Google Pixel Frauen-Bundesliga
5:2 gegen Köln: FC Bayern erstmals auf Platz eins

Titelverteidiger FC Bayern München eroberte am 5. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga erstmals in dieser Saison die Tabellenführung. Einen Tag nach der ersten Saisonniederlage des bisherigen Spitzenreiters VfL Wolfsburg (1:2 bei der TSG Hoffenheim) behielt der FC Bayern gegen den 1. FC Köln mit 5:2 (3:1) die Oberhand. Mit optimalen 15 Punkten kletterten die Münchnerinnen an die Spitze, lassen dabei Eintracht Frankfurt (13 Zähler) und Wolfsburg (zwölf) hinter sich.
Vor 2500 Zuschauer*innen am ausverkauften FC Bayern Campus, darunter auch Sportvorstand Max Eberl, trafen Jovana Damnjanovic (4.) und Edna Imade (9./15.) am ersten Tag des Münchner Oktoberfestes schon in der Anfangsphase zur 3:0-Führung für die Gastgeberinnen. Nachdem Carolin Elsen (45.+2) und Beke Sterner (57.) für den FC verkürzt hatten, machten Alara Sehitler (65., Foulelfmeter) und die erst kurz zuvor eingewechselte Sarah Zadrazil (68.) innerhalb weniger Minuten alles klar.
Nach dem fünften Sieg im fünften Saisonspiel ist der FC Bayern inzwischen schon seit 47 Ligapartien in Folge ungeschlagen und baute damit den eigenen Rekord weiter aus. Zuletzt gingen die Münchnerinnen am 12. Oktober 2024 (0:2 beim VfL Wolfsburg) leer aus. Für den 1. FC Köln endete dagegen die Erfolgsserie von drei Siegen nacheinander. Zuvor hatten die Rheinländerinnen in vier Partien nur zwei Treffer kassiert. Im insgesamt 17 Bundesligaduell mit dem FC Bayern war es auch die 17. Niederlage.
Dallmann: "Sehr überzeugend"
"Wir haben gerade in der ersten halben Stunde sehr überzeugend gespielt und die Weichen schon gestellt", sagte Bayern Münchens Nationalspielerin Linda Dallmann: "Zum Ende hin haben wir die Qualität wieder auf den Platz gebracht, daher war es ein überzeugender Sieg. Die beiden Gegentore fallen ein bisschen zu einfach. Das ist etwas, an dem wir in den kommenden Wochen arbeiten müssen. Dass wir uns davon nicht verunsichern und aus der Ruhe bringen lassen und direkt wieder ein Tor schießen, zeigt aber die Qualität, die wir als Mannschaft haben."
Trainer José Barcala meinte: "Meine Haupterkenntnis ist, dass alle Spielerinnen eine sehr wichtige Rolle für den Erfolg der Saison spielen werden. Wir gewinnen an Selbstvertrauen und entwickeln uns weiter. Unser Gegner war in der ersten Halbzeit wirklich aggressiv, wir konnten ihnen aber gut zusetzen und hatten klare Lösungen. Als Köln auf ein tiefes System umgestellt hat, hatten wir eine sehr gute Kontrolle über das Spiel."
Hegering zurück im Kader
Wohl vor allem mit Blick auf den Start in die Ligaphase der UEFA Women's Champions League am kommenden Dienstag (ab 18.45 Uhr) gegen Manchester City ließ Bayern-Trainer José Barcala im Vergleich zum 3:2-Auswärtserfolg bei Bayer 04 Leverkusen gleich auf fünf Positionen rotieren. So nahmen die deutschen Nationalspielerinnen Klara Bühl, Giulia Gwinn und Franziska Kett sowie die dänische Torjägerin Pernille Harder zunächst auf der Bank Platz. Außerdem fehlte die angeschlagene Bernadette Amani im Aufgebot. Dafür rückten Sarah Mattner, Katharina Naschenweng, Alara Sehitler, Sophie Proost und Edna Imade neu in die Anfangsformation.
Weiterhin verzichten musste José Barcala auf Stine Ballisager (Oberschenkelverletzung), Lena Oberdorf (Reaktion im Kniegelenk), Magdalena Eriksson (Kniebeschwerden) und Regina van Eijk (Sprunggelenkverletzung). Dagegen kehrte Ersatztorhüterin Anna Klink nach ihrem Mittelhandbruch in den Kader zurück.
Beim 1. FC Köln entschied sich Trainerin Britta Carlson gegenüber dem 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin für zwei Umstellungen. Amelie Bohnen und Lydia Andrade ersetzten Taylor Ziemer und Vanessa Leimenstoll (beide Bank). Kapitänin Marina Hegering und Torhüterin Irina Fuchs gehörten nach ihren Verletzungspausen erstmals wieder zum Kader. Weronika Zawistowska war dagegen an ihrer früheren Wirkungsstätte kurzfristig krankheitsbedingt nicht dabei. Außerdem konnte Britta Carlson nach wie vor nicht auf Celina Degen, Kathrin Hendrich, Saedis Run Heidarsdottir, Julia Schiffarth, Anna-Lena Stolze, Laureta Elmazi, Paula Hoppe, Elise Stenevik, Jil Schäfer und Merle Hokamp zurückgreifen.
Drei Tore bis zur 15. Minute
Der FC Bayern erwischte einen optimalen Start und beendete die Zu-Null-Serie der Kölnerinnen schon nach wenigen Minuten. Zunächst ließen sich die Gäste von einem langen Pass von FCB-Torhüterin Ena Mahmutovic überrumpeln. Mittelstürmerin Jovana Damnjanovic setzte sich geschickt gegen Carolin Elsen durch und vollendete zum 1:0 (4.). Für den FC war es das erste Gegentor nach 319 Minuten.
Auch in der Folgezeit bekamen die Kölnerinnen die Offensive des Doublesiegers nicht in Griff und kassierten schon während der ersten Viertelstunde zwei weitere Gegentreffer. Dabei glänzte Jovana Damnjanovic zweimal als Vorbereiterin, Edna Imade baute den Vorsprung mit einem Doppelpack innerhalb von sechs Minuten (9./15.) auf 3:0 aus.
Zwischen den beiden Treffern der spanischen Nationalspielerin hätte Lydia Andrade beinahe für den FC verkürzt. Bayern-Torfrau Ena Mahmutovic verkürzte jedoch beim Rauslaufen geschickt den Winkel und parierte Andrades Abschluss mit einer starken Reaktion.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließen es die Münchnerinnen ein wenig ruhiger angehen, hätten das Ergebnis bei einem Kopfball von Vanessa Gilles und vor allem bei einem Pfostentreffer von Edna Imade dennoch weiter in die Höhe schrauben können. Kurz vor der Pause kamen dann aber auch die Gäste zu guten Möglichkeiten. Ein Kopfball von Sophie Nachtigall aus kurzer Entfernung ging über das Tor, ein Schuss von Sandra Maria Jessen knapp vorbei. In der Nachspielzeit eroberte Carolin Elsen am Münchner Strafraum gegen Alara Sehitler den Ball und markierte ihr erstes Bundesligator zum 3:1 (45.+2).
Köln darf nur kurz hoffen
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte kamen Franziska Kett (für Vanessa Gilles) und Kassandra Potsi (für Momoko Tanikawa) beim FC Bayern neu ins Spiel. Nur kurz darauf parierte FC-Torhüterin Lisa Schmitz einen wuchtigen Abschluss von Kassandra Potsi. Pech für die Gäste: Mit dem Verdacht auf eine gravierende Verletzung musste Sandra Maria Jessen nur wenige Minuten nach der Halbzeit erst länger behandelt und dann vom Platz getragen werden. Für sie kam die Ex-Münchnerin Marina Hegering und gab ihr Comeback, musste in der Schlussphase aber ebenfalls verletzungsbedingt vorzeitig vom Spielfeld.
Nach knapp einer Stunde war die Partie endgültig wieder spannend. Der 1. FC Köln nutzte einen Fehlpass von Sarah Mattner an der Mittellinie zu einem schnellen Konter, den Beke Sterner nach einer Rechtsflanke von Pauline Bremer per Kopfball zum 3:2 (57.) vollendete. Ena Mahmutovic kam noch mit den Fingerspitzen an die Kugel, konnte das Anschlusstor aber nicht mehr verhindern.
Lange Zeit konnten die Gäste jedoch nicht auf eine Überraschung hoffen. Nachdem Franziska Kett im Zweikampf mit Sophie Nachtigall im Strafraum zu Fall gekommen war, verwandelte Alara Sehitler den fälligen Foulelfmeter sicher zum 4:2 (65.). Nur vier Minuten nach ihrer Einwechslung erhöhte Sarah Zadrazil nach einem Zuspiel von Sarah Mattner zum 5:2-Endstand (68.). Für die Österreicherin war es das erste Tor beim dritten Kurzeinsatz nach ihrer langen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses. In der Schlussphase traf die ebenfalls erst später ins Spiel gekommene Pernille Harder per Kopfball noch die Latte. Am Ergebnis änderte sich aber auch während der siebenminütigen Nachspielzeit nichts mehr.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw
FAQ: Hier ist der 5. Spieltag live im TV und Stream zu sehen
Der 5. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga geht heute mit drei Partien weiter. Den Start macht ab 14 Uhr das Duell zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Nürnberg. DFB.de hat alle Infos zu den Liveübertragungen.

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