreiches Programm auf der Agenda. "Wir wollten den Jugendlichen vielseitige Impulse geben, wie Leistung gesund entwickelt werden kann", sagte Nico Kempf, stellvertretender Geschäftsführer der DFB-Stiftung Sepp Herberger. Auf dem Programm standen unter anderem Yoga- und Atemübungen, das Erstellen von Vision-Collagen sowie praxisnahe Trainingseinheiten zu Fokus, Aktivierung und Fehlerkultur.
Weitere Fachvorträge zu Zielsetzung, Selbstreflexion und Motivation lieferten die Sportpsychologinnen Lea Diekmann, Helena Schmitz und Sophie Oprée, die ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit U-Nationalmannschaften des DFB einbrachten. Besonders eindrucksvoll war die von Blindenfußball-Nationalspieler Taime Kuttig angeleitete Selbsterfahrung im Blindenfußball. Sie machte deutlich, wie entscheidend Vertrauen, Kommunikation und Teamgeist für gemeinschaftlichen Erfolg sind.
"Austausch unglaublich bereichernd"
Beim Abschlussabend begeisterte Musiker Gereon die Jugendlichen mit seinen selbst geschriebenen Songs. Zum Ende des Camps präsentierten die Teilnehmenden ihre Erkenntnisse in Theaterstücken, Kurzvorträgen und Rollenspielen. U-Nationalspielerin Emma Schade vom VfL Wolfsburg zog ein positives Fazit: "Ich habe neue Methoden kennengelernt, die mir helfen, mich noch besser auf mein Spiel zu fokussieren. Der Austausch und die Erfahrungen waren unglaublich bereichernd."
Das Träumen lohnt sich-Camp 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig mentale Gesundheit und Selbstreflexion für junge Talente sind. Mit zahlreichen Impulsen und inspirierenden Ideen im Gepäck verließen die Teilnehmenden am Sonntagnachmittag das Camp. Träumen lohnt sich - darin waren sich alle Jugendlichen nach der Veranstaltung einig.
Kategorien: Stiftungen, DER DFB
Autor: dfb

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