Google Pixel Frauen-Bundesliga
Makellose Bilanz: Wolfsburg siegt auch in Stuttgart

Die Bilanz des aktuellen Vizemeister VfL Wolfsburg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga ist weiterhin makellos. Die Wölfinnen behielten am 4. Spieltag beim gut gestarteten Aufsteiger VfB Stuttgart 2:0 (1:0) die Oberhand. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel sorgte der Tabellenführer gleichzeitig auch für die erste Stuttgarter Niederlage in der höchsten deutschen Spielklasse. Für den VfB stehen sieben Zähler zu Buche.
Vor 3820 Zuschauer*innen im GAZi-Stadion auf der Waldau brachte die Niederländerin Ella Peddemors (3.) die Wolfsburgerinnen schon früh auf Kurs. Nachdem die Stuttgarterinnen den möglichen Ausgleich verpasst hatten - so traf etwa die ehemalige Torschützenkönigin Nicole Billa für den VfB die Latte - nutzte die eingewechselte Nationalspielerin Cora Zicai (69.) einen individuellen Fehler der Gastgeberinnen zum Endstand aus. Ebenso wie für Ella Peddemors war es auch für Cora Zicai der vierte Saisontreffer.
Johannes: "Verdienter Sieg"
"Wir sind glücklich, hier gewonnen zu haben. Das ist das, was am Ende zählt", sagte Wolfsburgs Nationaltorhüterin Stina Johannes. "Chapeau an den VfB Stuttgart, der es in dieser Saison bislang echt gut macht. Wir wussten, dass ein harter Gegner auf uns wartet. Wir haben uns streckenweise etwas schwer getan. Über die kompletten 90 Minuten betrachtet, war es dennoch ein verdienter Sieg. Es freut auch alle, das wir hier zu Null gewinnen."
Torschützin Cora Zicai erklärte: "Unabhängig davon, ob man nun in der Startelf steht oder nicht: Man will immer Impulse setzen und sich zeigen. Ella Peddemors hat meinen Treffer gut eingeleitet. Da war es dann auch eine relativ einfache Situation, den Ball im Tor unterzubringen. Ich gehe die Spiele mit einer gewissen Leichtigkeit an und versuche, immer wieder Spielfreude zu zeigen."
VfB-Trainer Nico Schneck meinte: "Uns hat zu Beginn ein wenig der Mut gefehlt. Im Pressing waren wir zu langsam und kamen dadurch oft einen Schritt zu spät. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs waren wir dann aber plötzlich da und kamen zu drei, vier guten Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Fußball gespielt. Allerdings standen wir einem sehr starken Gegner gegenüber - das darf man nicht vergessen. Auch am Ende hatten wir gute Möglichkeiten, um zumindest ein Tor zu erzielen. Das Quäntchen Glück und die Effektivität vor dem Tor haben gefehlt. Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, kann ich aber absolut leben."
Wichmann zurück im Team
Seine Startelf veränderte Nico Schneck im Vergleich zum 3:3 beim 1. FC Nürnberg auf lediglich einer Position. Die zuletzt krankheitsbedingt fehlende Reena Wichmann meldete sich wieder fit. Die Mittelfeldspielerin rückte für Julia Mickenhagen in die Anfangsformation. Auch Tamar Dongus (ebenfalls krank) gehörte wieder zum Aufgebot, saß aber zunächst auf der Bank.
Der VfL Wolfsburg begann in Stuttgart mit gleich vier Wechseln. Nationalspielerin Camilla Küver, die mit einem Doppelpack in der Schlussphase noch für den 3:2-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen gesorgt hatte, ersetzte ihre DFB-Kollegin Sophia Kleinherne. Außerdem liefen Nationalspielerin Sarai Linder sowie Thea Bjelde und Kessya Bussy von Beginn an auf. Sie ersetzten Lou Bogaert, Maria-Joelle Wedemeyer und Cora Zicai. Weiterhin nicht einsatzfähig waren Giovanna Hoffmann und Cecilie Floe.
Peddemors trifft früh
Gleich der erste vielversprechende Angriff führte auch zum ersten Treffer der Partie. Sarai Linder zwang VfB-Kapitänin Maximiliane Rall zu einem Ballverlust, setzte sich bis zur Grundlinie durch und behielt dann auch noch die Übersicht für Ella Peddemors, die den Ball unhaltbar zum 0:1 (3.) im rechten Eck zur Wolfsburger Führung platzierte. Der VfL blieb auch unmittelbar nach dem Tor gefährlich. Nach einem weiteren Angriff über die linke Seite bediente Kessya Bussy ihre Kapitänin Janina Minge, deren Direktschuss über das Tor ging.
Das Spieltempo blieb in der Anfangsphase hoch. Wolfsburgs Torfrau Stina Johannes konnte eine flache Hereingabe von Mira Arouna noch vor der einschussbereiten Nicole Billa aufnehmen. Auf der Gegenseite kam Lara Prasnikar im Strafraum frei zum Abschluss, zielte aber knapp am Tor vorbei. Schon kurz danach musste der VfB Stuttgart den ersten Wechsel vornehmen. Linette Hofmann konnte die Partie angeschlagen nicht fortsetzen. Für sie kam U 19-Nationalspielerin Lenelotte Müller in die Begegnung.
Die Spielkontrolle gehörte inzwischen deutlich den Wolfsburgerinnen, der VfL drängte auf den zweiten Treffer. Stuttgarts Adriana Achcinska konnte Angreiferin Lara Pransikar im letzten Moment am Abschluss hindern. Wenige Minuten später schossen Prasnikar und Ella Peddemors knapp vorbei. Der VfB Stuttgart kam erst in den letzten Minuten des ersten Durchgangs wieder gefährlich vor das Tor. Zunächst erwischte Nicole Billa nach einer Seitenverlagerung bei einem technisch anspruchsvollen Versuch den Ball nicht richtig, wenige Augenblicke später traf die ehemalige Torschützenkönigin die Latte. Da die frühere Wolfsburgerin Chantal Hagel aus der zweiten Reihe über das Tor zielte, ging es mit dem 1:0 für den VfL in die Pause.
Zicai nutzt Fehler aus
Vor dem Beginn der zweiten Halbzeit wechselten auch die Wolfsburgerinnen zum ersten Mal. Nationalspielerin Sophia Kleinherne war für Lieske Carleer neu dabei. Der VfL startete mit einem Übergewicht in den zweiten Durchgang, zwingende Chancen blieben aber erst einmal aus. Ein Freistoß von Lara Prasnikar landete in der Mauer.
Die bis dahin beste Gelegenheit nach dem Wiederbeginn verzeichnete nach rund einer Stunde der VfB Stuttgart. Nach einem Freistoß kam Greta Stegemann an den Ball, traf aber nur das Außennetz. Stattdessen bauten aber doch die Wolfsburgerinnen ihre Führung aus. Ella Peddemors eroberte im gegnerischen Strafraum gegen Reena Wichmann den Ball und legte für die eingewechselte Cora Zicai quer, die nur noch zum 0:2 (69.) einschieben musste. Beinahe wäre der VfL noch weiter davongezogen. Ella Peddemors lief frei auf das Stuttgarter Tor zu und scheiterte an der gut reagierenden Torhüterin Laura Giuliani. Ihren Nachschuss klärte die zurückgeeilte Lenelotte Müller kurz vor der Linie.
Die Stuttgarterinnen blieben bis zum Ende engagiert und wären fast wieder auf ein Tor herangekommen. Die eingewechselte Verena Wieder war bei ihrem Sprint über das halbe Feld nicht aufzuhalten. Ihren Schuss lenkte Stina Johannes aber noch neben den Pfosten. Auch bei einem Kopfball in der Nachspielzeit von Julia Mickenhagen konnte sich Johannes auszeichnen. So blieb es beim 2:0 für den VfL Wolfsburg.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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Der 4. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga wird heute mit drei Spielen fortgesetzt. Ab 14 Uhr gastiert der Tabellenführer VfL Wolfsburg beim bislang ungeschlagenen Aufsteiger VfB Stuttgart. DFB.de mit den Infos zu den Liveübertragungen.