Google Pixel Frauen-Bundesliga

Merino Gonzalez lässt Leverkusen spät jubeln

20.09.2026
Matchwinnerin für Bayer in Freiburg: Estrella Marino Gonzalez Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Bayer 04 Leverkusen bleibt in der Google Pixel Frauen-Bundesliga vor allem auswärts äußerst erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold kam am 5. Spieltag zu einem späten 2:1 (0:1)-Erfolg beim SC Freiburg. Für die Rheinländerinnen war es im dritten Auswärtsspiel in dieser Saison.

Die Freiburgerinnen, die vor 2.031 Zuschauer*innen im Dreisamstadion ihre erste Heimniederlage hinnehmen mussten, waren durch ein Eigentor von Leverkusens Angreiferin Cornelia Kramer (9.) zunächst in Führung gegangen. Nach der Pause traf Kramer (56., Foulelfmeter) auch auf der "richtigen" Seite und glich für Bayer 04 aus. In der Schlussphase ließ U 23-Nationalspielerin Estrella Merino Gonzalez (90.) die Gäste noch einmal jubeln.

Kapitänin Karl wieder an Bord

Im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 nahm Freiburgs neuer Trainer Marco Konrad vier Veränderungen in seiner Startelf vor. Alena Bienz, Sabah Seghir und Amira Arfaoui nahmen zunächst auf der Bank Platz nehmen. Jana Vojtekova fehlte mit muskulären Problemen im Aufgebot. Dafür liefen die von einer Krankheit genesene Kapitänin Lisa Karl sowie Julia Stierli, Selina Vobian und Carina Brunold von Beginn an auf.

Neben Vojtekova musste Marco Konrad auch weiterhin auf Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme) und Mia-Lena Maas (Sprunggelenksverletzung) verzichten.

Leverkusens Trainer Roberto Pätzold entschied sich gegenüber der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München für drei Umstellungen. Im zentralen Mittelfeld konnte Pätzold wieder auf U 23-Nationalspielerin Sofie Zdebel zurückgreifen. Die 22-Jährige kehrte nach ihrer abgesessenen Gelb-Rotsperre ins Team zurück. Für Justine Brandau und Vanessa Fudalla, die ebenfalls in die Anfangsformation rückten, mussten Selina Ostermeier, Loreen Bender und Marlene Müller zunächst weichen. Weiterhin passen mussten Spielführerin Carolin Simon und Valentina Mädl (muskuläre Verletzungen) sowie Melissa Friedrich (angeschlagen) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss). Auch Natasha Kowalski (krank) stand nicht zur Verfügung.

Kramer trifft ins eigene Tor

Nach einem Eckball von Vanessa Fudalla kam Bayer 04 durch einen Distanzschuss von Sofie Zdebel zur ersten Torchance. Im Gegenzug erzielte jedoch der SC Freiburg den ersten Treffer der Partie. Ilayda Acikgöz trat einen Freistoß aus 30 Metern scharf in den Bayer-Strafraum und Cornelia Kramer beförderte den Ball beim Klärungsversuch unhaltbar für Torhüterin Rafalela Borggräfe zum 1:0 (9.) ins eigene Tor. Die Freiburgerinnen blieben in der Folgezeit am Drücker, erarbeiteten sich durch Lisa Kolb und Selina Vobian weitere Möglichkeiten, hätten den Vorsprung durchaus ausbauen können.

Nach gut einer halben Stunde befreite sich Leverkusen jedoch vom Druck der Freiburgerinnen und meldete sich durch Chancen von Estrella Merino Gonzalez und Cornelia Kramer zurück. Kurz vor der Pause tankte sich Paulina Tomasiak nach einem Konter durch, sprintete über das gesamte Spielfeld, scheiterte jedoch an Freiburgs Torhüterin Anna Reimann.

Foulelfmeter zum Ausgleich

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb bei den Gästen Vanessa Fudalla in der Kabine und wurde von Lobke Loonen abgelöst. Die Freiburgerinnen kamen aber besser aus der Kabine und hatten durch U 23-Nationalspielerin Luca Birkholz eine sehr gute Möglichkeit, doch Claudia Wenger konnte mit einer starken Grätsche in höchster Not gerade noch klären. Anschließend hätte Selina Vobian für Freiburg erhöhen können, doch auch ihr Schuss aus halblinker Position wurde geblockt.

Nach einem Leverkusener Freistoß fiel dann der zu diesem Zeitpunkt recht unverhoffte Ausgleich. Nach einem Schubser der gerade eingewechselten Amira Arfaoui entschied Schiedsrichterin Karoline Wacker auf Foulelfmeter, den die Dänin Cornelia Kramer sicher zum 1:1 (56.) verwandelte.

Offener Schlagabtausch

Nach dem Ausgleich entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die größte Möglichkeit zur erneuten Freiburger Führung vergab Luca Birkholz, die nach einem sehenswerten Sololauf über die rechte Seite nicht abschloss, stattdessen den Pass auf Amira Arfaoui zu unpräzise spielte. Im Gegenzug verpasste Leverkusens Marlene Müller wenige Minuten nach ihrer Einwechslung einen Treffer. Ihr Schuss aus sechs Metern verfehlte nur ganz knapp das Gehäuse des Sport-Clubs.

Eine Co-Produktion der Freiburger Einwechselspielerinnen Nicole Ojukwu und Amira Arfaoui hätte zu Beginn der Schlussphase zum Erfolg führen können, doch Bayer-Torhüterin Rafaela Borggräfe entschärfte auch diese Chance an ihrer früheren Wirkungsstätte. Auf der anderen Seite packte Freiburgs Torfrau Anna Reimann nach einer Ecke nicht richtig zu und hatte Glück, dass der Ball nur an den Pfosten knallte.

Kurz vor Schluss durften die Leverkusenerinnen aber doch noch jubeln. Nach einer Flanke von der linken Seite von Paulina Tomasiak entschied Estrella Merino Gonzalez die Partie mit einer Volleyabnahme aus fünf Metern zum späten 1:2 (90.).

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw