Vielfalt und Anti-Diskriminierung
Projekt gegen Rassismus im Amateurfußball: DFB zieht positive Bilanz

In der Alten Försterei bei Bundesligist 1. FC Union Berlin präsentiert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) heute die Ergebnisse seines "Projekts zur wirksamen und nachhaltigen Anti-Rassismus-Arbeit im deutschen Amateurfußball". Nach drei Jahren endet das Projekt, das 2023 gemeinsam mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) und Makkabi Deutschland ins Leben gerufen wurde, nun zum 31. Dezember 2025.
Ziel war es, praxisnahe und bedarfsgerechte Maßnahmen gegen Rassismus im Amateurfußball zu entwickeln und zu erproben. Das Anti-Rassismus-Projekt im Amateurfußball basierte auf zwei Säulen: einer Mitmachaktion für Fans unter dem Motto "Fußballzeit ist die beste Zeit gegen Rassismus" sowie einem umfassenden Maßnahmenpaket für Amateurvereine. Dieses wurde in den vergangenen Monaten erfolgreich in der Pilotregion des NOFV getestet.
"Beim Fußball begegnen sich Woche für Woche Millionen Menschen, genau deshalb müssen wir Strukturen schaffen, die Rassismus und Diskriminierung keinen Platz lassen", sagt der 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. "Mit diesem Projekt haben wir einen wichtigen Schritt gemacht: Wir befähigen Vereine, präventiv zu handeln und eine Kultur des Respekts und der Vielfalt zu leben. Die Ergebnisse zeigen, dass wir mit klaren Strukturen und gemeinsamer Verantwortung Diskriminierung noch wirksamer entgegentreten können.“
Hohe Zustimmungsrate
Die Bilanz der vergangenen Jahre kann sich sehen lassen: In der Pilotphase wurden mehr als 1150 Amateurvertreter*innen erreicht und 75 Maßnahmen umgesetzt, die Vereine im Umgang mit Rassismus sensibilisiert und gestärkt haben. Die Evaluation zeigt eine hohe Wirksamkeit: 85 Prozent der Teilnehmenden bewerten die Maßnahmen positiv, 86 Prozent fühlen sich kompetenter im Umgang mit Rassismus und 87 Prozent würden die Angebote weiterempfehlen.
Die Abschlussveranstaltung in Berlin vereint engagierte Stimmen, die sich für Vielfalt und Respekt im Fußball stark machen. In zwei Podiumsdiskussionen teilen Ronny Zimmermann, Natalie Pawlik, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie Fördergeberin des Projekts, und Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, ihre Perspektiven. Ergänzt wird die Runde durch NOFV-Präsident Herman Winkler, Safa Semsary, Antidiskriminierungsbeauftragte und Trainerin beim Verein Polar Pinguin, sowie Lina Mitschke, Co-Geschäftsführung für Politische Kommunikation, Projektleitung NAR Bei EOTO e.V. und Mitglied des Projektbeirats. Gemeinsam tauschen sie sich über die strategische Bedeutung des Projekts und die Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung aus.
Mit der heutigen Veranstaltung endet die Pilotphase, doch die Arbeit geht weiter. Die entwickelten Maßnahmen sollen nun für eine künftige bundesweite Umsetzung adaptiert werden, um langfristig eine nachhaltige Struktur für Anti-Rassismus-Arbeit im Amateurfußball zu etablieren.
Kategorien: Vielfalt und Anti-Diskriminierung, DER DFB
Autor: vt

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