U 19-Junioren
Montrell Culbreath: "Es ist auf jeden Fall etwas Großes möglich"

Nach dem 4:0 gegen Wales steht die deutsche U 19-Nationalmannschaft vorzeitig im Halbfinale der EM 2026 in Wales. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Spanien heute (ab 15 Uhr MESZ, live bei DFB.TV, RTL+ und YouTube) spricht Montrell Culbreath von Bayer 04 Leverkusen auf DFB.de über die bisherigen Vorstellungen des Teams und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.
Montrell Culbreath über...
... die bisherige Leistung des DFB-Teams: Bis jetzt fand ich unsere Auftritte echt gut. Gegen Dänemark haben wir eine überragende erste Halbzeit gespielt. Wir hätten das Spiel definitiv mit mehr Toren gestalten können, das haben wir leider nicht geschafft. Am Ende wurde es dadurch etwas knapper, trotzdem fand ich unsere Leistung im ersten Spiel sehr gut. Es war sehr wichtig, dass wir direkt das erste Spiel gewonnen haben. Das zweite Spiel war rundherum überragend. Bei einem komfortablen 4:0 kann man sich nicht beschweren.
... die Bedeutung des Spanien-Spiels: Das Spiel ist trotz des vorzeitigen Weiterkommens immer noch wichtig für uns, weil wir zeigen wollen, dass wir gegen jeden Gegner zu 100 Prozent da sind und das Spiel gewinnen wollen. Dazu können wir uns gegen Spanien auf dem höchsten Niveau messen. Der Gruppensieg ist uns ebenfalls wichtig.
... eine mögliche Favoritenrolle: Es ist auf jeden Fall etwas Großes möglich. Der Mannschaft ist das bewusst. Wir sind überzeugt von uns und glauben daran, dass wir auf jeden Fall den Titel holen können.
... das Zusammenspiel in der Offensive: Unser Angriffspiel ist sehr gut, weil wir uns alle gut verstehen. Ich verstehe mich mit Francis (Onyeka; Anm. d. Red.), mit Otto (Stange; Anm. d. Red.) und mit Moritz (Reimers; Anm. d. Red.) überragend. Die Chemie zwischen uns stimmt, sowohl auf als auch neben dem Platz. So kreieren wir viele Torchancen und nutzen diese auch. Unsere individuelle Klasse spielt dabei auch eine Rolle. Wir sind technisch überragend. Otto speziell in den engeren Räumen, das hat man in den vergangenen Spielen auch verfolgen können. Moritz kann seine Geschwindigkeit über die Außenbahnen nutzen. Er weiß genau, wo das Tor steht.
... sein Vertrauen in Rafael Pinto Pedrosa: Vertrauen ist enorm wichtig bei unserem Zusammenspiel. Ich vertraue Rafa sehr viel an. Ich weiß, dass die Gegner es schwer haben, an ihm vorbeizukommen. Er ist bissig und hat eine enorme Qualität. Es macht einfach Spaß, mit ihm zusammenzuspielen, weil ich ihm vertraue. Wir ergänzen uns sehr gut. Ich versuche ihn defensiv so viel zu unterstützen, wie es nur geht. Er gibt mir dabei auch Kommandos und kann sich zu 100 Prozent auf mich verlassen.
... den Zusammenhalt in der Mannschaft: Wir verstehen uns sehr gut miteinander. Wir spielen öfters Tischtennis oder Karten gemeinsam. Die Stimmung ist sehr, sehr gut. So was ist sehr wichtig, das sieht man dann auch auf dem Platz. Wenn es neben dem Platz nicht klappt, kann es auf dem Platz auch nicht klappen.
... sein Kopfballtor gegen Wales: Überrascht hat es mich nicht. Ich habe beim Aufwärmen bereits ein Kopfballtor erzielt, da wusste ich: Heute ist es soweit. In der letzten Saison habe ich in der U 19-Nationalmannschaft drei Tore erzielt, zwei davon mit dem Kopf. Daher bin ich mir bewusst, dass ich mit dem Kopf treffen kann.
... Verbesserungsmöglichkeiten: Unsere Effizienz ist definitiv verbesserungswürdig. Wie gesagt, haben wir in der ersten Halbzeit gegen Dänemark Chancen liegen gelassen und hätten mehr Tore schießen können. Vor allem im Halbfinale und im Finale müssen wir da besser sein, da wir nicht mehr so viele Chancen wie bisher haben werden. Wenn wir die ganzen Chancen nutzen, dann wird es klappen.
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