Google Pixel Frauen-Bundesliga

Neuer Rekord: FC Bayern seit 45 Ligaspielen unbesiegt

06.09.2026
Heimsieg gegen den SC Freiburg: Bayern München bejubelt das 45. Spiel ohne Niederlage Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Doublesieger FC Bayern München hat am 3. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga einen neuen Ligarekord aufgestellt. Nach dem 4:1 (2:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg ist das Team von Trainer José Barcala bereits seit 45 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse ungeschlagen. Zuletzt gingen die Münchnerinnen am 12. Oktober 2024 (0:2 beim VfL Wolfsburg) leer aus. Zwischen Oktober 2022 und Oktober 2024 war der FCB schon einmal in 44 Partien ohne Niederlage geblieben.

Vor 2500 Zuschauer*innen am FC Bayern Campus leiteten Momoko Tanikawa (18.) mit einem Schuss aus mehr als 40 Metern und Vanessa Gilles (42.) den dritten Dreier im dritten Saisonspiel für die Gastgeberinnen ein. Nach dem Anschlusstreffer von Luca Birkholz (64.) sorgten die frühere Freiburgerin Klara Bühl (76.) nach einem mustergültigen Zuspiel der eingewechselten Lena Oberdorf und erneut Momoko Tanikawa (90.+1) für die Entscheidung.

Bühl: "Freiburg hat uns einige Probleme bereitet"

"Freiburg ist immer ein ekliger Gegner und hat uns einige Probleme bereitet", sagte Nationalspielerin Klara Bühl, die gegen ihren früheren Verein neben ihrem Treffer auch noch zwei Assists beisteuern konnte, im Interview mit MagentaSport. "Am Ende sind wir froh, dass wir die drei Punkte geholt haben."

Ihre DFB-Teamkollegin Lena Oberdorf, die ihren zweiten Einsatz nach langer Verletzungspause absolvierte, erklärte: "Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich freue mich sehr auf die nächsten Spiele."

Freiburgs Torschützin Luca Birkholz meinte: "Am Ende ist der Sieg aus meiner Sicht ein wenig zu hoch ausgefallen. Nach dem Anschlusstreffer waren wir am Drücker, hätten durchaus den Ausgleich erzielen können. Insgesamt haben wir auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten und können mit unserer Leistung zufrieden sein."

Zadrazil zurück im Team

Sechs Tage nach dem ersten Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (2:0) entschied sich Bayern-Trainer José Barcala für zwei Veränderungen an seiner Startelf. Die spätere Torschützin Vanessa Gilles und die im Sommer vom FC Twente verpflichtete Sophie Proost rückten für Magdalena Eriksson und Jovana Damnjanovic neu ins Team.

Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil gehörte erstmals seit ihrer Kreuzbandverletzung vom 23. September 2025 im jüngsten Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg (4:0) wieder zum FCB-Kader und wurde auch in der Schlussphase eingewechselt. "Ich habe es sehr genossen, wieder spielen zu können. Es war ein erster wichtiger Schritt", so die Österreicherin gegenüber MagentaSport. Dagegen fehlten weiterhin Torhüterin Anna Klink (Mittelhandbruch) und Stine Ballisager (Oberschenkelverletzung) krankheitsbedingt auch Franziska Kett und Alara Şehitler.

Der SC Freiburg nahm die Partie mit drei Veränderungen in seiner Anfangsformation in Angriff. Im Vergleich zum 1:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Union Berlin stellte Trainer Marco Konrad nun Julia Stierli, Selina Vobian und Amira Arfaoui von Beginn an auf. Dafür blieben Alena Bienz, Jana Vojtekova und Ilayda Acikgöz zunächst auf der Bank. Personell weiterhin nicht dabei waren Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (muskuläre Beschwerden) sowie Nora Scherer (Trainingsrückstand).

Tanikawa aus rund 40 Metern

Der FC Bayern startete dominant in die Begegnung, profitierte beim Führungstor allerdings von einem Ballverlust von Freiburgs Maj Schneider in der eigenen Hälfte. Momoko Tanikawa erkannte sofort, dass Freiburgs Torhüterin Anna Reimann weit aufgerückt war und traf aus rund 40 Metern sehenswert zum 1:0 (18.) ins verlassene Gehäuse.

Auf der Gegenseite musste Bayern-Torfrau Ena Mahmutovic eingreifen, als sich eine lange Flanke von Emma Memmiger in Richtung Tornetz senkte. Die Nationaltorhüterin lenkte die Kugel aber mit beiden Händen über die Latte.

Bis zur Pause scheiterte DFB-Kapitänin Giulia Gwinn, die früher ebenfalls das Freiburger Trikot getragen hatte, zweimal nur knapp. Dennoch gingen die Bayern mit einem 2:0-Vorsprung in die Kabinen, weil die aufgerückte Innenverteidigerin Vanessa Gilles nach einer Freistoßflanke von Klara Bühl aus kurzer Entfernung per Direktabnahme traf (42.).

Birkholz macht es spannend

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte der FC Bayern seinen Vorsprung weiter ausbauen können. Pernille Harder und Klara Bühl scheiterten jedoch an der sehr gut reagierenden Freiburger Torhüterin Anna Reimann. Außerdem landete ein Abschluss der eingewechselten Sarah Mattner an der Latte. Auf der Gegenseite verzeichnete Selina Vobian den ersten Abschluss der Gäste, bekam aber aus 20 Metern nicht genügend Druck auf den Ball, so dass Ena Mahmutovic die Kugel mühelos aufnehmen konnte.

Mitte des zweiten Durchgangs kamen die Breisgauerinnen immer besser in die Partie - und belohnten sich mit dem Anschluss. Nach einem klugen Zuspiel von Emma Memminger setzte sich U 23-Nationalspielerin Luca Birkholz zunächst geschickt gegen ihre Gegenspielerin Vanessa Gilles durch und überwand dann aus spitzem Winkel auch Ena Mehmutovic zum 2:1 (64.).

Die Gäste hatten kurzzeitig das Momentum auf ihrer Seite, wirklich klare Chancen zum Ausgleich gab es aber nicht. So musste Ena Mahmutovic nur bei einem abgefälschten Schuss von Luca Birkholz ernsthaft eingreifen. Kurz darauf machte der FC Bayern alles klar. Nach einem Traumpass der ebenfalls eingewechselten Lena Oberdorf lief Klara Bühl alleine auf das Freiburger Tor zu, umkurvte noch Anna Reimann und schob den Ball zum 3:1 (76.) ins Netz. In der Nachspielzeit setzte Momoko Tanikawa nach einem Querpass von Klara Bühl mit einem Schuss aus 16 Metern den Schlusspunkt zum 4:1 (90.+1).

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw