DFB-Nachwuchsliga

Meister 1. FC Köln folgt TSG Hoffenheim ins Finale

17.05.2026
Spiel gedreht: Der 1. FC Köln steht wie im Vorjahr im Finale Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Die U 19 des 1. FC Köln hat in der Endrunde um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft die Chance auf die Titelverteidigung. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck zog durch das 3:2 (1:1,1:0) nach Verlängerung beim SC Paderborn 07 erneut in das Finale ein. Die Paderborner, die bis zur 109. Minute noch 2:1 geführt hatten, verpassten dagegen ihre erste Endspielteilnahme im A-Junioren-Bereich.

Im Finale müssen die Kölner am Sonntag, 31. Mai (ab 13 Uhr), bei der TSG Hoffenheim antreten. Die Kraichgauer hatten sich bereits am Freitag 2:1 (1:1) gegen den 1. FSV Mainz 05 durchgesetzt. Der TV-Sender Sky überträgt auch das Endspiel live.

Kalkan: "Stolz auf unsere Jungs"

"Es ist sehr hart, dieses Spiel zu verlieren", meinte Ihsan Kalkan, U 19-Trainer des SC Paderborn 07, im Sky-Interview. "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und sind sehr stolz auf unsere Jungs. Sie haben alles reingehauen. Dass das Spiel in der Verlängerung noch eine solche Wendung nimmt, war nicht mehr zu erwarten, weil wir über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft waren. Den Rückstand hatten wir zurecht gedreht. Nach so einer Leistung hätten wir es verdient gehabt, im Finale zu stehen."

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck sagte: "Wir sind nicht einfach zu besiegen. In der Halbzeit der Verlängerung hatten wir bereits angekündigt, Spieler aus dem jüngeren Jahrgang ins Spiel zu bringen. Es ging dann darum, über den ganzen Platz anzulaufen und Bälle zu erobern. Wir hatten das Gefühl, dass wir hintenraus ein paar Körner mehr haben. In solchen Spielen musst du zum Ende hin den Punch setzen. Das haben wir geschafft."

Schenten trifft zur Führung

Am Paderborner Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum erwischten die Kölner den besseren Start. Nach einem frühen Ballgewinn durch Benjamin Ley leitete Jason Ponente Ramirez den Ball schnell ins Zentrum weiter, wo Fynn Schenten (5.) nur noch zum 0:1 einschieben musste. Weitere Torchancen blieben nach dem Treffer für beide Teams zunächst aus. Die größeren Spielanteile gehörten inzwischen dem SC Paderborn 07.

Es dauerte allerdings mehr als eine halbe Stunde, bis die ersten klaren Gelegenheiten für die Gastgeber heraussprangen. Ein Versuch von Max Riedemann flog - noch abgefälscht - wenige Zentimeter am Tor vorbei. Wenige Augenblicke später bekamen die Kölner eine Ecke nicht entscheidend geklärt. Der Nachschuss von Neo Lima Stacziwa ging über das Tor.

Deutlich enger wurde es auf der Gegenseite, als Kölns Jason Ponente Ramirez nach einem Dribbling von außen nach innen knapp das Tor verfehlte. Weil auch Paderborns Lasse Eickel eine Flanke von Jan Peters knapp verpasste, blieb es zur Pause bei der knappen Führung für den 1. FC Köln.

Wollenberg gleicht aus

Auch im zweiten Durchgang blieb Paderborn am Drücker. Im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke köpfte Julian Driedger knapp vorbei. Die Hausherren blieben nach Standardsituationen gefährlich. Kölns Torhüter Timo Schmitz verhinderte bei einem Kopfball von Paul Wollenberg den Ausgleich. Nach einem weiteren ruhenden Ball belohnte sich der SCP07 jedoch für seine Druckphase mit einem Treffer. Eine Freistoßflanke von Jan Peters beförderte Paul Wollenberg (70.) ins Netz.

Unmittelbar nach dem Ausgleich wurden auch die Kölner in der Offensive wieder gefährlich. Nach einer weiten Flanke des eingewechselten Alessandro Puzzo bekam Jason Ponente Ramirez nicht genug Druck hinter den Ball, um Konstantin Sommer im Paderborner Tor zu überwinden. Nur wenige Augenblicke später scheiterte Fynn Schenten aus spitzem Winkel an Sommer. Weil Kölns Torhüter Timo Schmitz gegen Max Riedemann zur Stelle war und Paul Wollenberg nach einer Ecke knapp vorbei köpfte, ging das Halbfinale beim Stand von 1:1 in die Verlängerung.

Eickel legt vor - Köln kontert

Nach einigen Spielunterbrechungen aufgrund von Krämpfen hatte der SC Paderborn 07 in der Extratime gleich nach der ersten Chance direkt Grund zum Jubeln. Ein weiter Ball von Torhüter Konstantin Sommer prallte vor die Füße von Lasse Eickel (96.), der zur 2:1-Führung bereits seinen fünften Treffer in der Endrunde erzielte. Bis auf einige Standardsituationen kamen die Kölner in dieser Phase nicht gefährlich in den Paderborner Strafraum. Mit der Führung für der Hausherren endete daher auch die erste Halbzeit der Verlängerung.

Kurz nach Wiederbeginn hätte Paderborn fast erhöht. Kölns Luis Stapelmann klärte aber noch im letzten Moment vor Noah Ringbeck. Stattdessen kamen die Gäste zum Ausgleich: Eine Flanke des eingewechselten Kristian Markoski vollendete Arian Römers (109.) mit einer Direktabnahme zum 2:2. Und damit nicht genug: Nach einem Konter spielte Markoski den Ball flach in die Mitte, wo der ebenfalls ins Spiel gekommene Kevin Ekweribe (112.) zur Kölner Führung traf.

Die Gäste blieben auch danach durch schnelle Gegenstöße gefährlich. Paderborns Torhüter verhinderte gegen Markoski den nächsten Gegentreffer. Der SCP07 erhöhte in der Schlussphase noch einmal das Risiko. Die letzten Minuten mussten die Paderborner aber nach der Gelb-Roten Karte für Stanko Kojic wegen wiederholten Foulspiels (119.) in Unterzahl bestreiten. Bei einem Freistoß ging auch Paderborns Torhüter Konstantin Sommer mit nach vorne. Aber die Kölner bekamen die Situation geklärt. Für FC ist damit weiterhin die Titelverteidigung möglich.

Kategorien: DFB-Nachwuchsliga

Autor: mspw