Männer-Nationalmannschaft
Nagelsmann: "Stiller und Havertz werden beginnen"

Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt mit dem ersten Länderspiel des Jahres am Freitag (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) in Basel gegen die Schweiz die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli). Vor der Partie gegen den Nachbarn sprechen Bundestrainer Julian Nagelsmann und Offensivspieler Serge Gnabry über die Stimmung im Team und den Kader. DFB.de hat mitgeschrieben.
Julian Nagelsmann über...
... den Eindruck der Mannschaft nach den Trainingseinheiten: Es waren nicht viele Trainingseinheiten, aber die, die wir hatten, wurden sehr engagiert absolviert. Die vielen Ausfälle sind ärgerlich, weil man viel plant und dann versucht, das umzusetzen. Jetzt haben andere Spieler die Chance, sich zu zeigen. Ich erwarte eine gute Leistung, denn die Trainingseinheiten waren gut.
... Angelo Stiller: Angelo wird morgen neben Leon (Goretzka; Anm. d. Red.) beginnen. Es ist schon eine besondere Situation, dass die beiden momentan stabilsten Sechser ausfallen. Eine Sondersituation, auf die wir reagieren müssen. Wir haben uns deshalb überlegt, das Profil anders zu ersetzen, und das haben wir mit Angelo getan.
... Kai Havertz: Morgen wird Kai beginnen. Wir wollen ihm die Minuten geben, er hat gut trainiert und wird uns guttun. Er braucht den Rhythmus bei uns.
... die Rolle von Antonio Rüdiger: Wir werden mit Jona (Jonathan Tah; Anm. d. Red.) und Schlotti (Nico Schlotterbeck; Anm. d. Red.) beginnen. Er hat sich öffentlich geäußert, sich verpflichtet und versprochen, dass er alles geben wird, unabhängig von seiner Rolle. Seine Trainingseinheiten waren gut. Er weiß sehr zu schätzen, was Schlotti und Jona in der Zeit gemacht haben, in der er nicht da war. Er akzeptiert seine Situation. Natürlich hoffe ich, dass sich keiner verletzt, aber er hat eine wichtige Rolle und es wird sicher auch Spiele geben, in denen er von Beginn an spielt. Allerdings wechselt man seine Innenverteidigung nicht häufig. Solange die beiden anderen stabil bleiben, wird es erst einmal so bleiben.
... Serge Gnabry: Er spielt gut, ist wichtig für den FC Bayern und definiert sich nicht nur über Assists und Tore. Er hat bei uns viel und auffällig trainiert und ist ein wichtiger Teil unseres Teams.
... Deniz Undav: Deniz hat eine sehr gute Quote im Verein, deshalb ist er zurecht hier bei uns. Ich hoffe, er macht bei uns genauso weiter.
... Lennart Karl: Ich fand seine Einheiten sehr gut. Er ist ruhiger, als ich erwartet habe und macht einen konzentrierten Eindruck. Er hat sich im Training viel zugetraut, aber nicht zu viel. In seinem Alter ist es entscheidend, dass er mit seinem Hype gut umgeht. Einen Spieler, der so jung ist, nimmt man mit, weil er so unbekümmert ist. Ich bin positiv von ihm angetan.
... die Verletzung von Jonas Urbig: Er hat im Training eine gute Leistung gezeigt. Es ist daher schade, dass er aufgrund einer Vorsichtsmaßnahme und einer Kapselverletzung im Knie nicht dabei sein kann. Wir haben Bilder vom Knie gemacht und er hätte vielleicht sogar weitertrainieren können. Aber das bringt am Ende niemandem etwas, wenn es dadurch schlimmer wird. Weder uns, noch dem Spieler noch dem FC Bayern.
... Jamal Musiala: Bei Jamal ist es wichtig, dass er gesund und schmerzfrei ist, damit er sein Level erreicht. Das ist entscheidend. Die Verletzung macht immer wieder Probleme. Wenn man gehemmt und nicht befreit spielen kann, ist das ärgerlich. Er muss bei 100 Prozent sein. Er hat nicht mehr viel Zeit, aber ich traue es ihm zu. Ich drücke ihm die Daumen, dass es schnell besser wird mit dem Sprunggelenk und dass er dann nichts mehr spürt.
... mögliche Änderungen im Kader bei der WM-Nominierung: Wenn sich das Momentum bis Mai noch ändert, wird vielleicht noch etwas am Kader verändert. Wenn noch ein Stürmer Momentum aufbaut oder viele Tore erzielt, könnte man unter Umständen darauf reagieren. In der Abwehr wird eher weniger rotiert.
... die Erwartungen an seine Mannschaft: Sie sollen einen couragierten Auftritt hinlegen. Wir wollen Abläufe etablieren, vorne wie hinten. Ich habe nicht den Anspruch, dass da alles perfekt läuft, aber ich wünsche mir Schritte nach vorne.
... den Gegner Schweiz: Die Schweiz ist eine extrem gute Mannschaft. Sie ist defensiv sehr stabil, kassiert wenige Gegentore, lässt kaum Chancen zu, steht kompakt hinter dem Ball und verteidigt gnadenlos. Sie haben viele Spieler, die ballsicher sind und eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Es ist eine stabile Mannschaft mit einem guten Trainer, die uns sehr fordern wird.
Serge Gnabry über...
... den Fokus auf die beiden Testspiele: Der Fokus liegt jetzt auf der Nationalmannschaft, egal was im Verein passiert. Wir versuchen, die Spiele zu gewinnen, und dann geht jeder in seinen Verein zurück. Das Training war gut und intensiv. Wir freuen uns auf die Spiele.
... seine bisherige Saisonleistung: Ich bin gerade in einer sehr guten Phase und endlich einmal über die gesamte Saison hinweg fit. Das hat mich in der Vergangenheit häufig zurückgeworfen, weshalb ich sehr glücklich bin, endlich einmal über einen längeren Zeitraum hinweg meine Leistung zeigen zu können.
... seine Rolle als erfahrener Spieler: In so einer Mannschaft ist es meine Aufgabe, die jungen Spieler mitzunehmen, voranzugehen und eine Einstellung im Training vorzuleben, an der sie sich orientieren können.
... seine Flexibilität in der Offensive: Ich denke, ich habe ein gutes Spielverständnis und bin beidfüßig. Ich habe schon überall für längere Zeit gespielt. Auf der Neun, auf den Flügeln und auch im offensiven Mittelfeld.
Kategorien: Männer-Nationalmannschaft
Autor: dfb

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