DFB-Pokal der Frauen

FC Bayern dank Harders Strafstoß im Viertelfinale

01.11.2026
Matchwinnerin für den FC Bayern: Pernille Harder (M.) sorgt für das Viertelfinallos Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Vier Bundesligisten buchten am Sonntag das Ticket für das Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen. Titelverteidiger FC Bayern München setzte sich zum Abschluss des Tages im Bundesligaduell 1:0 (0:0) gegen Bayer 04 Leverkusen durch. Zuvor war der SC Freiburg seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die Mannschaft von Trainer Marco Konrad setzte sich im Achtelfinale souverän mit 4:0 (3:0) gegen den letzten im Wettbewerb verbliebenen Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena durch. Werder Bremen musste etwas länger zittern, kam aber schließlich in der Verlängerung zu einem 2:0 (0:0, 0:0) gegen Bundesligarivale 1. FSV Mainz 05. In einem weiteren Bundesligaduell hatte Eintracht Frankfurt beim 1. FC Nürnberg im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich und zog durch ein 4:2 (0:0, 0:0) ebenfalls in die nächste Runde ein.

Die Münchnerinnen drückten von der ersten Minute an mächtig aufs Tempo und schnürten die Gäste tief in der eigenen Hälfte ein. Der Favorit erarbeitete sich einige Chancen, ließ im Abschluss jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen – Pernille Harder (17.) scheiterte aus aussichtsreicher Position am Aluminium.

Auch nach der Pause diktierten die Gastgeberinnen das Geschehen und erarbeiteten sich weiter große Chancen, während Leverkusen leidenschaftlich verteidigte und sich auf ihr Umschaltspiel verließ. In der 59. Minute schnupperte plötzlich Bayer durch Cornelia Kramer an der Führung, die dann aber den Münchnerinnen durch einen verwandelten Foulelfmeter von Harder gelang (73.).

Freiburg ohne Mühe ins Viertelfinale

Die SC-Frauen, die auf den Tag genau vor fünf Jahren ihr erstes Spiel im Dreisamstadion absolvierten, übernahmen vor heimischem Publikum von Beginn an das Kommando. Der Führungstreffer gelang Nicole Ojukwu per Foulelfmeter (22.), nachdem Nelly Juckel im Strafraum ihre Gegenspielerin festgehalten und dafür die Rote Karte gesehen hatte.

Noch vor der Pause erhöhten U-Nationalspielerin Maj Schneider (28.) und Carina Brunold (45.+1) auf eine beruhigende 3:0-Halbzeitführung. Kurz vor dem Abpfiff machte Borbala Dora Vincze mit dem Treffer zum 4:0 den Endstand perfekt.

Gutmann schießt Bremen weiter

Im Bruchwegstadion hatten die Gäste aus Bremen im ersten Durchgang zwar mehr vom Spiel, doch zwingende Torchancen blieben Mangelware. Luna Vanzeir (13.) drang zwar in den Strafraum vor, doch ihr Versuch wurde abgegrätscht. Und als Isabella Jaron kurz darauf im Getümmel vor dem Tor an den Ball kam, klärten die Mainzerinnen in höchster Not. Gegen den gut verteidigenden Liga-Konkurrenten fehlten den Bremerinnen fortan die Ideen. Doch die Gäste kamen mit Schwung aus der Pause: Mei Shimada (47.) verpasste knapp am langen Pfosten. Ab der 67. Minute musste Mainz in Unterzahl weiterspielen, nachdem Vital Kats nach einem Foulspiel an Juliane Wirtz die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Während Mainz weiter stark verteidigte, drängte Bremen in der Schlussphase auf die Führung, Sarah Gutmann (90.) traf allerdings nur ins Außennetz.

In der Verlängerung belohnten sich die Werder-Frauen schließlich: Gutmann (101.) zog aus gut 20 Metern ab und brachte Bremen in Führung, in der 116. Minute war die Österreicherin erneut zur Stelle und machte mit ihrem Tor zum 2:0 den Deckel drauf.

Frankfurt siegt im Elfmeterkrimi

Die Eintracht-Frauen, die unter der Woche im Europacup durch einen 2:0-Auswärtssieg bei der PSV Eindhoven Selbstvertrauen getankt hatten, waren in der ersten Halbzeit zwar das engagiertere Team, verpassten es allerdings, aus ihren Torchancen Kapital zu schlagen. Nach der Pause sahen die Zuschauer*innen im Nürnberger Max-Morlock-Stadion zwar weiterhin kämpfende Frankfurterinnen, denen es jedoch an Präzision im Abschluss mangelte.

Nach einer torlosen Verlängerung war es im Elfmeterschießen schließlich Hanna Bennison, die den entscheidenden Elfmeter verwandelte.

Kategorien: DFB-Pokal der Frauen

Autor: dfb