Schiedsrichter
Schiris sammeln "beeindruckende Erfahrungen" beim Japan-Austausch
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In den vergangenen Wochen haben sich die DFB Schiri GmbH und der Japanische Fußball-Verband (JFA) zum dritten Mal in Folge intensiv ausgetauscht. Während die deutschen Unparteiischen Harm Osmers und Dr. Florian Exner drei Wochen in Ostasien verbrachten und dort mehrere Begegnungen der höchsten Spielklasse leiteten, durften die beiden japanischen Kollegen Koji Takasaki und Ryo Tanimoto jeweils drei Regionalligaspiele sowie zwei Partien in der 3. Liga pfeifen.
Mittlerweile sind alle Beteiligten in ihr jeweiliges Heimatland zurückgekehrt - und ziehen ein durchweg positives Fazit. "Die drei Wochen in Japan waren eine fantastische Zeit und ein unvergessliches Erlebnis, jedes einzelne der drei J-League-Spiele, die ich leiten durfte, war eine großartige Erfahrung", bilanziert beispielsweise Florian Exner, der es genossen habe, neue Menschen kennenzulernen und den Fußball aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Doch bei der Reise ging es um viel mehr: "Ich war tief beeindruckt von der Gastfreundschaft der Japaner vom ersten bis zum letzten Tag", so Exner. "Die Professionalität und der Respekt, die dem Fußball dort entgegengebracht werden, werde ich noch lange in Erinnerung behalten. Als Schiedsrichter schon vor Spielbeginn Applaus zu bekommen, war ziemlich ungewohnt."
"Respekt wird sichtbar gelebt“
Harm Osmers berichtet Ähnliches: "Was mich in Japan am meisten beeindruckt hat, war das hohe Maß an Professionalität und Leidenschaft für den Fußball. Das wird von gegenseitigem Respekt zwischen Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und Zuschauern eingerahmt. Dieser Respekt wird sichtbar gelebt - während des Spiels, aber beispielsweise auch nach dem Abpfiff, wenn sich die Mannschaften aufstellen, sich vor den Zuschauern verbeugen und anschließend mit Shake Hands verabschieden. Diese Form des Umgangs und der Wertschätzung füreinander hat mich nachhaltig beeindruckt."
Für Koji Takasaki war die Gelegenheit, Spiele in Deutschland zu leiten, ebenfalls "ein absolutes Highlight". Besonders hängen geblieben sei "die unglaubliche körperliche Intensität auf dem Platz", sagt er. "Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, auf dem Platz eine starke Präsenz zu zeigen und klare Gesten zu verwenden. Es war spannend, bei hart umkämpften Duellen über rasante Zweikämpfe zu entscheiden und unter hohem Druck die Kontrolle über das Spiel zu behalten. Das war eine unglaubliche Herausforderung."
Auch abseits des Platzes hat der FIFA-Referee viele Eindrücke gesammelt, von denen er in seiner Heimat erzählen wird: "Das köstliche Essen, die schönen Straßenbilder und die atemberaubende Naturlandschaft. Ich hoffe auf jeden Fall, eines Tages wieder mit meiner Familie hierher zu reisen."
"Wertvolle Gelegenheit und großartige Gastfreundschaft"
Ryo Tanimoto konnte vor allem durch die Zusammenarbeit mit Eduard Beitinger und Rafael Foltyn, zwei erfahrenen FIFA-Assistenten, viel lernen. "Ich war beeindruckt davon, wie schnell und direkt die Mannschaften in Deutschland angreifen - mit einem deutlich vertikaleren Spiel im Vergleich zu Japan, wo viele Teams mehr Wert auf Ballbesitz legen und eher horizontal spielen", sagt er. "Außerdem war ich sehr beeindruckt vom hohen Niveau der Entscheidungsfindung und der Unterstützung durch die Schiedsrichterassistenten.“ Was ihn ansonsten in Deutschland überrascht hat: "Wie selbstverständlich die Menschen ihre Hunde an Orte wie Flughäfen, Bahnhöfe, Einkaufszentren und Restaurants mitnehmen können."
Auch Ryuji Sato, der die beiden Schiedsrichter als "Instructor" begleitet hat, schwärmt von den hierzulande gesammelten Erfahrungen: "Im Vergleich zu unseren Seminaren für Spitzenschiedsrichter in Japan hat der DFB ein breit gefächertes Programm und vielfältige Aktivitäten angeboten. Ich bedanke mich für die wertvolle Gelegenheit und die großartige Gastfreundschaft."
"Sehr viel Positives"
Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, begleitete Harm Osmers und Florian Exner, lernte die japanische Kultur somit eineinhalb Wochen lang selbst kennen und fasst die Erkenntnisse als "enormen Mehrwert für beide Seiten" zusammen.
Wenn es nach ihm gehe, könne es 2027 gern zur nächsten Runde kommen, nachdem Sascha Stegemann vor zwei Jahren sowie Florian Badstübner und Martin Petersen im vergangenen Jahr an der spannenden Reise teilgenommen hatten und nun auch die dritte Auflage zufriedenstellend gelaufen sei. "Mein herzlicher Dank geht an die Regionalliga Nord und die Regionalliga Bayern sowie die 3. Liga, die diesen erneuten Austausch in ihrem Spielbetrieb überhaupt erst ermöglicht haben", so Kircher. "Wir sehen darin sehr viel Positives und hoffen, dass wir das Programm weiter fortsetzen können.“
Kategorien: Schiedsrichter
Autor: mv

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